Im Bereich des Oberstufenzentrums Degenau wurde früher Kies abgebaut. Aber auch Abfälle verschiedener Art sind dort deponiert worden. Während des Baus des Schulgebäudes wurden bereits grössere Abfall-Mengen entsorgt. Offenbar ist im Bereich der Sportanlagen noch einiges vorhanden. In den vergangenen Jahren musste die 100-Meter-Laufbahn wegen Senkungen bei einigen Stellen instand gestellt werden. Diesen Herbst hätte eine weitere Senkung repariert werden sollen. Bei der Bodenuntersuchung hat sich aber herausgestellt, dass Abfall-Material vorhanden ist und dass dieses die Ursache für die Senkungen ist. Die Bau- und Infrastrukturkommission musste deshalb anordnen, dass dieser Bereich näher untersucht wird. Das beigezogene Amt für Umwelt und die Abteilung Bau und Infrastruktur prüfen zurzeit die weiteren Schritte, die notwendig sind, um diese Altlast zu sanieren. Die fragliche Stelle ist abgesperrt und die 100-Meter-Bahn ist bis auf weiteres nicht benutzbar. Der Zeitbedarf für die Sanierung und die Kostenfolgen sind derzeit nicht absehbar, wie die Gemeinde Jonschwil schreibt.

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Der Boden beim Schulhaus Degenau muss untersucht werden.


Schutzausrüstung nötig

Auch bei einem anderen Schulareal der Gemeinde Jonschwil sorgen ungeliebte Substanzen für Aufsehen. Seit dem 1. Oktober ist die Gemeinde Besitzerin der «Liegenschaft Karrer». Das Grundstück liegt beim Schulareal Schwarzenbach und ist der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zugeordnet. Im Oktober wurden die Gebäude vollständig abgebrochen. Zuerst musste zwei Wochen lang Stück für Stück der giftigen oder krebserregenden Substanzen mit Schutzausrüstung sorgfältig herausgenommen und entsorgt werden. Nachher kam die gröbere Abbruchaktion mit dem Bagger, wobei auch diese Materialien sauber entsorgt und wo möglich dem Recycling zugeführt wurden. Als nächstes wird nun im Winter die Meteorwasserleitung, die quer über den Fussballplatz verläuft, an den Rand des Grundstücks verlegt. Anschliessend ist der Weg frei für den Baubeginn der neuen Schulanlage. Für diese wurde ein Kredit von rund 20 Millionen Franken gesprochen. (gk)