Das Uzwiler Jugendkulturzentrum hat seinen neuen Standort bezogen. Damit endet ein zweijähriges Provisorium.Erinnern Sie sich an das Graffiti-Märchenschloss an der Ecke Lindenstrasse / Birkenstrasse? Der Treffpunkt der Uzwiler Jugendlichen war dort nicht zu übersehen. Er wich dem neuen Gemeindehaus, packte seine Siebensachen und war seither im Provisorium an der Sternenstrasse. Jetzt hat er wieder gezügelt und hat seine neue Heimat im Pavillon an der Sonnenhügelstrasse gefunden.

Glücklich über neue Räume
«Die Jugendlichen und ich sind sehr glücklich über die neuen Räumlichkeiten. Sie passen für unsere Aktivitäten und sind in einem guten Umfeld», meint Jan Brändle. Er leitet die Institution seit über 15 Jahren. Eine Arbeit, die jung halte, meint er mit einem breiten Lachen.

Was kann man sich unter dem Jugendkulturzentrum vorstellen? Jan Brändle: «Ein Ort, den die Gemeinde den Jugendlichen zur Verfügung stellt. Wo die Jugendlichen Unterstützung in Lebensthemen und im kulturellen und kreativen Bereich erhalten. Ein Ort, wo sich Jugendliche ausserhalb von Schule oder Elternhaus treffen, begleitet von einem Profi.»

Linie und Freiraum
Bis 40 Jugendliche finden sich jeweils am Freitagabend ein. Jan Brändle: «Die beliebteste Öffnungszeit.» Jugendliche treffen sich. Und trotzdem: Um den Uzwiler Jugendtreff ist es erstaunlich ruhig. Seit er eröffnet hat, ist er professionell betreut. Hat keine wüsten Szenen, Schliessungen und Neueröffnungen durchgemacht.

Jan Brändle: «Die Kontinuität in der professionellen Leitung des Treffs ermöglichte über die Jahre eine klare Linie. Werte wie Freude, Toleranz, Respekt, Anerkennung, Wertschätzung, Unterstützung und Hilfsbereitschaft sind der Grundpfeiler der Begegnungen bei uns. Die Jugendlichen verstehen das und tragen diese Philosophie mit, tragen sie nach aussen.»

Integrativer und sozialer Charakter
Die Räumlichkeiten beeinflussen, was im Zentrum alles möglich ist. Billiard, Tanz-atelier, Frauenraum, Räume für Workshops, fürs Malen – einiges musste im Provisorium pausieren. Jan Brändle: «Mit den Jugendlichen zusammen entwickeln und verändern wir unser Angebot am neuen Ort, bauen neu auf.» Unverändert bleibt, dass Jan Brändle viel Zeit und Engagement für Jugendliche investiert, die Hilfe benötigen.

So unterstützt Jan Brändle mit grossem Aufwand in Themen wie der Stellen- und Lehrstellensuche, der schulischen Unterstützung oder der Integration. Er geniesst bei vielen Jugendlichen auch als Ansprechpartner bei persönlichen Problemen und Problemen in der Familie grosses Vertrauen. Gerade auch in diesem Bereich sind das Jugendkulturzentrum und sein Leiter wichtiger Bestandteil in der niederschwelligen Jugendarbeit in der Gemeinde. Für die Gemeinde ist dieses Angebot für Jugendliche nicht wegzudenken.

Und die Jugendlichen?
Wie blicken die Jugendlichen aufs Uzwiler Jugendkulturzentrum? Sie sagens gleich selber. Ein 18-Jähriger meint: «Der Treff ist ein Teil meines Lebens. Seit sechs Jahren bin ich regelmässig hier. Jan hilft mir, dass ich nichts Falsches mache. Ich schätzte die Gespräche mit Jan und die Freizeitaktivitäten mit den Kollegen im Treff.» Zwei junge Damen: «Es ist lustig hier, wir können über alles reden. Wir fühlen uns als Frauen wohl im Treff. Die Jungs bringen uns Respekt entgegen.» Eine andere ergänzt: «Der Respekt uns Frauen gegenüber ist im Treff gut. Und das ist gut so.

