Die Aufgabenstellung des Freundeskreises gilt in erster Linie der Unterstützung des Klosters und den Schwestern bei ihrer Arbeit. Die 315 eingeschriebenen Mitglieder leisten mit ihrem Jahresbeitrag einen namhaften Beitrag zum Erhalt klösterlicher Einrichtungen, aber auch in der Begleitung der betagten Schwestern. Mit der aktuellen Diskussion um die Wiler Oberstufenfrage mit dem vom Stadtrat angedrohten Ausstieg fühlt man sich auch in Freundeskreisen herausgefordert, sich für den Erhalt der Klosterschule einzusetzen. Präsidentin Esther Spinas liess dazu Stiftungspräsident Armin Eugster zu Wort kommen.

Aufbauende Dienste im Klosterleben

In ihrem Jahresbericht informierte die Präsidentin über abwechslungsreiche Tätigkeiten. Die Begleitung der Schwestern nimmt im Jahresablauf breiten Raum ein, von hohen Geburtstagen, Hilfestellungen im Tagesablauf bis zum Angebot für einen Ausflug. Ein besonderes Augenmerk widmete sie dem Abschied aus dem Leben von Sr. Thomas, der früheren Priorin und Leiterin der Mädchensekundarschule. Sie habe auf 61 Jahre Profess zurückblicken dürfen.

Der Freundeskreis leistete auch einen Beitrag an die Renovation der Klosterkirche mit der Finanzierung Restaurierung der Engelsfiguren. Schon in früheren Jahren wurden unter anderem namhafte Beiträge zur Neuordnung der Bibliothek gesprochen. 


Finanzen für kommende Aufgaben

Die 50 anwesenden Mitglieder nahmen die Rechnung 2018 bei einem Ertrag von 9640 Franken und einem Überschuss von 2470 Franken ohne Diskussion ab. Für kommende Aufgaben im Rahmen des Klosterlebens stehen neu 58'700 Franken zur Verfügung.

Zum Traktandum Erneuerungswahlen stellte sich der ganze Vorstand und die Präsidentin wieder zur Verfügung. Nebst Präsidentin Esther Spinas gehören Claudia Von Allmen-Ruisinger, Fabienne Brandenberger-Amrhein, Hans Suter, Irene Klein-Schnelli, Maria Huber-Ammann und Ursula Wehrli-Looser dem Vorstand an. Von Amtes wegen gehört auch die Priorin des Klosters, Simone Hofer, dem Vorstand an. Auch die GPK mit Kurt Maria Staubli, Monika Hürsch und Richard Stolz bleiben im Amt. 

Werbung zum Erhalt der Klosterschule

Armin Eugster, Stiftungspräsident der Klosterschule, ergriff unter «Allgemeines» das Wort zum Thema Kündigung für das Kathi seitens der Stadt, ab dem Jahr 2024 nicht mehr mit der Klosterschule zu planen. Mit Blick auf die bisher erbrachten Leistungen sei dieser Schritt eine grosse Enttäuschung. Sollte der Austritt zu Stande kommen, verliere die Stadt eine bereichernde Bildungsvielfalt. Der alljährliche Zustrom an Mädchen bestätige das Bedürfnis, bekanntlich bestehe kein Zwang für einen Eintritt. Offensichtlich fehle dem Stadtrat der Glaube für einen Mehrwert im Bildungsbereich.

Seitens der Stiftung habe man auch die Beschulung von Knaben angeboten, allerdings in einem separaten Schulhaus. Das Angebot des Stadtrates mit 25-Prozent-Anteil hätte zum Beispiel für 60 Knaben über drei Klassen geführt, was pädagogisch ungünstig und finanziell nicht tragbar wäre. Der Vorschlag der Stiftung mit einer Bandbreite um 30 Prozent wie in St. Gallen wäre mit 100 bis 120 Knaben und Mädchen vertretbar. Die Stiftung erwartet für diesen Vorschlag im Parlament eine Mehrheit. Eine nachfolgende Volksabstimmung käme der Stiftung nicht ungelegen, so Eugster. Dazu lud er die Mitglieder des Freundeskreises ein, sich aktiv für den Erhalt des Kathi einzusetzen.