Beim FC Wil scheint je länger je mehr der Wurm drin zu sein. Vor allem gegen Mannschaften, die in der Rangliste hinter ihm klassiert sind, tut sich er sich im Jahr 2019 wiederholt schwer – sehr schwer sogar. Fünf erzielte Tore in den ersten acht Spielen des Jahres sprechen eine klare Sprache. Daran konnte auch nichts ändern, dass im Heimspiel gegen Kriens Stürmer Silvio nach knapp zweimonatiger Verletzungsabsenz sein Comeback gab. Zwar hatte der Routinier kurz vor dem entscheidenden Gegentor beim Rebound eines Lattenschusses von Sergio Cortelezzi eine vorzügliche Möglichkeit auf seinen sechsten Saisontreffer, jedoch konnte Jan Elvedi knapp vor der Linie noch klären.

Es war eine von zwei Wiler Torchancen, bei welchen den gut 1100 Zuschauern der Torjubel im Hals stecken blieb. Die zweite hatte Sandro Lombardi in der Schlussphase, als sein Schlenzer aus halbrechter Position von Kriens-Goalie Simon Enzler mit einer spektakulären Parade noch um den Pfosten gedreht wurde. So aber setzte es gegen «Lieblingsgegner» Kriens die erste Niederlage seit Oktober 2006 ab. In elf Spielen gegen die Innerschweizer hatte es zuvor immer mindestens einen Punkt gegeben.

Nur ein Tor pro Spiel

Auch wenn die Wiler den Ball fast doppelt so lange in ihren Reihen hatten als der Gegner, und auch wenn sie zu mehr als doppelt so vielen Abschlüssen gekommen waren wie Kriens, so ist festzuhalten, dass beiden Äbtestädtern manches nicht mehr so ist wie im erfolgreichen Herbst. Vor allem die Offensive ist nicht mehr wiederzuerkennen. Das lässt sich anhand dieser Gegebenheit untermauern: Seit Mitte November hat der FC Wil in zwölf Spielen nur noch sieben Tore erzielt. In keiner dieser Partien ist es ihm gelungen, mehr als einen Treffer zu bewerkstelligen. Die Strafraumpräsenz ist zu gering dafür. 26 Tore in 26 Saisonspielen sind der mit Abstand schlechteste Wert aller Challenge-League-Teams. Die anderen Mannschaften haben alle schon mindestens fünf Tore mehr erzielt.

Das Spiel gegen Kriens war ein gutes Beispiel, um die Harmlosigkeit vor dem Tor aufzuzeigen. Auch wenn die Wiler in der Schlussphase auf den Ausgleich drückten, so schaute zu wenig Zählbares raus. Die Leichtigkeit des Herbstes ist weg – und nun zum Beispiel bei den Kriensern zu sehen, die eine ihrer wenigen Chancen verwerteten. Kurz nach der Pause flankte Omer Dzonlagic von links zur Mitte, wo Saleh Chihadeh aus kurzer Distanz per Kopf traf. Der Innerschweizer Stürmer scheint gerne gegen Wil zu spielen. An allen drei Toren der Krienser in dieser Saison gegen den FC Wil war er beteiligt. Eine Vorlage und zwei Tore stehen zu buche.

Zweitschlechteste Mannschaft des Jahres

Es brachte den Wilern auch nichts, dass sie Liga-Topskorer Nico Siegrist einmal mehr gut unter Kontrolle hatten und er gegen die Äbtestädter weiterhin auf einen ersten Saisontreffer warten muss. Wer so wenige Tore schiesst und sich dann auch noch defensive Schnitzer leistet wie der FC Wil, muss sich nicht wundern, die zweitschlechteste Mannschaft des Jahres zu sein.

Trainer Konrad Fünfstück sprach von einer «couragierten, engagierten Leistung» seiner Mannschaft. Gegen einen «engmaschigen, tief stehenden Gegner» sei es aber schwierig gewesen und das «Spielglück» habe gänzlich gefehlt. «Es ist eine sehr ärgerliche und unglückliche Niederlage, die wir akzeptieren müssen. Es gilt nun, nicht unruhig zu werden. Entscheidend ist die Leistung. Und diese hat heute gestimmt», sagte Fünfstück. Immerhin resultierte aus den nur gerade acht begangenen Fouls lediglich eine Verwarnung, womit von den neun vorbelasteten Spielern am Dienstag in Vaduz einzig Fuad Rahimi gesperrt ist.

Die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch)

 
Captain Sandro Lombardi und Trainer Konrad Fünfstück äussern sich zur dritten Heimniederlage der Saison.

