Dass beim FC Wil der Trainer der bekannteste Name ist, hat jüngst Schule gemacht. Zuerst Ciriaco Sforza, der dann zum FC Basel weiterzog. Nun mit Alex Frei nicht «nur» der nächste ehemalige Schweizer Nationalspieler, sondern gar der beste Torschütze aller Zeiten in der «Nati». Nachwuchs-Förderung steht an oberster Stelle.

Es gab vor noch nicht allzu langer Zeit aber Momente, da waren die Spieler bekannter als die Trainer. Da spielten der Champions-League-erprobte André Santos genauso im Bergholz wie der ehemalige türkische Nationalspieler Egemen Korkmaz, um nur zwei Beispiele zu nennen. Das war zwischen Sommer 2015 und Anfang 2017, als der Verein an die türkische Investorengruppe um Mehmet Nazif Günal (MNG) verkauft worden war und plötzlich von Champions League statt Challenge League die Rede war.

Wie nun bekannt wird, wollten die türkischen Investoren einen ganz Grossen als Übungsleiter verpflichten. Nämlich Trainer-Legende Christoph Daum, der zuvor unter anderem die türkischen Grossklubs Besiktas und Fenerbahce Istanbul trainiert hatte. Daum sagt in einem Interview des Sonntags Blick: «Als türkische Investoren den FC Wil übernommen haben, da wollten sie mich in die Schweiz holen.» Er legt dann nach: «Aber dieses Projekt war ja von Anfang an zum Scheitern verurteilt.»