Rektorin Doris Dietler Schuppli begrüsste nebst den Protagnoisten auch Politker und Gäste, Familien und Freunde der Maturanden. Das diesjährige Motto des Maturaballs «Fly Me To The Moon» erinnert Schuppli an das gleichnamige Lied von Frank Sinatra oder auch an Neil Armstrong, der vor fast genau 40 Jahren als erster Mensch den Mond betreten hat. Sie wünscht allen Absolventen, dass sie im Leben ihre Ziele erreichen und somit auf dem Mond und nicht hinter dem Mond landen.

Carla Dossenbach hatte die Ehre, die Maturarede zu halten. Sie schloss 2008 die Kanti Wil ab und studierte Sozialwissenschaft. Sie hat ihren grossen Wunsch verwirklicht. Sie wollte schon immer Unternehmerin werden - und dies hat sie nach langer Studienzeit und zwischenzeitlichen Reisen in verschiedene Kontinente verwirklicht. «Step Into Action» ist eine Organiation, die sich an Jugendliche im Alter von 15 – 19 richtet. Dossenbach steht dem Lokalteam St.Gallen vor. Diese Organisation will die Jugendlichen motivieren und sensibilisieren, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten und das Leben selber in die Hand zu nehmen.


Wir sind nicht bildungsresistent

Shania Ender und Tennessee Isenring fassten ihre vier Kantijahre humorvoll zusammen. Der erste Jahrgang, dem der Laptop offizell als Lehrmittel zur Verfügung stand – oder auch nur um online zu shoppen. Im zweiten und dritten Jahr zog das Tempo an, vier bis fünf Prüfungen pro Woche waren keine Seltenheit und psychische wie physische Durchhänger an der Tagesordnung. Generell wird die vierte und letzte Klasse als «chillig» bezeichnet. Aber auch nur, wenn man von Vormatura, Maturaarbeit und den Schlussprüfungen absieht. Höhepunkte seien die Maturareise gewesen, wo man ausgiebig die Partykultur auslotete. Legendär sind die 4.-Klässler-Tage, bei denen man die «Kleinen» plagt. Dieses Jahr platzierte eine vierte Klasse sogar vier Schafe in den Kanti-Vorgarten. Nett gemeinte Komplimente der Lehrer wie: Ihr seid bildungsresistent, wollten die beiden aber nicht auf sich beruhen lassen. Schliesslich hätten in diesem Jahr 99,2753 Prozent die Matura erfolgreich bestanden. Und aus schrumpligen Kohlenstücken sind in vier Jahren wahre Diamanten geworden.

5,85: Shania Ender ist die Jahrgangsbeste

Die Preisverleihung der besten Maturaarbeiten im Bereich Nachhaltigkeit werden von Marc Züllig von der Arbeitgebervereinigung präsientiert. Erstmals wurden vier statt drei Preise vergeben. Auf Platz zwei sind Dana Schlegel (Learn2live) und Jennifer Gerber (The Learning Progress Of Asylum-Seeking Children). Den ersten Preis erarbeiteten sich Lynn Pantano (Research Misconduct – an Exception that Proves the Rules or General Practice in Drug Development?) und Anne-Sophie Werlen (Empathie – was Literatur bewegen kann).

Kurt Enderli, Vizepräsident vom Kantiverein, durfte nach einer kurzen Rede den Klassenbesten gratulieren. Mit einem äusserst beachtlich Durchschnitt von 5,85 steht Shania Ender aus der Klasse 4aISW an der Spitze und ist Jahrgangsbeste geworden.

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Die Klassenbesten im Abschluss-Jahr 2019 der Kanti Wil:

Shania Ender, 4aISW, mit 5,85; Charlotte Schneider, 4bW, mit 5,58; Luca Noser, 4cW, mit 5,08; Lea Kaufmann, 4dSW, mit 5,73; Moritz Widmer, 4eNP, mit 5,42; Meera Selvachandran,4fGI, mit 5,12; Sereina Hinder und Alina Muther Schroth, 4gMP, mit 5.27