FC Wil 1900 – SC Kriens 0:1 (0:0)

IGP-Arena: 1120 Zuschauer. – Sr: Bieri.

Tor: 51. Chihadeh 0:1.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, Gasser (63. Audino); von Niederhäusern (88. Hoxha), Zé Eduardo (69. Schmid), Breitenmoser, Schäppi (63. Hefti); Lombardi; Cortelezzi, Silvio.

SC Kriens: Enzler; Urtic, Elvedi, Fanger, Mijatovic; Siegrist (94. Ulrich), Wiget, Sadrijaj, Dzonlagic (65. Costa); Chihadeh (89. Berisha), Sulejmani (54. Sukacev).

Bemerkungen: Wil ohne Schällibaum (krank), Gonçalves (verletzt), Chande, Beka, Herrmann, Scholz, Sejdija, Herter und Gülünay (nicht im Aufgebot). Kriens ohne Selmani (verletzt), Kleiner, Bürgisser, Brügger, Rüedi, Hasanaj und Seferagic (nicht im Aufgebot). – 49. Lattenschuss Cortelezzi. – Verwarnung: 75. Rahimi (Foul, im nächsten Spiel gesperrt).

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
So schlitterte der FC Wil in die vierte Niederlage im achten Spiel des Jahres.


Challenge League, Resultate, 26. Runde:
Wil - Kriens 0:1
Aarau - Schaffhausen 3:2
Lausanne-Sport - Chiasso 1:1
Vaduz - Rapperswil-Jona 3:2
Servette - Winterthur 5:2

Rangliste:
1. Servette 26/54. 2. Lausanne-Sport 26/44. 3. Aarau 26/40. 4. Winterthur 26/39. 5. Wil 26/35. 6. Kriens 26/32. 7. Vaduz 26/31. 8. Schaffhausen 26/28. 9. Chiasso 26/27. 10. Rapperswil-Jona 26/24.

Nächste Spiele (27. Runde):
Dienstag, 2. April: Vaduz - Wil (19.00 Uhr), Kriens - Aarau (20.00 Uhr), Schaffhausen - Winterthur (20.00 Uhr).
Mittwoch, 3. April: Lausanne-Sport - Servette (20.00 Uhr), Rapperswil-Jona - Chiasso (20.00 Uhr).

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Der Liveticker:

Das soll's gewesen sein aus der IGP-Arena. Im Namen von hallowil.ch bedanke ich mich, dass Sie heute live dabei waren. Seien Sie auch am nächsten Dienstag wiederum mit von der Partie, wenn der FC Wil in Liechtenstein beim FC Vaduz gastiert. Alles Wissenswerte wird für Sie Simon Dudle übermitteln. Bis dahin wünsche ich Ihnen einen schönen Abend und einen guten Sonntag.

Die Wiler verlieren das heutige Spiel gegen den SC Kriens mit 0:1. Nach dem Treffer der Krienser hatten Wiler zu wenig anzubieten, um doch noch als Sieger das Spielfeld zu verlassen. Zu wenig kreativ traten die Wiler auf, als dass Sie doch noch ein Tor hätten erzielen können. Zwar hatten die Wiler 64 Prozent Spielanteile und mit 13:6 das deutlich bessere Schussverhältnis, sie konnten aber aus dieser Überlegenheit kein Profit ziehen. Das heutige Spiel war ein klassischer Vergleich zwischen einer Mannschaft, der es nicht läuft, und einer, der es läuft.

95. Minute: Schiedsrichter Bieri pfeifft die Partie ab. Der FC Wil verliert gegen den SC Kriens mit 0:1.

94. Minute: Vierter Wechsel beim SC Kriens: Anstelle von Siegrist spielt neu Ulrich.

90. Minute: Vier Minuten werden nachgespielt.

89. Minute: Wechsel beim SC Kriens: Anstelle von Chihadeh spielt neu Berisha.

88. Minute: Letzter Wechsel beim FC Wil: Für von Niederhäusern kommt neu Hoxha.

87. Minute: Grosschance für den FC Wil: Lombardi mit einem schönen Schuss. Die Parade von Enzler ist aber noch besser. Der Goalie lenkt den Ball noch um den Pfosten. Der Ball hätte gepasst.

85. Minute: Lombardi versucht es aus grosser Distanz. Auch dieser Schuss geht weit am Tor vorbei.

84. Minute: Langer Ball von Audino auf den Kopf von Havenaar. Dessen Kopfball ist aber zu harmlos. Enzler hat keine Probleme, den Ball zu halten.

