Blättert man in der aktuellen «Gemeinde aktuell»-Ausgabe der Gemeinden Jonschwil, Schwarzenbach, Bettenau und Oberrandal stolpert man vor allem über eine Nachricht: «Schulratspräsident Köbi Zimmermann und Schulrat Alessandro Musso werden nicht zur Wiederwahl antreten.» Denn die Gemeinde informiert seine Bevölkerung, dass am Sonntag, 27. September, die Gesamterneuerungswahlen der Gemeindebehörden stattfinden. Gegenüber der «Wiler Zeitung» sagt Zimmermann, dass bereits vergangenen Herbst über die neue Amtsdauer diskutiert wurde. «Dabei habe ich signalisiert, nicht mehr für eine Wiederwahl anzutreten», sagt Zimmermann im besagten Artikel. 

Und was ist der Grund, dass er nach zwei Amtsdauern sein Amt nicht mehr wahrnehmen möchte? Sein Pensionsalter von 65 Jahren. Zimmermann, der seit sein Amt seit dem Jahr 2012 wahrnimmt, arbeitet 40 Prozent. Weitere zehn Prozent ist er im Gemeinderat tätig. Ausserdem ist er noch Verwaltungsratspräsident des Logopädischen Dienstes Unteres Toggenburg (Loduto). 

Während seiner achtjährigen Amtszeit ist es zu einem besonderen Höhepunkt für Zimmermann gekommen: Und zwar als die neue Schulanlage in Schwarzenbach gebaut wurde. Im besagten Artikel nennt Zimmermann die Einführung der Talentschule Musik für Oberstufenschüler, die im Jahr 1915 eingeführt wurde, als einen bewährten sowie bereichernden Meilenstein. 

Eine Chance für Peter Haag?

Bereits Anfang des Jahres hat Peter Haag, Kantonsrat und Präsident Ortspartei SVP Jonschwil-Schwarzenbach, seine Kandidatur für das Jonschwiler Schulratspräsidium bekannt gegeben. Vor einem Monat fand es Haag – der nicht von den Rücktritts-Plänen Zimmermanns wusste – durchaus legitim für das Amt des Schulpräsidenten zu kandidieren. Denn dem Kantonsrat gehe es bei dieser Kandidatur vor allem um etwas: die Pflege des demokratischen Prinzips. (pd/red)