Es war eines dieser Unentschieden, bei dem man sich hinterher die Frage stellte, ob es nun ein guter Punkt war oder nicht. Obwohl die Wiler auch schon überzeugender gespielt hatten, war das Remis für sie ein besseres als für die Liechtensteiner. Diese blieben unter ihrem neuen Trainer Mario Frick auch im zweiten Spiel ohne Sieg – und Torerfolg. Die Wiler hingegen haben den Vorsprung an der Tabellenspitze auf zwei Punkte verdoppelt. Der erste Verfolger und Kronfavorit Lausanne-Sport verlor in Winterthur mit 1:2 und ist nun schon seit drei Pflichtspielen ohne Sieg. Die Wiler hingegen haben seit acht Pflichtspielen nicht mehr verloren.

Die Punkteteilung gegen Vaduz war ein korrektes Verdikt. Zwar hatten die Wiler 57 Prozent Ballbesitz, aber nicht mehr Abschlüsse zu verzeichnen als der Gegner. Beide Teams besassen so klare Torchancen, dass sie drei Punkte für sich hätten reklamieren können. Alles in allem waren die Vaduzer über lange Zeit etwas klarer und gradliniger in ihren Aktionen. So hätte es nicht erstaunt, wenn ihnen der Führungstreffer gelungen wäre. Diesem am nächsten kam Maurice Brunner, als er den Ball kurz vor der Pause ans Lattenkreuz drosch.

Mit der besten Abwehr der Liga
Die Wiler Fans mussten sich lange gedulden, bis sie Chancen dieser Qualität zu sahen bekamen. Doch in der Schlussphase tauchten gleich zwei Spieler alleine vor dem gegnerischen Tor auf und hätten den fünften Sieg im fünften Heimsieg sicherstellen können. Nias Hefti konnte gar mutterselenallein und völlig unbedrängt auf das Vaduzer Tor zulaufen, hatte aber «zu viele Gedanken im Kopf», wie er es selber formulierte, und scheiterte am Gäste-Torhüter Andreas Hirzel. Silvio erging es in der fünften der vierminütigen Nachspielzeit nicht besser und er sah seinen Abschluss ebenfalls von Hirzel pariert. Alles in allem fehlte dem Wiler Auftritt ein Stück Leichtigkeit der vergangenen Spiele. Zudem spürte man, dass mit Sandro Lombardi und Silvano Schäppi zwei leicht angeschlagene Spieler anfänglich nur auf der Ersatzbank platz nahmen.

Die Wiler bleiben gegen Vaduz seit 2014 ohne Sieg – wobei anzufügen ist, dass die Liechtensteiner zwischenzeitlich während drei Saisons in der Super League gespielt haben und die letzten vier direkten Duelle alle unentschieden endeten. War der Auftritt der Gastgeber als Ganzes etwas weniger zielstrebig als in den vergangenen Partien, so stand die Defensive sicher – und dies zum wiederholten Mal. Die Ostschweizer haben in den ersten zehn Pflichtspielen dieser Saison nur fünf Gegentore zugelassen und stellen somit die beste Abwehr der Liga.

Enttäuschend wenige Zuschauer
Im Wiler Lager zeigte man sich hinterher mit dem Punkt zufrieden. «Körperlich waren wir sehr präsent. Wir haben dieses Spiel mit grossem Willen bestritten.», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück. «Ich bin zufrieden mit dem einen Punkt. Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können», ergänzte Flügelspieler Kenzo Schällibaum.

Die grösste Enttäuschung des Abends spielte sich aber nicht auf dem Feld ab, sondern daneben: Da ist der FC Wil zum ersten Mal seit über fünf Jahren Leader der Challenge League, und es kommen bei bestem Wetter keine 1100 Zuschauer ans Ost-Derby gegen Vaduz. Zum Vergleich: Auf der Winterthurer Schützenwiese waren zeitgleich 4000 Zuschauer beim Spiel gegen Lausanne dabei.

