Seit 2015 trägt die Stadt Wil das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde». Nun steht eine Rezertifizierung an. Im neuen Aktionsplan sind 7 Ziele mit 37 Massnahmen zu den Themenbereichen Information Zielgruppe, Sensibilisierung der Bevölkerung, Haltung in der Verwaltung, Frühe Förderung, Gesundheit, Stadtentwicklung sowie Natur/Umwelt/Klima festgehalten.

Während für die Erarbeitung des Aktionsplanes 2015-2018 eine umfassende Analyse mit Quartierbegehungen und Zukunftswerkstätten mit Kindern und Jugendlichen Grundlage war, versteht sich der neue Aktionsplan Partizipation noch stärker als Daueraufgabe. Massnahmen und Prozesse zum Einbezug von Kindern und Jugendlichen sollen institutionalisiert werden. Mitwirkungsprozesse wie Zukunftswerkstätten oder Quartierspaziergänge sollen regelmässig stattfinden und deren Ergebnisse in die kinder- und jugendpolitischen Zielsetzungen der Stadt Wil einfliessen.

Elterntaxis werden bekämpft

hallowil.ch wollte es genau wissen und hat die 37 Massnahmen durchkämmt. Die wichtigsten Punkte:
- Easy-Vote soll als Pilotprojekt für drei Jahre eingeführt werden und helfen, junge Erwachsene für politische Themen zu begeistern.
- Ein Früherkennungssystem ist zu entwickeln, um möglichen Entwicklungsbedarf bei Kleinkindern rechtzeitig erkennen und entsprechende Massnahmen einleiten zu können.
- Es wird ein Elternvorbereitungskurs «Safe – Sichere Ausbildung für Eltern» erstmals in Wil durchgeführt.
- Die Subventionssysteme für die Spielgruppe und Kindertagesstätten werden im Jahr 2020 überprüft.
- Ein Begleit- und Unterstützungsangebot zu Hause wird 2020 oder 2021 eingeführt.
- Vergünstigter Eintritt im Frei- und Hallenbad für Schulkinder wird im Jahr 2021 geprüft. Demnach baden Kinder in Begleitung von Eltern kostenlos.
- Eltern werden sensibilisiert, dass Kinder zu Fuss zur Schule gehen. Elterntaxis wird also der Kampf angesagt.
- Das Konzept «Schulwegsicherheit» wird auf Rossrüti und Bronschhofen ausgeweitet.
- Die Kinderbaustelle Wil wird jährlich mit 10'000 bis 15'000 Franken unterstützt.
- Tafeln mit dem Logo «Kinderfreundliche Gemeinde» werden bei den Ortstafeln angebracht, analog der Energiestadt.

So weit, so gut. Nun aber die Frage: Wie kinderfreundlich empfinden Sie die Stadt Wil? Machen Sie bei der untenstehenden Umfrage. (sk/sdu)