In der Silvesternacht habe die Kapo SG rund 70 Einsätze geleistet, wie es im entsprechenden Communiqué heisst. Die Zahl der Einsätze entspräche in etwa jenen der vergangenen Jahre. Weiter heisst es bei den St. Gallern: «Besonders beschäftigt haben Vorfälle mit Feuerwerk, Ruhestörungen und Interventionen im häuslichen Bereich. Grössere Vorfälle blieben jedoch aus.»

Ähnlich tönt das Communiqué der Kapo TG: «Von Freitagabend bis Samstagmorgen gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale rund ein Dutzend Meldungen über Ruhestörungen im Zusammenhang mit Party- oder Feuerwerkslärm ein. In drei Fällen wurden Briefkästen respektive ein Robidog-Behälter mit Feuerwerk beschädigt. Bei fünf kleineren Bränden blieb es bei Sachschaden, verletzt wurde niemand.»

Feuerwerk und Brände im Kanton St. Gallen

In Uzwil seien zwei Abfalleimer mutmasslich mit Feuerwerk stark beschädigt worden. Ausserdem hätten die Beamten ausrücken müssen, weil Personen Böller oder Raketen gegen Gebäude gezündet und auf fahrende Autos geworfen hätten. Zudem seien in Oberbüren, Ebnat-kappel und Rorschach Niederflurcontainer und in Heerbrugg eine Hecke in Brand geraten. In allen Fällen hätten die Brände rasch gelöscht werden können. «Nach ersten Erkenntnissen war abgelassenes oder falsch entsorgtes Feuerwerk Grund für die Brände», ist aus dem Communiqué der Kapo SG zu erfahren. Der entstandene Sachschaden werde insgesamt auf mehrere tausend Franken geschätzt.


Ruhestörungen, Streitereien, Tätlichkeiten

In rund zehn Fällen hätten die St. Galler Beamten wegen Ruhestörung im privaten sowie öffentlichen Bereich für Ruhe gesorgt. An drei Örtlichkeiten mussten die Beamten wegen persönlicher Lebenskrisen von Personen vorsprechen, diese seien teilweise fachärztlich begutachtet worden. In sechs Fällen mussten Patrouillen der Kantonspolizei St. Gallen bei Streitereien im Privatbereich intervenieren und schlichten. Aus Sargans und Rapperswil-Jona wird zudem je eine Auseinandersetzung Barbesuchenden gemeldet. Die Kapo SG habe schlichten können, Verletzte seien keine bekannt.

Vorfälle mit Tieren

In zwei Fällen konnte die Kantonspolizei St. Gallen entlaufene Hunde wieder an ihre Herrchen und Frauchen vermitteln.

Führerausweisentzug im Thurgau

Die Thurgauer Beamten erwischten zudem einen Blaufahrer. So heisst es im Communiqué der Kapo TG: «Um 2.15 Uhr kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau in Amriswil einen Autofahrer, der zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen war. Weil die Atemalkoholprobe beim 21-jährigen Schweizer einen Wert von 0,58 mg/l ergab, wurde sein Führerausweis auf Probe zu Handen des Strassenverkehrsamts eingezogen.»

Wie waren die letzten drei Silvesternächte in der Region?

Vor genau einem Jahr, also am 1. Januar 2021, vermeldete hallowil.ch die Nachricht der Kapo SG, dass die Nacht mit rund 60 Einsätzen zwar eine intensive gewesen sei, grössere Zwischenfälle habe es aber keine gegeben. 

2020 sei eine eher ruhige Nacht gewesen, wobei sich auffällig viele Verkehrsunfälle ereignet hätten. Kapo-SG-Sprecher Hanspeter Krüsi vermutete damals, dass damals lokal einige Stellen vereist gewesen und dies der Grund für die Häufung gewesen sei.

Auch 2019 mussten die Beamten ausrücken, oftmals wegen übermässigen Alkoholkonsums. Dennoch sei auch diese Silvesternacht eine eher ruhige gewesen.