Die Höhepunkte des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 

FC Wil 1900 – FC Vaduz 0:0

IGP-Arena: 1080 Zuschauer. – Sr: Piccolo.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern; Gonçalves, Zé Eduardo (46. Latifi), Breitenmoser (57. Lombardi), Schällibaum (66. Schäppi); Hefti; Cortelezzi (57. Audino), Silvio.

FC Vaduz: Hirzel; Sadik, Muntwiler, Wieser, Göppel; Gajic (57. Sele); Brunner (73. Dossou), Mathys, Lüchinger (92. Frick), Coulibaly; Babic (82. Tadic).

Bemerkungen: Wil ohne Eugster, Herter (verletzt), Keller, Beka, Gülünay, Hoxha, Sadiku, Savic und Scholz (nicht im Aufgebot). Vaduz ohne Mikus, Puljic, Sülüngöz, Bühler (verletzt), Ospelt, Drazan, Chevalley und Saglam (nicht im Aufgebot). – Lattenschuss: 40. Brunner. – Verwarnungen: 36. Zé Eduardo (Foul). 45. Muntwiler (Unsportlichkeit). 60. Sele (Foul). 60. Wieser (Unsportlichkeit). 93. Latifi (Foul).


Lesen Sie hier den Liveticker zum Spiel von Pascal Ibig:

Das soll's gewesen sein von meiner Seite aus der IGP-Arena. Ich bedanke mich bei Ihnen, dass Sie auf hallowil.ch live dabei waren. Seien Sie auch am Samstag live dabei, wenn es ab 19.00 Uhr auf der Lausanner Pontaise zum Spitzenspiel zwischen den FC Lausanne-Sport und dem FC Wil kommt. Für Sie tickern wird dann Simon Dudle. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute Zeit.

Das war ein hartes Stück Arbeit für die Wiler. Der FC Wil bleibt zwar Leader der Challenge League, verdankt dies aber auch dem FC Winterthur, welcher den FC Lausanne-Sport zu Hause auf der Schützenwiese mit 2:1 besiegt. Somit konnte der FC Wil den Vorsprung auf das zweitplatzierte Lausanne um einen Punkt ausbauen. Während des gesamten Spiels war die Fehleranfälligkeit bei den Wilern allerdings hoch. Vaduz wollte den Sieg mehr, war aber im Abschluss oft auch zu umständlich oder versuchte es mit Weitschüssen die selten für Gefahr sorgten. Am Ende muss man sagen, dass sie Wiler eine Chance verpasst haben, mit vier Punkten Vorsprung am Samstag nach Lausanne zu reisen. 

95. Minute: Abpfiff! Der FC Wil spielt gegen den FC Vaduz 0:0 unentschieden. Da der FC Winterthur gegen den FC Lausanne-Sport 2:1 gewonnen hat, bleiben die Wiler Leader der Challenge League.

95. Minute: Die nächste Grosschance für Wil. Silvio läuft alleine auf Torhüter Hirzel zu. Schafft es aber nicht, den Ball am Torhüter vorbeizubringen.

94. Minute: Hefti versucht sich nochmals durchzutanken, bleibt aber ind er Vaduzer Abwehr hängen.

93. Minute: Gelbe Karte für Rahimi nach einem Foul an Dossou.

92. Minute: Und wieder bringen sich die Wiler mit einem Fehlpass um eine gute Gelegenheit. Silvio zieht links in den Strafraum und will auf den freistehenden Hefti spielen. Er spielt den Ball aber direkt in die Füsse von Muntwiler.

92. Minute: Vierter und letzter Wechsel nun auch beim FC Vaduz. Anstelle von Lüchinger spielt neu Frick.

90. Minute: Vier Minuten Nachspielzeit werden angezeigt.

90. Minute: Eine gute Chance für Wil: Nach einer Balleroberung von Audino im Mittelfeld, spielt dieser einen öffnenden Pass auf Gonçalves. Dieser legt den Ball flach in die Mitte, wo Wieser in Extremis vor dem einschussbereiten Silvio klären kann.

