Seit dem die Massnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus verschärft wurden, gingen ab dem 20. März mehrere hundert Anrufe aus der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Virus bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei St. Gallen ein. «Wir haben bis letzten Freitag die jeweiligen Zahlen gemeldet», sagt Hanspeter Krüsi, Kommunikationsleiter der St. Galler Kapo, auf Anfrage von hallowil.ch. Grund dafür ist, dass sich die Zahlen der Meldungen mittlerweile stabilisiert haben. Und deshalb verzichte die St. Galler Kapo auf die Erhebung und Kommunikation von Zahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. «Bei den Patrouillen stellen wir fest, dass die Vorschriften gut eingehalten werden», erklärt Krüsi den Entschluss. 

Auch bei der Kantonspolizei Thurgau sind seit Mitte März und der Einführung der verschärften Massnahmen einige Anrufe in Zusammenhang mit dem Corona-Virus eingegangen. «Neben allgemeinen Fragen zum Thema melden die meisten Anrufer Widerhandlungen gegen die Covid-19-Verordnung», sagt Daniel Meili, Mediensprecher der Kapo Thurgau. Also beispielsweise Personen, welche die Distanzregeln im öffentlichen Raum nicht einhalten oder Geschäfte oder Restaurants, die trotz Verbot geöffnet sind oder nicht erlaubtes Sortiment verkaufen. «Diese Hinweise werden dann durch unsere Polizeipatrouillen überprüft», so Meili. Menschenansammlungen werden aus dem ganzen Kanton gemeldet, beispielsweise aus Parkanlagen, von Spiel- und Sportplätzen, Seeufern oder auch Grillstellen. «Vor allem an den vergangenen Wochenenden hatten sich solche Meldungen gehäuft», weiss Kapo-Sprecher Meili. Aber: Auch die Thurgauer Kapo macht die Erfahrung, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung gut an die Regeln hält. «Es gibt aber nach wie vor Uneinsichtige, die sich der Gefahr nicht genug bewusst sind oder die Regeln bewusst missachten», sagt Meili.