Trotz gutem Wetter fanden sich am Samstagmorgen nur wenige Leute auf der Kinderbaustelle ein. Bei genauerem Hinsehen jedoch merkte man, dass an einigen Bauten schon fleissig mit dem Rückbau begonnen wurde.

Stadtpräsidentin Susanne Hartmann würdigte die Arbeit des Trägervereins. Den Kindern die Möglichkeit bieten, sich an der frischen Luft zu bewegen und sich sinnvoll zu betätigen, sei ein wunderbares Projekt. Die Stadt Wil trage das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» und habe sich verpflichtet, diesen Status weiter zu steigern. Dabei sei die Stadt aber auch angewiesen auf initiative Vereine, die Spielplätze oder die Kinderbaustelle lancieren und betreiben.

Über 2000 Besuche auf der Kinderbaustelle Wil

Vereinspräsident Samuel Rissi orientiert über den Verlauf der ersten Saison. Glücklich zeigte er sich, dass während der Zeit von Mai bis September keine Unfälle passiert sind. Es gab die eine oder andere Schürfung oder sonstige kleinere Verletzungen, aber nichts, was man nicht mit einem Pflästerli hätte pflegen können. Die Verantwortlichen zählten über 2000 Besuche auf der Kinderbaustelle. An Rekordtagen spielten und verweilten über 100 Kinder auf dem Gelände. Ursprünglich hatte man mit drei Betreuungspersonen gerechnet. Schnell aber merkte man, dass an gewissen Tagen bis zu sechs Leute benötigt werden, führte Rissi aus.

Das Gelände der Kinderbaustelle wird in den nächsten Tagen geräumt - unter anderem von Schulklassen, die in den Herbstferien ihre Mithilfe anbieten. Die Materialien werden sortiert, und, wo nötig, der Entsorgung zugeführt. Die Infrastruktur wird stehen bleiben, um im nächsten Jahr wieder bereit zu sein für eine neue Baustellen-Saison.