Jahr für Jahr wechseln in Uzwil etwa 130 Sechstklässler von der Primarschule an die Oberstufe. Sekundar- oder Realklasse? Diese Frage beschäftigt sie, beschäftigt Eltern und Lehrpersonen. Was entscheidet? Das kantonale Promotions- und Übertrittsreglement und ergänzende Bestimmungen des Schulrates geben Auskunft. Entscheidend sind die Empfehlungen der Lehrpersonen der sechsten Primarklasse und das Notenbild des gesamten Schuljahres der sechsten Klasse. Knapp zwei Drittel der Schüler besuchen anschliessend die Sekundarstufe.

Der Schulrat kann für die erste Sekundarklasse eine Probezeit vorsehen. So legen es die kantonalen Grundlagen fest. Und von dieser Möglichkeit hat der Uzwiler Schulrat Gebrauch gemacht. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass nur einzelne Schüler durch die Probezeit gerasselt sind. «In diesem Schuljahr haben alle Schüler die Probezeit bestanden», sagt Schulratspräsident Daniel Wyder. «Der Übertritt in die Oberstufe ist grundsätzlich schon ein grosser Schritt für die Schüler, die Probezeit ein zusätzlicher Druck, der nicht nötig ist», berichten Mary Baumgartner und Christoph Eggenberger aus ihrer Erfahrung als Schulleitungen der Oberstufen. Ist ein Schüler in der ersten Sekundarklasse überfordert, kann im Einverständnis mit den Eltern ein Übertritt in die Realklasse unkompliziert auch während des ganzen Schuljahres erfolgen. Dazu braucht es keine Probezeit, ist der Schulrat überzeugt.

Die wenigen Wechsel nach der Probezeit hätten auch gezeigt, dass die Einschätzungen der Primarlehrpersonen in den vergangenen Jahren sehr gut gewesen seien, wird argumentiert. (gk)