87. Minute: Was für ein Abschluss von Dossou: Er zieht aus gut 20 Metern ab. Sein Versuch geht nur knapp am Lattenkreuz vorbei.

85. Minute: Und wieder hat es Audino auf die Velos abgesehen, die hinter dem Stadion stehen: Nach einem guten Dribbling gegen drei Vaduzer schiesst er mehr als nur deutlich über das Tor.

TOOOR in Winterthur: Der FC Lausanne-Sport verkürzt auf der Schützenwiese gegen den FC Winterthur auf 2:1. Simone Rapp trifft in der 84. Minute.

82. Minute: Dritter Wechsel beim FC Vaduz. Anstelle von Babic spielt neu Tadic.

79. Minute: Was für eine Chance für den FC Wil. Nias Hefti erobert sich den Ball und läuft alleine auf Torhüter Hirzel zu. Hefti versucht den Torhüter zu umkurven, Hirzel bringt aber das Bein rechtzeitig raus und kann so Hefti vom Ball trennen. Das war eine dieser Situationen, in welcher der Spieler zu viel Zeit hatte, um nachzudenken.

78. Minute: Man hat heute nicht das Gefühl, als könnte der FC Wil das Spiel gewinnen. Zu oft werden Fehlpässe gespielt, zu viele Zweikämpfe werden verloren, zu wenig geradlinig wird gespielt.

75. Minute: Endlich mal wieder eine Chance für die Wiler: Nach einem Konter macht Hefti aber einen Hacken zu viel. So resultiert auch aus dieser Chance nur ein Weitschuss von Hefti, der aber weit am Tor vorbeigeht.

74. Minute: Nächster Wechsel beim FC Vaduz: Anstelle von Brunner spielt neu Dossou.

71. Minute: 1080 Zuschauer sind heute in der IGP-Arena.

71. Minute: Lüchinger führt den Freistoss kurz aus auf Wieser. Dieser wird nicht angegriffen und schiesst vom Rande des Strafraumes. Sein Schuss schrammt nur knapp am linken Pfosten vorbei. Das war eine sehr gute Chance für Vaduz.

70. Minute: Ein weiterer Freistoss für den FC Vaduz: Nach einem Ballverlust von Audino kann Mathys nur noch durch ein Foul von Havenaar gestoppt werden. Das wird eng. 

66. Minute: Bereits der vierte und letzte Wechsel beim FC Wil: Schäppi kommt neu für Schällibaum.

64. Minute: Guter Abschluss von Vaduz: Babic fasst sich ein Herz und schliest vom Rande des Strafraumes ab. Kostadinovic kann den Schuss zur Ecke klären. Diese bringt den Vaduzern nichts ein.

TOOOR in Winterthur: Die Gastgeber bauen den Vorsprung gegen den FC Lausanne-Sport auf 2:0 aus. Torschütze ist Taulant Seferi.

61. Minute: Hätte ich mein Velo hinter dem Stadion abgestellt, ich hätte Angst darum haben müssen. So weit über das Tor stetzt Audino den Freistoss.

60. Minute: Nächste Verwarung für einen Spieler von Vaduz: Nach einem Foul an Hefti sieht Sele die gelbe Karte. Wieser sieht ebenfalls den Karton, weil er beim Schiedsrichter zu energisch interveniert hat. Die Wiler kommen dadurch zu einem Freistoss aus halbrechter Position.

57. Minute: Die Vaduzer wechseln ebenfalls: Für den verletzten Gajic spielt neu Sele.

57. Minute: Doppelwechsel beim FC Wil. Vom Feld gehen Breitenmoser und Cortelezzi. Neu im Spiel sind dafür Lombardi und Audino.

53. Minute: Eine weitere Chance für Vaduz: Nach einem Freistoss von Lüchinger setzt Muntwiler den Kopfball aber neben das Tor. Vaduz ist näher am Führungstreffer als Wil.

