Das von der Wiler Firma Infosystem AG entwickelte Produkt namens ResSys ist die Basis für Sitzplatzreservationen in vielen Schweizer Zügen. So zum Beispiel bei der Rhätischen Bahn (RhB), der Südostbahn (SOB) oder dem Goldenpass zwischen Montreux und dem Berner Oberland. Neben ResSys stammt auch Performis aus der Wiler Entwicklungsstube. Es handelt sich um ein ERP-System für die Finanz- und Lohnbuchhaltung, für die Personaladministration und Leistungserfassung, für den Ein- und Verkauf. Als drittes Produkt hat Infosystem AG die Software Leva+ entwickelt. Es handelt sich um eine spezialisierte Software für Gerätevermietung und Schwergutlogistik. Von der Offerte bis zur Abrechnung kann alles über dieses System erfasst und erledigt werden.

Das sogenannte Produkt-Geschäft ist eines von drei Standbeinen der Infosystem AG. Das zweite ist die Individual-Entwicklung für Firmen. «Der Kunde erhält eine massgeschneiderte Lösung mit so viel Standard-Software wie möglich und so viel entwickelter Software wie nötig», sagt Infosystem-Geschäftsleiter Tobias Schnelli. Auch die Swiss arbeitet mit der Wiler IT-Firma zusammen – und zwar in der Thematik der Ticketabrechnung zwischen den Airlines. Wenn ein Fluggast eine Reise mit mehreren Airlines bucht, dann kommt die Infosystem-Software zum Tragen, damit die Gelder unter den Airlines fliessen. Das dritte Standbein ist das zur Verfügung stellen auf Aufbauen von IT-Infrastruktur.

Im Video: Das ist die Infosystem AG

 

Bedeutender Blick in die Zukunft

Doch wer ist die Infosystem AG überhaupt? Sie wurde im Jahr 1968 von Rudolf Sulzer in Zürich gegründet. Seit geraumer Zeit ist der Hauptsitz in Wil im Zedernpark an der Bronschhoferstrasse. Es werden aktuell 34 Mitarbeiter beschäftigt – und qualifiziertes Personal wird gesucht. Seit der Gründung hat sich die Informatik stark gewandelt und verändert. «Es war und ist die grösste Herausforderung für unsere Firma, im richtigen Zeitpunkt zu erkennen, welche Technologie Zukunftschancen hat und welche Bereiche nicht überleben werden», sagt Tobias Schnelli. Zusammen mit seinem Bruder Samuel Schnelli und Michael Baumeler hält er die Geschicke des Unternehmens in der Hand.

Im Zentrum der Arbeit steht der direkte Dialog mit den Kunden. «Wir ermitteln gemeinsam die Bedürfnisse und erarbeiten zusammen die ideale Lösung. Wir verkaufen keine Software, sondern bieten Lösungen», sagt Tobias Schnelli. Auch der Support ist im Firmenleitbild von Infosystem ein Eckpfeiler. Oder um es in den Worten des Geschäftsleiters zu formulieren: «Für uns ist ein Projekt nicht mit der Einführung der Software abgeschlossen. Unsere Kundenbeziehungen sind langjährig und vertrauensvoll.»

Die Mitarbeiter als Kapital der Firma

Um den eigenen, hohen Ansprüchen gerecht zu werden, wird grosser Wert auf qualifiziertes Personal gelegt. «Die Mitarbeiter sind das eigentliche Kapital der Infosystem AG. Wir schaffen Arbeitsbedingungen, in denen sich die Mitarbeiter wohlfühlen, entwickeln und produktiv sein können, wovon wiederum unsere Kunden profitieren», sagt Geschäftsführer Tobias Schnelli.