Noch Ende September war die Wiler St. Nikolaus-Gruppe zuversichtlich gestimmt, dass St. Nikolaus, der gütige Bischof von Myra, auch in diesem Jahr während den ersten Adventstagen etwas Licht und Freude zu den Kindern, Familien und älteren Mitmenschen in und rundum Wil bringen wird. «Mit viel Wehmut haben wir uns nun jedoch entschieden in diesem Jahr komplett auf Besuche durch unsere Gruppe zu verzichten», heisst es in einer Mitteilung auf der offiziellen Internetseite der Gruppe. Die Gruppe habe sich bereits im Vorfeld mit einem Schutzkonzept auf eine spezielle Saison vorbereitet und viel Zeit in die Suche nach beziehungsweise Planung von alternativen Besuchsformen investiert. «Die Entwicklungen der Corona-Situation in der Schweiz während der letzten Wochen war jedoch für uns alle sehr unerfreulich», heisst es weiter. Die damit einhergehenden Vorschriften und Empfehlungen des Bundes sowie der Kantone lassen aus Sicht der Wiler Gruppe leider keine Besuche von St. Nikolaus zu. Schliesslich stehe die Gesundheit an erster Stelle. «Ebenfalls haben wir uns entschieden in diesem Jahr keine Gewänder und auch keinerlei Requisiten für private Besuche zu vermieten bzw. zur Verfügung zu stellen», heisst es weiter. So freut sich die Gruppe, im Dezember 2021 den Kindern, Familien und älteren Menschen einen Besuch abstatten zu können. 

Trotz langer Tradition geht St. Nikolaus mit der Zeit: Und deshalb verspricht die Gruppe die Familien und Kinder aus der Distanz zu grüssen. «Schauen Sie doch ab dem 1. Dezember nochmals auf unserer Homepage vorbei», informiert die St. Nikolaus Gruppe Wil. Dann werde eine Geschichte online aufgeschaltet, die Eltern an der Feier zeigen können. Dass St. Nikolaus und Knecht Ruprecht heuer nur virtuell zu Besuch kommen können, scheinen die Kinder zu verstehen. So erzählt eine Mutter auf der Facebook-Seite der Wiler St. Nikolaus Gruppe, wie ihre Kinder meinten: «Ja, sie sind schon älter und gehören zur Risikogruppe». (pd)