49. Minute: Die erste Chance nach der Pause gehört Vaduz: Göppel will flanken, trifft den Ball aber so, dass dieser in Richtung Tor kommt. Der Abschluss geht aber knapp über dieses.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Der FC Wil hat das erste Mal gewechselt: Latifi spielt neu für Zé Eduardo.

Halbzeit: Nach einem guten Start bekundeten die Wiler Mühe im Spiel. Wie schon gegen Rapperswil-Jona am vergangenen Samstag sind die Wiler im letzten Drittel zu verspielt und haben so Schwierigkeiten, zu Torchancen zu kommen. Hinzu kommt, dass die Passqualität schlechter ist als noch am Samstag. Heute leisten sich die Wiler zu viele Fehlpässe und ermöglichten so den Vaduzern einige Kontersituationen, die diese aber nicht nutzen konnten. Heute greifen die einzelnen Reihen der Wiler nicht so gut ineinander. Sie haben also noch Verbesserungspotenzial für die zweite Halbzeit. Schaut man in der Saison zurück, kann man aber hoffen. Die Wiler haben in den zweiten Halbzeiten bereits acht Tore geschossen, in den ersten Halbzeiten nur deren drei. Hoffen wir also auf eine Leistungssteigerung des FC Wil.

45.+2: Da ist der Halbzeitpfiff vom Schiedsrichter. Nachdem Winterthur gegen Lausanne weiterhin 1:0 führt, gehen die Wiler als Leader in die Kabine und haben die Tabellenführung um einen Punkt weiter ausgebaut.

45.+1: Verwarung für Muntwiler. Nach einem Foul an Schällibaum sieht der Ex-Wiler die gelbe Karte.

45. Minute: Schiedsrichter Luca Piccolo lässt eine Minute nachspielen.

41. Minute: Da hat es richtig geschäppert am Wiler Gebälk: Nachdem Zé Eduardo unberängt im Mittelfeld den Ball verliert, setzt Brunner seinen Schuss ans Lattenkreuz. Da hatten die Wiler Glück.

TOOOOR in Winterthur: Der FC Winterthur geht gegen Lausanne-Sport in der 36. Minute durch Ousmane Doumbia mit 1:0 in Führung.

37. Minute: Der Freistoss bringt den Gästen aber nichts ein. Coulibaly setzt ihn zentral über das Tor. Da wäre Kostadinovic ohne Probleme rangekommen.

36. Minute: Gute Freistossposition für Vaduz: Da fragt man sich, warum steigt der da so ein. Zé Eduardo foult Gajic kurz vor dem Strafraum. Vaduz bekommt zu einem Freistoss aus zentraler Potision. Zé Eduardo kassiert die gelbe Karte.

32. Minute: Da hätten die Vaduzer mehr machen müssen. Nach einem Konter schliesst Vitija zu überhastet ab und verzieht. Der Abschluss ging knapp... nicht aus dem Stadion.

31. Minute: Gute Freistossposition rechts am Strafraum für die Wiler. Nach einem Handspiel von Wieser tr Hefti zum Freistoss an. Und dieser ist durchaus gefährlich. Hefti zirkelt den Ball direkt aufs Tor, Goalie Hirzel kann nur mit Mühe klären.

29. Minute: Da zeigen die Wiler das gleiche Muster wie schon am Samstag gegen Rapperswil: Nach einer guten Kombination zwischen Gonçalves und Silvio ist Cortelezzi zu verspielt. Anstatt direkt abzuschliessen, versucht er nochmals einen Hacken zu schalgen. So kann sich die Vaduzer Abwehr aber sortieren und den Ball kären.

27. Minute: Eine weitere gute Chance für Wil: Nach einem schönen Seitenwechsel von Hefti flankt Gonçalves in den Strafraum. Breitenmoser setzt zum Kopfball an, setzt den Ball aber klar über das Tor.

23. Minute: Gute Chance für Wil: Hefti fasst sich ein Herz und schliesst aus gut 25 Metern ab. Sein strammer Schuss schrammt nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Da wäre Hirzel chancenlos gewesen.

