In der Ausserrhoder Gemeinde hatten gleich vier Gemeinderäte ihren Rücktritt gegeben. Von den neu antretenden Kandidaten machte Kathrin Dörig am meisten Stimmen und überbot das Absolute Mehr deutlich. Sie vereinte gar zwei Stimmen mehr auf sich als der amtierende und wiedergewählte Gemeinderat Marco Sütterle. Noch kennt Dörig nicht alle ihre Gemeinderats-Kollegen. Mangels Kandidaten blieb im ersten Wahlgang ein Sitz vakant und es kommt zu einem zweiten Wahlgang – oder zu einer stillen Wahl, falls bis am Mittwochabend genau eine Person kandidiert. Dörig wird ihr 60-Prozent-Pensum bei der Stadt Wil als Kulturbeauftragte behalten.

Kathrin Dörig ist nicht die erste Verwaltungsangestellte der Stadt, die dieses Jahr in ein politisches Amt einer anderen Gemeinde gewählt wird. Am 10. Februar hatte Philipp Gemperle, Kommunikationsverantwortlicher der Stadt Wil, in einer Kampfwahl den Einzug in den Romanshorner Stadtrat geschafft. Auch dort ist ein zweiter Wahlgang ausstehend – um den neuen oder alten Gemeindepräsidenten zu wählen. An ebendiesem 10. Februar war Hansueli Reutegger, seit 2004 Leiter des Wiler Steueramts, in den Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden gewählt worden. (sk/sdu)