Aktuell infizieren sich wieder mehr Personen mit Covid-19. Auch die Zahl der Personen, die wegen der Infektion in Spitalbehandlung müssen, steigt deutlich an, wie der Kanton schreibt. Die Spitäler in St.Gallen sind bereits wieder stark ausgelastet. Die Auslastung der Spitäler stellt für die Regierung des Kantons St.Gallen seit Beginn der Pandemie die relevante Kerngrösse dar. Der Kantonale Führungsstab hat heute Vormittag deshalb diskutiert, welche Massnahmen er im Fall einer drohenden Überlastung der Spitalkapazitäten der Regierung vorschlagen würde, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden.

Einlass zu öffentlichen Lokalitäten nur noch mit Zertifikat

Der Führungsstab des Kantons St. Gallens schlägt für diesen Fall vor, den Einsatz des Covid-19-Zertifikats auszuweiten. So sollen Personen nur noch dann in öffentliche Lokalitäten mit hohem Personalaufkommen Einlass erhalten, wenn sie ein gültiges Zertifikat vorweisen können. Zu den öffentlichen Lokalitäten zählen beispielsweise Bars, Restaurants und Veranstaltungen oder auch Spitäler und Heime. Kontrolliert werden müssten die Gäste und Besucherinnen und Besucher von den Betreiberinnen und Betreibern. Der Kantonale Führungsstab wird nun eine mögliche Umsetzung dieser Massnahme vertieft prüfen. Er würde sie dann zur Umsetzung der Regierung vorschlagen, wenn eine Überlastung der Spitalkapazitäten droht.

Impfquote im Kanton zu tief

Die Ausweitung des Einsatzes des Covid-19-Zertifikats wäre aus Sicht des Kantonalen Führungsstabs deshalb notwendig, weil die Impfquote im Kanton St.Gallen aktuell zu tief sei. Wer sich noch keine Meinung zur Impfung gegen das Coronavirus gebildet hat, soll sich deshalb jetzt informieren, schreibt der Kanton St. Gallen. Dies könne man auf der kantonalen Website unter http://www.sg-impft.ch tun.