22. Minute: Das hätte eine gute Chance werden können: Nach einem schnellen Einwurf von Schällibaum spielen die Wiler plötzlich drei gegen drei. Der Pass von Breitenmoser auf Silvio ist aber zu ungenau und so können die Vaduzer die Situation klären.

17. Minute: Gute Chance für den FC Wil: Nach einem Vorstoss von Hefti spielt dieser den Ball quer zu Silvio. In letzter Sekunde kann Wieser aber noch dazwischengehen und zum Eckball klären. Dieser bringt den Wilern nichts ein.

13. Minute: Momentan spielen sich viele Aktionen im Mittelfeld ab. Die beiden Mannschaften neutralisieren sich gegenseitig. Das gibt uns Gelegenheit, auf das andere Spiel der Challenge League zu schauen. Auf der Schützenwiese steht es im Spiel zwischen dem FC Winterthur und dem FC Lausanne-Sport ebenfalls noch 0:0. Somit sind die Wiler weiterhin Leader.

9. Minute: Erster Abschluss der Wiler: Nach einem guten Vorstoss von Cortelezzi zieht Hefti aus gut 20 Metern ab. Sein Schuss kann aber von Goalie Hirzel ohne Probleme entschärft werden.

7. Minute: Die Wiler sind gut im Spiel. Sie sind präsent, gewinnen viele Zweikämpfe und greifen den Gegner früh an. So hat es Vaduz schwer, sein Spiel aufzuziehen.

3. Minute: Da stockte den Zusauern das erste Mal der Atem: Nach einem katastrophalen Rückpass von Vitija, der viel zu kurz für Torhüter Hirzel war, spekuliert Silvio auf den Ball, rutscht aber im dümmsten Moment aus und kommt nicht an das Spielgerät.

2. Minute: Erste Chance für den FC Vaduz: Nach einem Eckball von Lüchinger kommt Muntwiler mit dem Kopf an den Ball. Goalie Kostadinovic hat aber keine Mühe den Kopfball zu halten.

1. Minute: Anpfiff! Der Ball rollt in der IGP-Arena.

Die Aufstellungen sind auch schon da. Die Wiler spielen auch heute im gewohnten 3-4-1-2 System. Im Tor der Wiler steht wie immer Kostadinovic. Die Dreierabwehr bleibt im Vergleich zum Heimspiel gegen Rapperswil-Jona unverändert. Tore verhindern sollen auch heute Rahimi, Havenaar und Nick von Niederhäusern. Im Mittelfeld spielen von rechts nach links: Gonçalves, Zé Eduardo, Breitenmoser und Schällibaum der den angeschlagenen Schäppi ersetzt, welcher auf der Bank sitzt. Hinter den beiden Stürmern spielt heute Hefti, der den ebenfalls angeschlagenen Lombardi ersetzt, welcher ebenfalls auf der Bank platznimmt. Im Sturm läuft heute neben Silvio neu Cortelezzi auf, der Audino ersetzt.

Vaduz spielt heute wie auch schon im Heimspiel gegen Winterthur in einem 4-1-4-1 System. Im Tor der Vaduzer steht Stammtorhüter Hirzel. In der Abwehr spielen heute Vitija, Muntwiler, Wieser und Göppel. Vor der Abwehr spielt Gajic. Im Mittelfeld spielen Brunner, Mathys, Lüchinger und Coulibaly. Im Sturm der Liechtensteiner soll Babic für Torgefahr sorgen. Somit kommt es zu Beginn des Spiels nicht zum Bruderduell, da Nils von Niederhäusern auf Seiten des FC Vaduz vorerst auf der Bank sitzen wird.

