Der Jodlerclub Älpli Niederwil schaffte am Eidgenössischen in Brig einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Nach 41 Vereinsjahren gelang den 24 Mitgliedern erstmals das Erreichen der Bestnote an einem Eidgenössischen. Die Dörfler und Dorfvereine bescherten am Sonntagabend den Ankömmlingen aus Brig einen grossartigen Empfang. Ignaz Niedermann, Präsident des Jodlerclubs, zeigte sich überwältigt vom grossartigen Aufmarsch der Bevölkerung.Nach dem Einzug durch die Niederwiler Strassen folgte die Feier für den Jodlerchor Älpli zur erreichten Bestnote am Eidgenössischen auf dem Schulhausplatz. Dank angenehmen Temperaturen und abendlichem Sonnenschein konnte das Fest im Freien stattfinden. Mit einem von der Gemeinde spendierten Apéro startete unter musikalischen Klängen der Niederwiler Musik die Feier. Gemeinderat Peter Bruhin gab sich in seiner Begrüssung erfreut über den grossen Aufmarsch der Dörfler und der Vereinsmitglieder. Fünf Vereine, die Musikgesellschaft Niederwil, die Samariter, der Männerchor Oberbüren, der MSV Oberbüren-Niederwil und der TV Niederwil waren gleich mit ihren Vereinsfahnen aufmarschiert.

Jodlerchor Älpli bei den Besten unter 10'000 Aktiven
Für den Jodlerclub Älpli war es ein besonderes Erlebnis, mit seinen 24 Mitgliedern mitten unter 10'000 Akteuren zum Wettbewerb am Eidgenössischen antreten zu können. Der alle drei Jahre stattfindende Anlass forderte in der Vorbereitung, wie Ignaz Niedermann, seit drei Jahren Präsident, im Interview mit Peter Bruhin bestätigte. Bekanntlich bekamen sie nur eine Chance, mit ihrem Vortrag punkten zu können. Mit dem kurzfristigen Ausfall dreier Mitglieder musste sich der Verein nach passendem Ersatz umsehen, sodass es doch noch zum Glanzresultat gereicht habe.

Bereits am Samstagmittag mussten die Niederwiler zum Vortrag antreten. Sie hatten sich mit dem Lied „E schöne Tag“ vorbereitet, komponiert vom Luzerner Josef Dubach, der selber auch in Brig dabei war. Nachdem der erstmalige Gewinn der Bestnote Tatsache war, ging für die Niederwiler das Fest erst recht los. Ignaz Niedermann beschrieb die Erlebnisse in der Feststadt Brig mit rund 150'000 anwesenden Gästen als überaus freudvoll. Über die zwei Tage habe man in den Strassen Brigs eigentlich ununterbrochen Jodelklänge hören können. Auch sie selber seien singend durch die Strassen Brigs spaziert. 24 Betten hätten sie für die Nacht reservieren lassen, ob der grossen Festfreude seien aber nur deren Acht auch benutzt worden.

Anerkennung der Leistung
In der Gemeinde Oberbüren ist es Tradition, dass Vereine bei der Rückkehr von einem Eidgenössischen festlich empfangen werden. Mit dem grossen Aufmarsch der Vereine und der Bevölkerung komme dem Verein auch Anerkennung zu für den geleisteten Einsatz am Anlass, aber auch bei der Vorbereitung. Die steigende Beliebtheit des Brauchtums sieht Ignaz Niedermann darin begründet, dass die Menschen in der schnellen, hektischen Arbeitswelt Gelegenheiten suchen, zwischendurch vom Alltag Abstand nehmen zu können.

Auf dem Festplatz traten die Mitglieder es Jodlerchors Älpli noch einmal mit dem Wettstück „E schöne Tag“ auf. Für einen freudvollen Auftritt sorgte weiter der Kindertrachtenchor Fürstenland unter der Leitung von Erika Stalder. Der Kinderchor war ebenfalls nach Brig gereist, um die Feststimmung aufnehmen zu können.

Die aufgebaute Festwirtschaft auf dem Schulhausplatz ermöglichte anschliessend gemütliches Beisammensein und Austausch mit den Mitgliedern des Jodlerchors Älpli.