83. Minute: Schuss von Lombardi von der Strafraumgrenze, aber deutlich übers Tor.

80. Minute: Brotlose Kunst. Hefti gegen vier Gegenspieler. Mit einem schönen Trick lässt er diese aussteigen. Es hilft aber nicht viel, wenn keine Anspielstationen vorhanden sind. So ist der Ball schon wieder weg.

77. Minute: Gute Chance für Wil. Lombardi mit einer Flanke von der rechten Seite. In der Mitte verpasst Cortelezzi den Ball mit dem Kopf nur um Zentimeter.

75. Minute: Die erste Verwarnung des Spiels: Nach einem Foul an Mijatovic sieht Rahimi die gelbe Karte. Er fehlt somit am nächsten Dienstag gegen den FC Vaduz.

73. Minute: Gute Chance für die Wiler: Nach einem Freistoss von Breitenmoser löst sich Cortelezzi gut vom Gegenspieler und köpft aufs Tor. Der Ball geht aber knapp an linken Pfosten vorbei.

72. Minute: 1120 Zuschauer sind heute in der IGP-Arena.

69. Minute: Wechsel beim FC Wil: Für Zé Eduardo spielt neu Schmid.

69. Minute: Das muss das 2:0 für Kriens sein: Nach einer guten Ballstaffette schliesst der eingewechselte Sukacev auf 15 Metern direkt ab. Der Ball schrammt nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Da wäre Kostadinovic chancenlos gewesen.

65. Minute: Wechsel beim SC Kriens: Für Dzonlagic spielt neu Costa.

63. Minute: Doppelwechsel bei Wil: Für Schäppi kommt Hefti und für Gasser spielt neu Audino.

61. Minute: Breitenmoser versucht es aus 25 Metern, verzieht aber klar.

58. Minute: Die Wiler scheinen nach dem Gegentreffer erstarrt.

54. Minute: Erster Wechsel beim SC Kriens: Für Sulejmani spielt neu Sukacev.

51. Minute: TOOOOOR für den SC Kriens durch Chihadeh zum 0:1. Nach einer Flanke von Dzonlagic spingt Chihadeh in der Mitte höher als Gasser und köpft aus drei Metern den Ball ins Tor. Kostadinovic ist ohne Chance.

49. Minute: Sehr gute Chance für die Wiler! Cortelezzi setzt den Freistoss von der Strafraumgrenze an die Latte. Silvio bekommt den Ball auf den Kopf und bringt ihn aufs Tor. Elvedi kann aber vor der Linie noch klären. Das war die beste Chance des gesamten Spiels.

48. Minute: Gute Freistosschance für die Wiler nach einem Foul von Sadrijaj an Zé Eduardo an der Strafraum-Grenze.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Hoffen wir, dass die Wiler - wie meistens in dieser Saison - in der zweiten Halbzeit besser spielen als in der ersten. Beide Mannschaften kommen mit demselben Personal aus der Kabine.

Schauen wir noch kurz auf die anderen Plätze in der Challenge League. Zwischen Lausanne-Sport und Chiasso steht es nach 63 Minuten 1:1, im Rheinpark in Vaduz - wo der FC Wil am Diesntag gastiert - führen die Liechtensteiner gegen Rapperswil-Jona nach 22 Minuten mit 1:0. Um 19 Uhr trifft dann der FC Aarau auf dem Brügglifeld auf den FC Schaffhausen.

Halbzeit im Wiler Südquartier. Das Spiel lebt von der Spannung. Nach einer guten Startphase beider Mannschaften flachte das Spiel merklich ab, wobei der SC Kriens noch die etwas aktivere Mannschaft war, ohne sich wirklich gefährliche Chance zu erarbeiten. So konnte auch Schiedsrichter Bieri ohne Nachspielzeit die erste Halbzeit beenden.

45. Minute: Abpfiff der ersten Halbzeit.

44. Minute: Breitenmoser holt sich nach einem Foul an Wiget noch einige pädagogische Tipps von Bieri ab. Der Unparteiische lässt die Karte aber stecken.

42. Minute: Die Krienser versuchen es mit einem Konter. Rahimi klärt aber sehr gut.

41. Minute: Erster Eckball für die Wiler. Dieser bringt aber nichts ein.

38. Minute: Freistoss für die Wiler, nach einem Foul von Sadrijaj an Zé Eduardo. Der Freistoss von Lombardi kommt zu Havenaar, dieser köpft aber weit am Tor vorbei.

