Das Alleeschulhaus ist derzeit in aller Munde. Denn der Pausenplatz ist nach wie vor mit Baugittern eingezäunt, damit dieser an den Abenden nicht von Jugendlichen benutzt wird und damit die Cornoa-Schutzmassnahmen eingehalten werden können. Das Schulhaus ist derzeit aber auch in der Politik ein Thema. Denn es entspricht in mehreren Punkten nicht mehr den heutigen Ansprüchen. So fehlen zum Beispiel eine Aula und eine Turnhalle. Prisma-Vollversammlungen müssen im benachbarten Stadtsaal stattfinden, für Sport-Lektionen wird die Turnhalle an der Kantonsschule genutzt. Der Weg dorthin ist allerdings weit und nimmt viel Zeit in Anspruch.

Acht Klassen werden in der Schuleinheit Allee unterrichtet. Ausgelegt ist das Schulhaus allerdings für deren sechs. Es muss auf das Gebäude der Zürcherstrasse 2 ausgewichen werden, wo aktuell Halbklassen-Unterricht sowie Englisch- und Religionslektionen stattfinden.

Kathi-Frage entscheidet Allee-Zukunft

Kurzum: Es besteht Handlungsbedarf im Alleeschulhaus. Aber was tun? Stadtparlamentarier Marcel Malgaroli (FDP) hat sich der Thematik angenommen und im März eine Interpellation eingereicht, bei welcher es um dieses Thema geht. Mittlerweile liegen die Antworten des Stadtrates vor und die Interpellation ist auf der Traktandenliste der nächsten Stadtparlamentssitzung vom 4. Juni. «Klar nicht zufriedenstellend ist, dass für die Beschulung dieser acht Klassen zusätzliche externe Räume benötigt werden», schreibt die Exekutive.

Aus deren Sicht ist nun entscheidend, wie es mit der Oberstufe Sonnenhof weitergeht. Dies wiederum hängt mit der Frage zusammen, ob die Mädchen-Schule St. Katharina eine Zukunft hat. An der Zürcherstrasse gibt es eine Liegenschaft (Grundstücknummer W18), welche in städtischem Besitz ist und in der Zone für öffentliche bauten liegt. Wenn der Sonnenhof zu einer Primarschule umfunktioniert wird, braucht es für die Schule Allee keine zusätzlichen Zimmer. Das wäre der Fall, wenn das Kathi bestehen bleibt. Ein Neubau an der Zürcherstrasse wäre dann für einen Doppelkindergarten als Ersatz für die Kindergärten Lenzenbühl und Stöckli, eine Aula und schulergänzende Betreuung vorgesehen. Wird das Kathi abgeschafft und bleibt der Sonnenhof somit eine Oberstufe, müsste der Neubau neben einem Doppelkindergarten und einer Aula mit Tagesstruktur auch Raum für vier Primarklassen bieten.

Stadt hat keinen anderen Verwendungszweck

Für den Stadtrat ist kein Thema, das Alleeschulhaus einem anderen Verwendungszweck zuzuführen und somit den Schulbetrieb in diesen historischen Räumen einzustellen. Das Gebäude befinde sich baulich in einem guten Zustand, die Raumstruktur sei passend und das Schulhaus zentral gelegen, womit viele Schüler zu Fuss kommen könnten. «Ein anderer Verwendungszweck liegt nicht unmittelbar auf der Hand», schreibt der Stadtrat.