Eine Demenzerkrankung stellt für Betroffene und deren Angehörige eine grosse Herausforderung dar. Wie individuell die Krankheit verläuft und wie das Umfeld die Betroffenen unterstützen kann, erklärt Margit Anwander, Neuropsychologin der Psychiatrie St.Gallen Nord im öffentlichen «Referat am Montag» am 24. September in Wil.

Demenzerkrankungen verzeichneten in den vergangen Jahren eine stetige Zunahme. Das Bundesamt für Statistik schätzt, dass in der Schweiz rund 148‘000 demenzkranke Menschen leben. Bei den Betroffenen äussert sich die Krankheit in verschiedenster Form. Das kann erkrankte Menschen und deren Umfeld vor Probleme und Ausweglosigkeit stellen. 

Der Weg bis zur Diagnose ist steinig. Der Weg danach unvorstellbar. Die Welt scheint nicht mehr so zu sein, wie sie einmal war. Bekanntes wird zu Unbekanntem. Oft treffen die Betroffenen auf unvorhersehbare Abzweigungen, werden aus der Bahn geworfen und finden nicht mehr auf den Weg zurück. Wie kann man in einem solchen Fall helfen? Welche Orientierungspunkte gestalten das Leben leichter? Gibt es überhaupt Hoffnung, zwischendurch auf schöne Lichtungen zu treffen? Vieles ist ungewiss nach der Diagnose.

Einen neuen Weg finden 
Margit Anwander (Bild) zeigt in ihrem Referat auf, wie individuell sich eine Demenz entwickelt und dass es im Verlauf einer Erkrankung nicht nur bergab geht. Die gezielte Zusammenarbeit mit Betroffenen und ihren Angehörigen hilft, Orientierung und positive Erlebnisse zu schaffen, damit die an Demenz erkrankten Menschen einen neuen Weg einschlagen können. Die Referentin erklärt, wie das Umfeld eine betroffene Person im Alltag unterstützen kann. Im Anschluss an das Referat bleibt Gelegenheit für Fragen und einen aktiven Austausch.

Zweimalige Durchführung
Die Veranstaltung dauert von 19.30 – 21.00 Uhr. Sie ist öffentlich, die Teilnahme unentgeltlich. Sie findet am 24. September, in Wil, im Hörsaal Haus C03 der Psychiatrie St. Gallen Nord, statt. Es ist keine Anmeldung nötig.