37. Minute: Die Wiler versuchen es mit einem Konter. Schäppi wird aber von Urtic abgelaufen.

34. Minute: Und wieder versuchen es die Krienser. Diesmal über die rechte Seite. Nun ist es Cortelezzi, der im eigenen Strafraum klären kann.

33. Minute: Die Krienser kommen aber Links. Havenaar kann die Flanke aber klären.

29. Minute: Da bringen die Wiler die Kugel nicht weg: Nach einem geblockten Schuss von Dzinlagic kommt Siegrist an der Strafraumgrenze frei an den Ball. Er verzieht aber deutlich. Normalerweise macht er solche Chancen.

28. Minute: von Niederhäusern versucht es aus spitzem Winkel. Enzler hat aber keine Probleme den Ball zu entschärfen.

27. Minute: Die Krienser werden wieder aktiver. Die letzten Pässe in den Strafraum kommen aber nicht an.

24. Minute: Da fordern die Krienser einen Elfmeter. Chihadeh kommt im Strafraum im Zeikampf mit von Niederhäusern zu Fall. Die Pfeiffe von Schiedsrichter Bieri bleibt aber stumm. Durchschnaufen.

23. Minute: Die Krienser kommen über die linke Seite mit Sulejmani. Seine Flanke kann Havenaar aber noch von Chihadeh klären.

21. Minute: Zé Eduardo versucht es aus gut 30 Metern. Enzler hat keine Probleme, den Ball zu halten.

19. Minute: Und weiterhin ist nicht mehr viel los hier in Wil. Momentan eine Zeit des Abwartens bei beiden Mannschaften.

15. Minute: Nun besinnen sich beide Mannschaften auf einen kontrollierte Spielaufbau. Daher spielt sich nun vieles im Mittelfeld ab.

12. Minute: Schuss von Breitenmoser. Dieser verfehlt das Tor aber klar. Einiges los hier in der Startphase.

11. Minute: Und weiter gehts. Diesmal mit einem Eckball der Krienser von Siegrist. Silvio klärt im eigenen Strafraum per Kopf.

10. Monute: Guter Freistoss von Lombardi. Havenaar verlängert mit dem Kopf und in der Mitte ist Zé Eduardo zu überrascht und bringt den Ball aus fünf Metern nicht über die Linie.

9. Minute: Freistoss für die Wiler nach einem Foul von Sadrijaj an Breitenmoser.

6. Minute: Erster Eckball für die Krienser: Havenaar klärt eine Hereingabe von Chihadeh. Der Eckball von Siegrist kann von Havenaar ohne Probleme befreit werden.

5. Minute: Schäppi mit einer guten Flanke von der rechten Seite. Elvedi kann per Kopf klären. Das war notwendig, da sonst Silvio alleine vor dem Tor gestanden wäre.

4. Minute: Enzler muss erstmals nach dem Ball greifen, aber nur nach einer Rückgabe per Kopf von Elvedi.

2. Minute: Chihadeh versucht es über die rechte Seite, findet aber in der Mitte keinen Abnehmer für seine flache Hereingabe.

1. Minute: Anpfiff in Wil.

Bei den Wilern sind ganze neun Spieler vorbelastet. Es sind dies Kostadinovic, Cortelezzi, Gonçalves, Lombardi, Rahimi, Savic, Schäppi, Silvio und von Niederhäusern. Ausser Gonçalves und Savic stehen alle Spieler in der Startformation. Wird ihnen heute eine weitere gelbe Karte gezeigt, fehlen sie im nächsten Spiel am kommenden Dienstagabend in Vaduz.

Die Krienser spielen mit einer 4-4-2 Formation. Im Tor steht Enzler. In der Verteidigung spielen von rechts Urtic, Elvedi, Fanger und Mijatovic. Im Mittelfeld laufen von rechts her betrachtet Siegrist, Wiget, Sadrijaj und Dzonlagic auf. Im Sturm spielen Chihadeh und Sulejmani.

Die Aufstellungen sind bekannt. Die Wiler agieren heute in einem 3-4-1-2 System. Im Tor steht Kostadinovic. In der Verteidigung spielen heute von rechts nach links Rahimi, Havenaar und Gasser. Im Mittelfeld laufen von rechts gesehen von Niederhäusern, Zé Eduardo, Breitenmoser und Schäppi auf. Hinter den Stürmern spielt Lombardi. Für Tore sorgen sollen heute Cortelezzi (rechts) und Silvio.

Würde es nur nach dem Jahr 2019 gehen, wären die Krienser klarer Favorit in dieser Begegnung. Während die Wiler lediglich sechs Punkte aus den ersten sieben Spielen ergatterten, waren es bei Kriens deren 13. Bei den Wilern fehlt heute Gonçalves der angeschlagen ist. Dafür sind Schäppi und Silvio wieder fit. Schällibaum ist krank.