Interessant zu beobachten wird heute, welche der beiden Mannschaften mit der ungewohnten Rolle besser zurechtkommt. Der FC Wil als Gejagter oder doch eher der FC Vaduz als Jäger? Heute könnte es zudem wieder zum Duell der beiden Brüder kommen. Nick von Niederhäusern auf Seiten des FC Wil könnte auf Nils von Niederhäusern vom FC Vaduz treffen. Ob die beiden einander begegnen, erfahren Sie hier live, sobald die Aufstellungen bekannt sind. Welcher der beiden Brüder wird heute als Sieger vom Platz gehen oder gibt es gar eine Punkteteilung im Sinne der Eltern? In gut 90 Minuten werden wir schlauer sein.$

Ganz anders sieht die Situation beim heutigen Gegner, dem FC Vaduz, aus. Die Liechtensteiner hinken ihren Ambitionen klar hinterher. Vor allem die arrivierten Spieler im Kader der Liechtensteiner vermochten in dieser Saison kaum zu überzeugen. Weder Milan Gajic, Marco Mathys, Igor Tadic noch Philipp Muntwiler können zurzeit ihre Leistung abrufen. Erschwerend kommt hinzu, dass Abwehrchef Tomislav Puljic, welcher in der Defensive für Stabilität sorgen soll, mit einem Meniskusriss bis voraussichtlich Ende des Jahres ausfallen wird. Das alles führt dazu, dass nur der noch sieglose FC Aarau in der aktuellen Saison weniger Punkte gesammelt hat, als der FC Vaduz. Zudem stellt man die drittschlechteste Abwehr der gesamten Liga.

Das heutige Spiel steht unter dem Titel "Verkehrte Ausgangslage". Da sind auf der einen Seite wie Wiler, die in dieser Saison zu überzeugen vermochten. Seit letztem Samstag und dem 2:1 Sieg über Rapperswil-Jona steht man als Leader der noch jungen Challenge-League-Saison da und verlor bis anhin noch kein Heimspiel. Die erste und einzige Niederlage, welche die Wiler in dieser Saison hinnehmen mussten, ist bereits knapp zwei Monate her, als man sich Ende Juli Schaffhausen im LIPO-Park mit 0:2 geschlagen geben musste. Seither hat die Mannschaft von Cheftrainer Konrad Fünfstück bis auf das Auswärtsspiel in Luzern gegen den SC Kriens alle Spiele gewonnen. Was sicherlich zum momentanen Erfolg beiträgt, ist die Tatsache, dass die Spieler zu einer Mannschaft zusammengewachsen sind. Man merkt während den Spielen schnell, dass jeder für den anderen kämpft. Eine Folge davon ist, dass die Wiler zusammen mit den beiden Aufstiegsaspiranten aus der Romandie, dem FC Lausanne-Sport und Servette FC, die beste Abwehr der Liga stellen.

Hallo und herzlich willkommen zum Liveticker des zweiten Heimspiels des FC Wil innerhalb von vier Tagen. Heute geht es gegen den FC Vaduz. Seien Sie ab 20 Uhr live dabei, wenn der FC Wil auch sein fünftes Heimspiel zu gewinnen versucht und damit die Leaderposition der Challenge League verteidigen möchte. Durch den Abend führt Sie heute Pascal Ibig.

Lesen Sie hier die Vorschau auf das Spiel FC Wil - FC Vaduz:

Dass die Wiler zum ersten Mal seit fünf Jahren Tabellenführer in der Challenge League sind, ist eine schöne Momentaufnahme. Da aber mit dem Essen der Hunger kommt, stellt sich die Frage, was nun möglich ist. Auf diese Frage wird eine Antwort einfacher zu geben sein, wenn man ein erstes Mal gesehen hat, wie die Äbtestädter mit der Leaderposition umgehen. Denn diese hat auch zur Folge, dass sie plötzlich die Gejagten sind und die Erwartungshaltung steigt.

Die Ausgangslage:
Wäre der Vergleich zwischen dem FC Wil und dem FC Vaduz wie in der vergangenen Spielzeit das Saison-Startspiel gewesen, so hätte man die Favoritenrolle ohne gross zu lamentieren den Liechtensteinern zugeschrieben. Doch nun ist die Ausgangslage so, dass man beim FC Vaduz von einem missglückten Saisonstart sprechen muss und einzig das abgeschlagene Schlusslicht FC Aarau noch weniger Punkte geholt hat. Aus Wiler Sicht bietet sich die Möglichkeit, mit einem sechsten Saisonsieg ganz oben zu bleiben und dann als überraschender Tabellenführer auf der Lausanner Pontaise einzulaufen.

