Die Halbwertszeit von Computern und Laptops wird immer kürzer. Schon noch zwei Jahren braucht es ein neues Gerät. Das zumindest will einem die Computerindustrie vermitteln. Gegen dieses Image kämpft der Münchwiler IT-Experte Urs Stäheli von der Firma Adwork. «Auch einen fünfjährigen Computer kann man noch aufrüsten. Denn das Netzteil ist oftmals nicht kaputt und man kann es austauschen. Es gilt auch den Umweltgedanken im Auge zu behalten und nicht einfach alles wegzuschmeissen. Diese Geräte sind gebaut, um sie zu flicken.»

Genau in diesem Bereich hat sich Stäheli spezialisiert. In den frühen 1990er Jahren gründete er den «Mausexpress». Er war damals der erste in der Region, der zu den Kunden nach Hause ging, wenn Computerprobleme auftauchten. Nachdem sich Stäheli Ende der 90er selbständig gemacht hatte, kam zu Beginn des neuen Jahrtausends die Firma Adwork dazu. Diese bietet Lösungen für Firmenkunden an. Dabei geht es nicht «nur» um Reparaturen, sondern auch um das Erstellen ganzer Netzwerke und Lösungen. Angeboten werden 2 bis 1000 Telefonnummern – unabhängig eines Anbieters. Die Systeme sind in so genannten Clouds hinterlegt, womit selbst bei Abstürzen das Telefon noch funktioniert. Auch Schulungen und Gruppenschulungen werden angeboten. Mittlerweile betreut Stäheli rund 60 Prozent Privat- und bereits 40 Prozent Geschäftskunden. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren zu einem KMU gewachsen, das vier Personen eine Vollzeit-Arbeitsstelle bietet.

Neugier als Hauptproblem
Urs Stäheli beschreibt sich als Praktiker, der gelernt hat, wie man einen Computer zusammenschraubt. Auch Meisterprüfungen hat er abgelegt. Auf die Frage, wie man sich am besten gegen Viren schützt, sagt der Firmen-Inhaber: «Viren sehe ich nicht als Problem, da heutzutage jeder Computer ein Virenprogramm hat. Der grösste Virus ist der Mensch.» Damit spielt Stäheli darauf an, dass ein Computer von sich aus kein Virenpaket empfangen und installieren würde. Diese werden verpackt geschickt und durch eine bewusste Aktion in die Betriebssysteme importiert. Der Mensch muss also aktiv werden, um von einem Virus oder Trojaner befallen zu werden. Es ist die menschliche Neugier, welche für einen virenbefallenen Computer sorgt. «In unseren Schulungen geht es auch darum, die Menschen zu sensibilisieren. Man darf nicht alles glauben, was einem vorgegeben wird.»

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Die Firmen Adwork und Mausexpress sind in an der Industriestrasse 1 direkt an der Hauptstrasse Wil - Frauenfeld zu finden.

Persönliche Beratung wichtig
Eine Frage, die dem Experten häufig gestellt wird, ist jene nach dem möglichst sicheren Passwort. Es soll zudem so eingängig sein, dass man es nicht vergisst. Stäheli empfiehlt, zahlenähnliche Buchstaben zu verwenden und sich so Wörter zu bilden. Statt einem S soll also eine 5 (Fünf) gesetzt werden, statt einem O eine 0 (Null), statt einem I eine 1 (Eins). Wenn man dann noch Gross- und Kleinschreibung hineinpacke und die Sonderzeichen in die Mitte stelle, könne das Passwort kaum geknackt werden.

Und noch einen weiteren Tipp hat der Inhaber der Firmen Adwork und Mausexpress parat: Nicht den Speicher auf dem eigenen Computer aufrüsten, sondern die Daten in Clouds exportieren. «Je grösser der Speicher, desto anfälliger das System», sagt Stäheli. Ganz grundsätzlich empfiehlt er aber eine persönliche Beratung, um die richtige Lösung zu finden. Denn häufig geht es auch um die Frage, was optimal zu einem passt.

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