Schulpräsident Linus Köppel begrüsste die fünf Anwesenden und stellte sogleich unmissverständlich fest, dass die kontinuierlich steigenden Schülerzahlen zusammen mit dem fortlaufenden Bevölkerungswachstum von Eschlikon den Bedarf nach mehr Schulraum mit sich bringen. Diese Ausgangslage ergänzte er mit der Feststellung, dass das Schulhaus Blumenau zudem sanierungsbedürftig sei.

Aufgleisung des Projekts

Thomas Weber, Schulleiter der Primarschule am Kwant, führte aus, wie die betroffenen Lehrpersonen in einem ersten Schritt involviert wurden. Sie bauten mit Legosteinen erste Entwürfe eines möglichen Ausbaus zum Bau einer zukunftsgerichteten Schule. In Sachen Zukunftsorientierung knüpfte Vize-Schulpräsidentin Romana Gustin gleich an und verwies auf die beabsichtigte Integration der 2020 von der politischen Gemeinde lancierten familienergänzenden Tagesbetreuung in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde. Der entsprechende Raumbedarf floss in den Architekturwettbewerb ein. Folglich musste die Schulbehörde auch eine Eventualplanung für den Fall einer unerwarteten Ablehnung der Fortführung der familienergänzenden Tagesbetreuung an der Budget-Gemeindeversammlung im 2022 – also in einem Jahr - vornehmen. Diese besteht darin, dass der eingeplante Raumbedarf dann durch die Integration eines Kindergartens sowie für zusätzlich nötige Therapiezimmer genutzt würde.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie konkretisierte die Schulbehörde die Vorgaben an den Architekturwettbewerb. Die Wünsche der Lehrerschaft nach einer Aula, einer Lernlandschaft sowie nach grösseren Klassenzimmern wurden mit Blick auf die Kosteneffizienz auf die Schaffung multifunktional nutzbarer Räume reduziert. Der zusätzliche Schulraum soll weiter eine Ablösung des angemieteten Schulhauses am Haldenweg ermöglichen. Neben der Vorgabe energetischer Optimierungen führte Linus Köppel zudem ein logistisches Killerkriterium auf: Der Schulbetrieb dürfe durch die Bautätigkeit nicht beeinträchtigt werden. Die Schulbehörde wolle keine teuren Provisorien aufstellen.

Im 2020 lud die Schulbehörde direkte Anstösser, die politische Gemeinde sowie Interessierte zu einer Echogruppe ein, welche die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie hinterfragte. Der Mix an Vorgaben für den Architekturwettbewerb sowie die Integration einer familienergänzenden Tagesbetreuung wurden stark begrüsst.

Am diesjährigen Architekturwettbewerb nahmen 39 Büros teil. Bei den teils ganztätigen Beurteilungstagungen der Jury waren neben Vertretern der Lehrerschaft auch Anstösser und die politische Gemeinde vertreten. Die Schulbehörde ist besonders stolz, dass mit allen Involvierten ein einstimmiger Entscheid für das Siegerprojekt Aydeni entstand. Man ist überzeugt, dass mit dem Projekt Aydeni ein ausgewogenes, kosteneffizientes und visionäres Projekt ausgewählt wurde.

Entsprechend wurde die Schöpferin des Projekts, Architektin Bea Roth, gebeten, die Überlegungen zum Projekt im Detail darzulegen.


Ausführungen der Architektin

Hinter sämtlichen Entwicklungen des Projekts steckte der Gedanke Bestehendes weiterzuschreiben, erläuterte Bea Roth. Der Innenhof werde mit gewohnter Vertrautheit aufgewertet. Das Projekt erhalte beim Teilersatzneubau die bestehende Turnhallensubstanz, was zu einem geringeren Fussabdruck führe. Dem Kernanliegen der Schulbehörde ohne Provisorien auszukommen, wurde mit einer ausgeklügelten Bauetappierung Rechnung getragen. In drei Etappen wird zuerst der neue Schulraum für sechs Klassen geschaffen, damit Schüler und Lehrer vom Osttrakt in den neuen Westtrakt umziehen könnten. In der zweiten Etappe würde mittig angeordnete Lernlandschaft gebaut und Eingriffe am Osttrakt vorgenommen. Letztlich werde der Innenhofanbau für die neuen Räumlichkeiten der Tagesstrukturen erstellt.

Die Lernlandschaft bilde das neue Herzstück des Schulhauses mit Öffnung zur Strasse sowie zum Innenhof. Der Raum mit seiner Ausrichtung auf fortschrittliche Pädagogik verbindet zudem Alt- und Neubau. Schulleiter Thomas Weber lobte dieses Herzstück denn auch, welche das Verfolgen fortschrittlicher pädagogischer Ansätze ermögliche sowie Veränderungsoptionen für weitere pädagogische Entwicklungen in Zukunft nicht verbaue.

Vize-Schulpräsidentin Romana Gustin moderierte gekonnt durch die kurze anschliessende Diskussion und fasste die diskutierten Themen zusammen. Linus Köppel bedankte sich für das Interesse und hofft auf eine breite Zustimmung für den Vorprojektkredit über 280'000 CHF im Rahmen des Budgets 2022.

Öffentliche Ausstellung Architekturwettbewerb

Die öffentliche Ausstellung des Architekturwettbewerbs kann wie folgt besichtigt werden:

  • Öffentliche Besichtigungen:
  • Samstag, 20.11.2021 – Start um 16:30 Uhr mit Linus Köppel
  • Dienstag, 23.11.2021 – Start um 20:00 Uhr mit Manuel Heim
  • Donnerstag, 25.11.2021 – Start um 13:30 Uhr mit Linus Köppel
  • Mittwoch, 01.12.2021 – Start um 18:45 Uhr mit Romana Gustin (direkt vor der Budget-GV)

  • Freie Besichtigungen: (bitte berücksichtigen Sie die Maskenpflicht sowie die gleichzeitig maximal zulässigen 10 Besucher im Raum) Freitag, 19.11.2021 – 17:30 bis 19:45 Uhr
  • Montag bis Freitag, 22.-26.11.2021 jeweils von 7:30 bis 16:30 Uhr
  • Montag bis Dienstag, 29.-30.11.2021 jeweils von 7:30 bis 16:30 Uhr
  • Mittwoch, 01.12.2021 von 7:30 bis 19:30 Uhr (Tag der Budget- Schulgemeindeversammlung)