Kultur im Pavillon der Psychiatrie St.Gallen Nord präsentiert vom 27. Oktober bis 25. November die Ausstellung «Das Aufsplitten zweier Kunstarten» der Künstler Marco Gorghini und Richard Gschwend. Die Vernissage findet am Freitag, 26. Oktober ab 18.00 Uhr in Anwesenheit der Künstler statt.

Die Werke der Künstler bewegen sich innerhalb von zwei verschiedenen Kunstarten. Gorghini malt mit Vorliebe auf Leinwänden und konzentriert sich damit auf zweidimensionale Kunst. Im Gegensatz dazu beschäftigt sich Gschwend mit 3D-Kunst. Er schafft unter anderem Skulpturen aus verschiedensten Materialien. Die Ausstellung thematisiert die Aufsplittung dieser zwei Kunstformen.

Kunst als Ausdruck der Persönlichkeit

Der Wiler Maler Marco Gorghini benutzt Kunst, um sein Inneres nach aussen tragen zu können. Es sei ein Prozess von Verarbeitung. Die aktuellen Bilder hängen zu Hause an der Wand, als Spiegel und Reflexionsfläche. So können sie im Innern weiterverarbeitet werden. Für Gorghini bedeutet Kunst Ausdruck, Entlastung und Katharsis. „Ich kann mir meine Sorgen aus dem Leib herausmalen und damit psychische Stabilität gewinnen“, sagt der Künstler. Er entdeckt die Realität im Surrealen und widerspiegelt dies in seiner Kunst. Gorghini setzt sich beim Schaffen seiner Werke mit persönlichen, aktuellen Themen auseinander. Oft malt er auf Leinwänden – am liebsten mit Pigmenten, die er selbst zu Farbe anreibt.

Sie hat etwas Heilendes

Für Richard Geschwend hat Kunst etwas Heilendes. Besonders die Arbeit am Speckstein trägt zur Entschleunigung bei. «Das gibt mir ein gutes Gefühl und macht mich glücklich», erklärt Gschwend. So könne er dem Alltag entfliehen. Der Dekorationsgestalter aus Abtwil verwendet für seine Kunst unterschiedlichste Medien. Mal kommt er dank des Materials auf eine künstlerische Idee, mal bringt eine Idee ihn zum passenden Material. Er schafft Kunst, um anderen seine Welt zu zeigen. Die Ideen dazu entstehen in seinen Träumen oder beim Spazieren.

Ausstellungsdetails

Die Vernissage findet am Freitag, 26. Oktober von 18.00 bis 19.30 Uhr in Anwesenheit der Künstler statt. Annina Pandiani, angehende Kunsthistorikerin, hält die Laudatio und führt in die Werke ein. Die Veranstaltung im Kulturpavillon der Psychiatrie St.Gallen Nord (Zürcherstrasse 30, 9500 Wil) ist öffentlich zugänglich. Ab Samstag, 27. Oktober bis Sonntag, 25. November können die Ausstellungswerke jeweils am Wochenende zwischen 14.00 – 17.00 Uhr besichtigt werden. Es ist keine Anmeldung nötig. Mehr Informationen unter www.psgn.ch

Auf einen Blick

Vernissage: Freitag, 26. Oktober 2018 18.00 – 19.30 Uhr
Ausstellung: Samstag, 27. Oktober 2018 bis Sonntag, 25. November 2018 
Ort: Psychiatrie St.Gallen Nord, Kulturpavillon, Zürcherstrasse 30, 9500 Wil 
Öffnungszeiten: jeweils Samstag und Sonntag von 14.00 – 17.00 Uhr