In der Gemeinde Oberbüren ist es Tradition, dass jedes Jahr in einem anderen Ortsteil gefeiert wird. Nachdem vor Jahresfrist die Zelte in Niederwil aufgeschlagen worden waren, traf man sich heuer in Oberbüren selber – und zwar auf dem Pausenplatz der Primarschule Brühlacker. Die Samariter hatten die Organisation übernommen und dabei einen familienfreundlichen Anlass auf die Beine gestellt. So begegnete man zum Beispiel Globi – und das gleich doppelt.

Einerseits machte er Werbung für die gleichnamige Kinderkrippe, welche es auch in Oberbüren gibt. Andererseits kam Globi in der Festrede von Regierungsrätin Heidi Hanselmann vor. Diese hatte das Kunstwort «Ahai» kreiert – und erklärte während ihres Auftritts, wofür diese vier Buchstaben stehen. Das erste «A» stehe für «Anfang» oder auch «August». So werde am 1. August eine «Willensnation» gefeiert. Das «h» stehe für «Helvetia» - und somit für die Vielfalt des Landes. Hierbei zitierte sie aus einem Globi-Buch, in welchem genau dieser Wert eine zentrale Rolle spiele. Das zweite «a» stehe für das Wort «anders», welches für die Schweiz wichtig sei. Und das «i» würde für die «Integration» stehen. «Wir sind Weltschweizer. Es ist ein wichtiger Wert, dass wir teilnehmen lassen und teilnehmen. Es lohnt sich, andere an unseren Werten teilhaben zu lassen. Für ein friedliches Miteinander», sagte Hanselmann.

Jodeln und jauchzen

Die Regierungsrätin schloss mit einer rotweissen Liebeserklärung an die Schweiz. Passend dazu schickte sie sich danach an, auf dem Platz rote Rosen zu verteilen – als «Geste der Anerkennung», wie sie sagte. Ob dabei auch schon eine Portion Wahlkampf – im März 2020 finden die Erneuerungswahlen der St. Galler Regierung statt – mitschwang, blieb offen.

Es dominierte die Gemütlichkeit an diesem Nationalfeiertags-Mittag. Die Musikgesellschaft Oberbüren spielte, der Jodlerclub Aelpli jodelte und jauchzte, Kinder wurden geschminkt. Was es halt so braucht für eine traditionelle 1.-August-Feier.