Hallo und herzlich willkommen zum Liveticker des heutigen Heimspiels des FC Wil gegen den Aufsteiger aus Kriens. Durch den Vorabend führt Sie heute Pascal Ibig.

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Die Vorschau:

Auf die einzige zweiwöchige Meisterschaftspause folgt nun in der Challenge League eine «Englische Woche» mit den Partien des FC Wil gegen Kriens, Vaduz und Servette innerhalb von sieben Tagen. Für die Wiler gilt es, die Selbstsicherheit des Herbstes wiederzufinden. Doch mit den Zahlen des Jahres 2019 ist dies nicht eben einfach: Sechs Punkte aus sieben Spielen stehen zu buche – und dies bei einem Torverhältnis von 5:12. In der Jahrestabelle ergibt dies den vorletzten Platz. Nur Schaffhausen, das 2019 noch ohne Sieg dasteht, hat einen noch schlechteren Wert.

In eben dieser Jahrestabelle ist der samstägliche Gegner Kriens ein Spitzenteam. Schon 13 Punkte wurden seit der Winterpause eingefahren. Somit ist die Equipe von Trainer Bruno Berner auf Augenhöhe mit Aufstiegsaspirant Lausanne – und nur ein Punkt hinter Servette und Aarau, welche die Jahrestabelle 2019 anführen.

Die Wiler:

Aus der Sicht der Äbtestädter dürfte die Länderspielpause zur richtigen Zeit gekommen sein. Sie gab den Wilern die Möglichkeit, sich zu sammeln und nun mit frischem Mut in den zweimonatigen Saison-Schlussspurt zu starten. Wobei das Personal in den Trainings ausgedünnt war. Mehrere Spieler wurden für Nachwuchs-Nationalmannschaften abbestellt. So zum Beispiel Dominik Schmid und Nias Hefti, die mit der Schweizer U21-Auswahl zu zwei deutlichen Siegen gegen Kroatien (4:1) und Italien (3:0) kamen. Gespielt wurde beide Male vor über 3000 Zuschauern auf dem neuen Kunstrasen von … Kriens. Die beiden Wiler kamen in beiden Partien je zu einem Teileinsatz in der Schlussphase, als das Endergebnis schon feststand.

Das erste Ziel für die letzten beiden Monate wird beim FC Wil sein, so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke zu erreichen, also noch fünf Zähler einzufahren. Trainer Konrad Fünfstück geht davon aus, dass diese für den Ligaerhalt genügt. Zudem gilt es, die Divergenz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten zu korrigieren. Während die Auswärtsspiele dieses Jahres mit Ausnahme von jenem in Genf alle in einer Enttäuschung mündeten, sind die Wiler in der IGP-Arena heuer noch unbesiegt. Mehr noch: Es setzte erst zwei Gegentreffer ab – beide mittels Penalty erzielt. Speziell ist aus Wiler Sicht am Samstag, dass gleich neun Spieler vorbelastet sind und im Falle einer weiteren Verwarnung im nächsten Spiel fehlten. Es sind dies Zivko Kostadinovic, Silvano Schäppi, Michael Gonçalves, Nick von Niederhäusern, Fuad Rahimi, Sandro Lombardi, Sergio Cortelezzi, Silvio und Andelko Savic.

Die Krienser:

Die Innerschweizer sind auf bestem Weg, sich aus der Abstiegszone zu entfernen. Dank der guten Ergebnisse dieses Jahres konnte bereits ein Polster von fünf Punkten zum Tabellenletzten Rapperswil-Jona aufgebaut werden. Es lässt sich sogar sagen, dass die samstägliche Partie in der IGP-Arena der Vergleich zweier Tabellennachbarn ist, auch wenn die beiden Teams sechs Punkte trennen. Der Krienser Erfolg ist eng mit dem Namen Nico Siegrist verbunden. Mit 15 Treffern ist er der beste Torschütze der Liga. Weiter beindruckend sind die zusätzlichen zehn Tor-Vorlagen. Somit war der 27-Jährige an 25 der 37 Krienser Tore dieser Saison beteiligt. Die Innerschweizer werden mit breiter Brust im Wiler Südquartier auflaufen und versuchen, den ersten Sieg gegen den FC Wil seit Oktober 2006 zu realisieren. In den letzten elf Direktbegegnungen siegten fünfmal die Äbtestädter und sechsmal teilte man sich die Punkte.