Jan lässt uns Jugendliche machen, hat aber eine klare Linie und klare Regeln.» Eine andere junge Dame kommt wegen der guten Gespräche in den Treff. Auch sie schätzt den gegenseitigen Respekt. Einer der Jungs unterstreicht das Vertrauensverhältnis zum Leiter. Deshalb könne er auch mit Problemen zu ihm kommen. Und ja, er kenne viele Jugendtreffs. Der Uzwiler sei der Beste. Ein junger Rapper bringt seinen neuen Song in den Treff. Er meint: «Jan ist wie ein zweiter Vater für mich. Ich bin fast im Treff aufgewachsen. Viele meiner Texte sind hier entstanden. Ohne den Treff hätte ich mehr Scheiss gemacht und wäre vielleicht jetzt im Knast.»

Die Zeit im Provisorium war für die Jugendlichen nicht tragisch. Sie freuen sich aber auf die neuen Räumlichkeiten, weil sie dort wieder mehr Platz haben. Und deshalb auch wieder mehr verschiedene Aktivitäten möglich werden.


Jugendkulturzentrum
Sonenhügelstrasse 1b

Öffnungszeiten
Mittwoch 13.30 bis 18.30 Uhr
Freitag 18 bis 23 Uhr
Samstag 14 bis 19 oder 18 bis 23 Uhr
Sonntag 14 bis 18 Uhr sport4fun in der Turnhalle Schöntalstrasse


Bild: Umzug Jugendkulturzentrum_20x13.33_300ppi_CMYK_DEF
Quelle: Bildform Henau, Peter Dotzauer
Legende: Engagement gehört dazu: Wenn das Jugendkulturzentrum zügelt, legen die jungen Leute selber Hand an.

WEITERE THEMEN
Königliches Spiel am Begegnungsplatz

Bereits zum dritten Mal heisst es am 19., 21. und 23. Juni wieder «Schachtage am Begegnungsplatz».

Auch die Bibliothek ist mit einem spannenden Bücherangebot vor Ort. Natürlich zum Thema Spiele und Schach. Am Mittwoch, 21. Juni, von 13.30 bis 17.30 Uhr sind Kinder und Jugendliche zum grossen Schülerturnier eingeladen. Es winken attraktive Preise, Anmeldung ist nicht erforderlich (Gruppen und Schulklassen bitte anmelden unter bislinwild@bluewin.ch).

Am Freitag, 23. Juni, ab 18 Uhr organisiert der Schachclub als Abschluss der Woche ein öffentliches Gartenschach-Plauschturnier. Wenn Sie mitmachen oder den Schachprofis über die Schultern schauen wollen, sind Sie dort goldrichtig. Freuen Sie sich auf sympathische Begegnungen mit spannendem Denksport. | Christoph Baer

***

Spass bei schönstem Frühlingswetter
Die Schülerinnen und Schüler der Schulanlage Kirchstrasse erlebten bei angenehm warmem und sonnigem Wetter einen spannenden Sporttag mit sportlichen und spielerischen Höhepunkten.

Dieses Jahr trafen sich die Schülerinnen und Schüler von der 3. bis zur 6. Klasse in der Sportanlage Rüti. Es begann mit dem gemeinsamen Einlaufen. Armschwingend und sich dehnend trabte die grosse Schar um den Sportplatz und machte sich für die Spitzenleistungen bereit. Dann galt es im Hochsprung, im Weitsprung, im Ballwerfen, im Schnelllauf und im 800-Meter-Lauf sein Können zu zeigen. Klassenweise übten die Schülerinnen und Schüler einen Tanz ein, den sie alle zusammen vor dem Mittagessen aufführten.

Beim Sporttag wurden sportliche und spielerische Höhepunkte geboten.

Spielturnier am Nachmittag
Am Nachmittag folgten die traditionellen Spielturniere: Die Fünft- und Sechstklässler massen sich im Fussball, die Dritt- und Viertklässler im Brennball. Zum ersten Mal durften die Fussballspiele auf den neuen Feldern der Rüti durchgeführt werden. Ein Dankeschön gilt den Eltern der Elternmitwirkung, die den Kaffee- und Kuchenstand führten, den Frauen des Samaritervereins, die Blessuren pflegten, der Vorbereitungsgruppe, die einen tollen Tag organisierte und allen Schülerinnen und Schülern, die sich toll einsetzten, fair spielten und mit Freude und Spass dabei waren. | PS