Die Wiler:
Es läuft. Mit 16 Punkten aus den ersten sieben Saisonspielen steht der FC Wil gar noch um einen Zähler besser da als im September 2013 bei der letztmaligen Tabellenführung nach gleich vielen Runden. Auch wenn die Wiler weiterhin nicht zum engeren Kreis der Aufstiegsaspiranten zählen, so ist der positive Saisonstart kein Zufall. Neben dem Umstand, dass nun die meisten Positionen innerhalb der Mannschaft doppelt besetzt sind und der Konkurrenzkampf somit intensiviert worden ist, wuchs das Team zu einer Einheit zusammen. Wie gut die Äbtestädter wirklich sind, wird sich in den nächsten drei Partien zeigen. Drei Tage nach der Partie gegen Vaduz kommt es zum Spitzenspiel auf der Lausanner Pontaise und acht weitere Tage später im Stade de Genève zum Kräftemessen mit dem aufstiegswilligen Servette.

Die Vaduzer:
Die Liechtensteiner hinken den eigenen Ambitionen hinterher - trotz verheissungsvollem Saisonstart. In der Europa-League-Qualifikation wurde im Juli der bulgarische Spitzenklub Levski Sofia ausgeschaltet und zum Saisonstart Chiasso auswärts mit 3:1 besiegt. Seither wurde von den acht danach folgenden Pflichtspielen lediglich noch eines gewonnen. Auswärts setzte es nur noch Niederlagen ab. Bereits früh wurde ein Trainerwechsel vollzogen und der Deutsche Roland Vrabec durch den ehemaligen liechtensteinischen Nationalspieler Mario Frick ersetzt. Doch bei dessen Premiere gab es am Sonntag eine 0:1-Heimniederlage gegen Winterthur – wegen eines Freistoss-Gegentreffers des ehemaligen Wilers Roberto Alves. Alsdann reist Vaduz mit einigem Druck nach Wil. Dass nach sieben Runden nicht einmal halb so viele Punkte auf dem Konto sind wie beim FC Wil, kann den Ansprüchen nicht genügen.

Das sagt Wils Trainer Konrad Fünfstück:
«16 Punkte sind noch kein Klassenerhalt. Es ist unser Ziel, möglichst schnell möglichst viele Punkte zu holen, um möglichst früh sorgenfrei zu sein. Mich macht die Entwicklung der Mannschaft stolz, wenn ich sehe, dass es Spieler dabei hat, die in der vergangenen Saison noch Tabellenletzter waren. Unsere bescheidenen Mittel sind hinlänglich bekannt. Auch gegen Vaduz müssen wir uns zur Decke strecken, um mithalten zu können. Die Liechtensteiner haben ein klares Ziel. Sie wollen mindestens in die Barrage. Und danach ist der Kader zusammengestellt worden. Der FC Vaduz ist am Mittwoch der Favorit. Danach ist Lausanne der Favorit und Servette auch. Ich fordere Demut. Es kann in beide Richtungen sehr schnell gehen im Fussball.»

Die Statistik:
Der FC Vaduz ist alles andere als der Lieblingsgegner des FC Wil. In der vergangenen Saison wurde kein Spiel gegen die Liechtensteiner gewonnen. Allerdings waren alle Partien hart umkämpft und dreimal teilte man sich die Punkte. In den letzten acht direkten Vergleichen ging der FC Wil nur einmal als Sieger vom Feld – im Mai 2014 bei einem 2:0-Heimsieg. Allerdings treten die Wiler mit dem Wissen an, in dieser Saison in der heimischen IGP-Arena noch ohne Makel zu sein und alle vier Heimspiele gewonnen zu haben. In jedem dieser Partien erzielten die Wiler genau zwei Tore.