Der Zufall wollte es, dass die Jahrgänger als erste Wanderer den zum Bergwanderweg heraufgestuften Weg über den Grat begehen konnten. Die Arbeiter des Wanderweg-Unterhaltsteams des Kt. Thurgau waren noch mit der Ummarkierung, dieses Bergwanderwegs beschäftigt. Die Farbe an den Wegmarkierungen war frisch aufgetragen und noch nicht getrocknet. Nach einer gemütlichen Fahrt mit dem Bus nach Bichelsee erfolgte ohne grosses Einwandern gleich der steile Anstieg zum höchsten Punkt der Wanderung beim Einstieg zum Tanneggergrat. Der Hinweis auf der Tafel, dass Trittsicherheit und gutes Schuhwerk für die kommende Strecke erforderlich seien, war absolut gerechtfertigt.

Vom Bichelsee führte uns der Weg via den Weiler Schuel und dem steilen und schweisstreibenden Aufstieg zum höchsten Punkt, dem «Gärtli» oberhalb Rengerswil. Ein erster Trinkhalt mit herrlicher Aussicht kühlte die teils roten Köpfe schnell ab. Da viele Teilstrecken im Wald waren, wurde die herrschende Hitze gut vertragen. Weiter wanderten wir via Niederwies und über den Tanneggergrat nach Dussnang.

Dass schon in früheren Zeiten dieser Hügelrücken für militärisch-strategische Zwecke attraktiv war, zeigen die Ueberreste eines Wehrturms und die historisch belegten Hinweise auf die Burg Tannegg mit zugehöriger Stadt. Die Burg und das Städtchen wurde bereits im 15. Jahrhundert vollständig zerstört. Nach doch einigen Blanance- und Trittpassagen auf dem Grat machten wir im Restaurant Brückenwaage in Dussnang einen wohlverdienten Trinkstop.

Um mit optimale Verbindungen mit dem ÖV nach Hause zu gelangen, wanderte die Gruppe über Vogelsang und der beinahe ausgetrockneten Murg entlang nach Sirnach. Ein interessanter und lehrreicher Wandernachmittag nahm beim Warten auf den Bus mit einem wohlverdienten Schluck einen schönen Abschluss.