Im Herbst 2016 beschloss der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB), in seinem Verbandsgebiet von einer Haus-zu-Haus-Kehrichtsammlung auf Unterflurbehälter (UFB) umzusteigen. «Nach weniger als vier Jahren stehen bereits 1000 Unterflurbehälter in den Mitgliedsgemeinden im Einsatz», berichtet die Kommunikationsabteilung des ZAB am Dienstagmorgen in einer Medienmitteilung. Die Bürger hätten sich schnell an das neue Sammelsystem gewöhnt und sind von den Vorzügen überzeugt.

Doch noch einmal von vorne: Im November 2016 stimmten die Delegierten des Zweckverbands einem Rahmen-kredit von 16 Millionen Franken für die Umsetzung der UFB-Konzepte in den 35 Mitgliedsgemeinden zu. Mit den installierten 1000 UFB hat der ZAB laut Medienmitteilung in den letzten Jahren bereits rund zehn Millionen Franken investiert. «Pro UFB entspricht dies einem Betrag von rund 10 000 Franken», so der ZAB. Mit diesem Beitrag werde nebst dem UFB-Behälter insbesondere die Aufwendungen der Gemeinden im Bereich der Tiefbau- und Erdarbeiten sowie für Dienstbarkeiten und Verwaltungskosten abgegolten. «Zu den Leistungen des ZAB gehören weiter auch die regelmässige Reinigung der Unterflursysteme sowie Service- und Wartungsarbeiten», heisst es in der Mitteilung weiter. Sowohl die Beschaffung der Infrastruktur UFB als auch der Betrieb erfolge über die Kehricht-Sackgebühr.

Positive Bilanz nach vier Jahren

«Unterflursysteme haben verschiedene Vorteile», so der ZAB. Die Bürger erhalten eine 24-Stunden-Entsorgungsmöglichkeit an 365 Tagen im Jahr. «Der Kehrichtsack kann dann entsorgt werden, wenn er voll ist und nicht dann, wenn die Abfuhr stattfindet», führt der ZAB weiter aus. Tourenausfälle an Feiertagen verlieren an Bedeutung. «Mit Unterflursystemen finden auch keine Tierverbisse mehr statt, was bei den bereit gestellten Kehrichtsäcken sehr oft zu unschönen Bildern in den Quartieren und Dörfern geführt hat», nennt der ZAB weitere Vorteile. Unterflursysteme tragen so zu mehr Systemqualität bei, weil die grossen und schweren Kehrichtfahrzeuge nicht mehr überall in die Quartiere hineinfahren müssen: «Weniger Stopps, weniger Abgase und erhöhte Verkehrssicherheit in den Quartieren». Auch für den ZAB bringen die Unterflursysteme verschiedene Vorteile: Die Kehrichtabholung ist nicht mehr an fixe Tage und Zeiten gebunden. «Weniger Stopps bedeuten auch weniger Behinderungen des Verkehrs und die Ökobilanz kann verbessert werden», wird weiter ausgeführt. Nach knapp vier Jahren haben nun bereits rund 20 Gemeinden komplett auf das UFB-Konzept umgestellt, weitere Gemeinden stehen kurz vor dem Abschluss, wie die ZAB erklärt. (pd)