Rund um die Wiler Schule St. Katharina wird es auch in nächster Zeit nicht ruhig werden. Zuerst mussten die Verantwortlichen der Mädchensekundarschule kurz vor Weihnachten den Entscheid des St. Galler Verwaltungsgerichts verdauen. Dieser sagt, dass der Schulvertrag zwischen der Stadt Wil und der Stiftung Schule St. Katharina verfassungswidrig ist. Deshalb wird dieser Vertrag aufgehoben. Am Dienstag meldet sich die Schule mit einer Medienmitteilung und findet klare Worte: Der Stiftungsrat und die Kathi-Mitarbeiter, aber auch Schülerinnen und deren Eltern wissen erneut nicht, wie es mit der Schule weitergehen wird. Armin Eugster, Stiftungsratspräsident der Schule St. Katharina, ist davon überzeugt, dass die Wiler Schule eine Zukunft hat. Im hallowil.ch-Video-Interview erzählt er, dass die ganze Geschichte von zwei Faktoren abhängig sei: «Einerseits vom juristischen Weg und andererseits vom politischen Willen.» So habe die Stiftung mit der Schaffung von Buben- und Realklassen, ein gutes Angebot gemacht. «Wir denken, dass dies eine Vielfalt und ein Mehrwert für unsere Stadt ist», so Engster.

 
Armin Eugster, Stiftungsratspräsident der Schule St. Katharina, im Video-Interview. (Video: Magdalena Ceak)

Wird nun eine Beschwerde eingereicht?

Gleich zu Beginn des Interviews betont Eugster, dass das Vorgehen der Schule St. Katharina in den letzten Jahren «nicht rechtswidrig ist». Denn beim Entscheid des Verwaltungsgerichts gehe es lediglich um den Nachtrag, den das Parlament im Februar 2016 beschlossen habe. Auf die Frage, ob der Stiftungsrat Beschwerde gegen den Gerichtsentscheid einreichen werde, antwortet Eugster: «Aus der aktuellen Sicht tendieren eher zu einem Ja.» Es gebe mehrere Gründe, die für eine Beschwerde sprechen. Aber dies entscheide er das nicht alleine, sondern der gesamte Stiftungsrat. Ob es schlussendlich zu einer Beschwerde kommen werde, werde sich nach einer Analyse und Absprache mit dem Wiler Stadtrat zeigen