Bald ein Jahr ist es her, dass die Social-Media-Plattform Facebook von einem Datenleck betroffen war. 1,6 Millionen Daten von Schweizer Nutzerinnen und Nutzern seien damals gestohlen worden, heisst es in einer Nachricht der Kantonspolizei St. Gallen. So könnten die Täter Zugang zu diesen Accounts erlangen und im Namen von unschuldigen Nutzern Kinderpornografie-Videos hochladen. Der Mutterkonzern Meta, unter dessen Dach Facebook und Instagram agieren, würde solche Konten erkennen und anschliessend löschen. Die Daten würden dann den US-Behörden gemeldet, welche wiederum die Strafverfolgungsbehörden der jeweiligen Länder informieren würden. Dabei könnten auch Unschuldige ins Visier der Strafverfolgungsbehörden geraten. Bei der Kantonspolizei St. Gallen seien bereits «einige Fälle bekannt», wie es in der Nachricht weiter heisst.

Passwort ändern und Strafanzeige stellen

Die Kapo SG empfiehlt «dringend», die Passwörter für den Facebook- resp. Instagram-Account sowie für das damit verknüpfte Mail vorsorglich zu ändern. Weiter heisst es seitens Kapo SG: «Sollten Accounts gehackt werden, wird dringend geraten, eine Strafanzeige bei der lokalen Polizeistation zu erstatten.» So könne dokumentiert werden, dass das kinderpornografische Material nach einem Hacker-Angriff durch Dritte hochgeladen wurde. Zudem könnten nur so weitere Ermittlungen zur Täterschaft eingeleitet werden.