Das war eine starke Leistung von Uzwil. Auch wenn das Hinspiel eine knappe Kiste war, konnte man dieses vor Heimpublikum mit 5:3 für sich entscheiden. Damit machten die Ostschweizer bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Finalspiel. Beim Rückspiel in Tafers zeigte die Mannschaft eine abgeklärte Partie. Dank einer Leistungssteigerung machte man den Sack rasch zu. Letztlich wurde die Partie beim Stand von 4:2 vorzeitig beendet. Der Mist war geführt – Uzwil stand als Finalist fest.

Fans machten den Unterschied

Während der ganzen Halbfinalserie machte Uzwil den besseren Eindruck als Tafers. Das hatte verschiedene Gründe. Einerseits wiesen die Fribourger bisher keinerlei Playoff-Erfahrung aus. Anderseits war der Uzwiler Anhang aussergewöhnlich. Über 50 Fans reisten nach Tafers und feuerten dort ihre Mannschaft lautstark an. Die Kulisse vermochte die Uzwiler zu beflügeln. Dadurch gewannen Christian Bösiger und Julien Scheiwiller auch ihre Männereinzel, welche sie tags zuvor noch verloren hatten. Und genau diese Siege waren es, die dem Gegner am Schluss das Genick brachen.

Pochtarev sackstark

Die Uzwiler hinterliessen im Halbfinal eine gute Figur. Sackstark präsentierte sich Artem Pochtarev, der sämtliche Spiele für sich entscheiden konnte. Auch der junge Nicolas A. Müller spielte im Männerdoppel ausgezeichnet. Ernüchternd hingegen war der Auftritt von Amalie Hertz Hansen. Sie konnte im Fraueneinzel keine Akzente setzen. Trotzdem wurde sie nach ihrer zweiten Niederlage an diesem Wochenende lautstark gefeiert – auch das war sinnbildlich für die euphorisierten Uzwiler Fans.

Holt Uzwil den dritten Meistertitel?

In der Endabrechnung steht Uzwil verdient im Playoff-Final. Dort wartet nun Argovia. Die Aargauer gewannen im anderen Halbfinal deutlich gegen La Chaux-de-Fonds. Der erste Final-Tag wird am Samstag, 6. April, um 16 Uhr in Uzwil beginnen. Die Entscheidung fällt einen Tag später im Auswärtsspiel. Im Kampf um den NLA-Schweizermeistertitel ist alles offen – Uzwil steht gar eher in der Favoritenrolle. Die Ostschweizer spielen um den dritten Schweizermeistertitel in der Vereinsgeschichte. (pd)