Der 21. März ist der internationale Tag gegen Rassismus. Wegen Corona konnten die Aktionstage gegen Rassismus in diesem Frühling nicht durchgeführt werden. Dies wird nun nachgeholt, teilt die Stadt in einer Medienmitteilung mit. 

Darin heisst es weiter: «Diskriminierung und Rassismus sind selten offensichtlich, laut, aggressiv oder gar gewalttätig. Häufig drückt sich das in subtilen Formen aus: mit geringschätzigen Blicken, abwertenden Worten oder beiläufigen Bemerkungen». Eine begleitende Plakatkampagne will einige der angesprochenen Situationen aufgreifen und verdeutlichen. Auf einer Website können Betroffene zudem ihre Alltags-Erfahrungen mit Rassismus oder Diskriminierung der kantonalen Integrationsstelle anonymisiert mitteilen.

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Unter anderem mit diesem Plakat, soll im öffentlichen Raum auf Alltagsrassismus hingewiesen werden.

Der Anlass «Die HEKS Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung stellt sich vor» musste ebenfalls verschoben werden. Neu findet er am Donnerstag, 10. September im Quartiertreff Lindenhof an der Rotschürstrasse statt. (sk)

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Gegen Rassismus: «Farbe bekennen – Wir sind bunt!» (10.3.)

«Nach wie vor sind viele Ausländerinnen und Ausländer mit Vorurteilen oder Diskriminierung konfrontiert», meint die Stadt Wil in einer Medienmitteilung. Aktuelle Studien und Erfahrungen der Wiler Fachstelle Integration zeigen, dass viele von Rassismus und Diskriminierung Betroffene nicht wissen, wo sie Rat suchen können oder sich nicht trauen, sich bei einer Beratungsstelle zu melden. «Im Rahmen der Aktionstage gegen Rassismus macht die Fachstelle Integration mit Plakat-, Bus- und Kinowerbung zwei Beratungsangebote besser bekannt», informiert die Stadt. So ist die Fachstelle selber Anlaufstelle für betroffene Menschen. Bei Bedarf vermittelt sie weiter an die Beratungsstelle gegen Rassismus und Diskriminierung des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS). Die HEKS-Beratungsstelle bietet niederschwellige Beratung und einfach zugängliches Informationsmaterial für Personen, die Fragen zum Diskriminierungsschutz haben, von rassistischer Diskriminierung betroffen sind oder der Diskriminierung bezichtigt werden. Die Beratungsstelle wird vom HEKS im Auftrag der Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden geführt.

Die Aktionstage gegen Rassismus finden im Kanton St.Gallen vom 13. bis 22. März statt. In der Wiler Stadtbibliothek ist während dieser Zeit ein Büchertisch mit ausgewählter Literatur zum Thema aufgestellt. Am Sonntag, 15. März, wird um 10.30 Uhr und 18 Uhr im Cinewil der Film «Womit haben wir das verdient?» gezeigt. Die Beratungsstelle des HEKS stellt sich am Donnerstag, 19. März, um 9.30 Uhr im Quartiertreff Lindenhof vor und gibt Einblick in konkrete Fälle. Am Samstag, 21. März, organisiert die Jugendarbeit der Stadt Wil von 12 bis 15.00 Uhr an der Oberen Bahnhofstrasse (Höhe Centralhof) eine Standaktion gegen Rassismus zum Thema «Farbe bekennen – wir sind bunt!».