Permanent hohe Anforderungen im Berufsleben können neben körperlichen Beschwerden auch zu psychischen Belastungen wie Burn-out oder Depression führen. Jörg Bitter, Leitender Arzt der Psychiatrie St.Gallen Nord, zeigt den Zusammenhang von Arbeit und Gesundheit beziehungsweise Arbeit und Krankheit auf.

Das öffentliche «Referat am Montag» findet am 20. Mai in St. Gallen und am 27. Mai in Wil, Beginn 19.30 Uhr, statt.

In der heutigen Arbeitswelt wird alles immer schneller, besser, effizienter – einige Menschen können damit umgehen, andere werden krank.

Digitalisierung sei Dank oder Schuld?

Durch die Digitalisierung hat sich die Arbeitswelt tiefgreifend verändert und sie verändert sich in hohem Tempo weiter. Beschleunigte Arbeitsabläufe, komplizierte Technologien, ständiger Optimierungsdruck und Erreichbarkeit zu allen Zeiten – dies sind Schlagworte, die in Zusammenhang mit den modernen Arbeitsbedingungen häufig auftreten. Auf diese Veränderungen können Menschen entgegengesetzt reagieren: Die einen sehen Herausforderungen und neue Chancen, andere sind überfordert und werden krank, physisch und/oder psychisch.

Macht moderne Arbeit krank?

Haben in den letzten 20 Jahren psychische Erkrankungen tatsächlich zugenommen? Und falls ja, sind die modernen Arbeitsbedingungen daran Schuld? Jörg Bitter zeigt in seinem Referat Zusammenhänge zwischen den modernen Arbeitsbedingungen und psychischen Erkrankungen auf. Auch geht er darauf ein, welche Rolle in diesem Kontext Fachpersonen wie Psychiater und Psychotherapeutinnen spielen. Mehr noch: Er wird zahlreiche Tipps mit auf den Weg geben, wie man in der heutigen Zeit und Arbeitswelt gesund bleibt.

Zweimalige Durchführung

Die Veranstaltung dauert von 19.30 – 21.00 Uhr. Sie ist öffentlich, die Teilnahme unentgeltlich. Am 20. Mai 2019 findet sie in St.Gallen statt (Bahnhofgebäude, Bahnhofplatz 2, 1. Stock, Zimmer 122) und eine Woche später, am 27. Mai, in Wil, im Hörsaal Haus C03 der Psychiatrie St.Gallen Nord. Es ist keine Anmeldung nötig.