Eine politische Komödie in Zusammenarbeit mit dem Fastenopfer aufgeführt im Pfarreizentrum Wil.

"Le Prix de l'Or" ist politische Komödie und Lehrstück in einem für Jugendliche (ab 14 Jahren) und Erwachsene. "Le Prix de l'Or" räsoniert in französischer, deutscher und afrikanischen Sprachen über Konzerverantwortung, über schlechte Regierungsarbeit, über Menschenrechte und über die Gier nach Gold. Starker Tobak, leicht erzählt mit Live-Musik, Tanz und Gesang und einer grossen Portion Humor. Die Schauspielerinnen und Schauspieler schlüpfen in verschiedene Rollen. Der Dorfvorsteher ist sowohl weiss wie schwarz, Mann wie Frau, europäisch wie afrikanisch. So werden Klischees umgebogen, Autoritätsfiguren der Lächerlichkeit preisgegeben und der Komik Platz geboten.

Gabriel Oehri, der für die Kompensationsgeschäfte einer Goldmine zuständig ist, trifft auf Ange Kabore, eine moderne westafrikanische Geschäftsfrau, die zwischen Europa und ihrem Heimatland pendelt. Ihre Wege kreuzen und verbinden sich in Burkina Faso. Der Goldrausch, der das Land im Griff hat, breitet sich immer weiter aus. Wer nicht in einer industriellen Mine arbeitet, versucht sein Glück in einer wilden. Intakte Dörfer werden, mit Versprechungen auf bessere Lebensumstände, umgesiedelt. Mit gravierenden Folgen. Die Entwurzelung, der Verlust des angestammten Bodens und die Missachtung ethnischer Befindlichkeiten bringen das Gleichgewicht in der Bevölkerung und in den politischen Behörden in eine bedrohliche Schieflage. Denn alles drängt, am Golde hängt auch die Frau Pfarrer, der Herr Imam, der Herr Dorfvorsteher, die Frau Minendirektorin, der Herr Politiker aus der Schweiz und dergleichen. Das Gold mit seinen sagenhaften Gewinnen zieht alle in seinen Bann, kurzfristig - denn langfristig sind die Gewinner: die Korruption, die internationalen Minenkonzerne, die Schweizer Goldraffinerien. Als Verlierer stehen die einheimische Bevölkerung und die geschändete Natur da.