Der Abschiedsgottesdienst fand bei schönem Sommerwetter auf dem Chogelhuet bei Müselbach statt. Verabschiedet wurden der Pfarreibeauftragte Jürgen Kaesler (nach 5 Jahren), Katechetin Marianne Müller (nach 22 Jahren), Pfarreiratspräsident Otto Noger (nach 11 Jahren) und Jugendarbeiter Ermin Schluep (nach 3.5 Jahren). 

An idyllischer Stelle unter Bäumen ertönten zur Einstimmung urige Klänge eines Alphorntrios aus Mühlrüti und ein Ruf über die Berge. Cornel Huber, Priester aus Müselbach und Jürgen Kaesler leiteten die Feier. Ermin Schluep spielte zusammen mit einem befreundeten Musiker schöne Popsongs. Jean Daniel Urben, neuer Pfarreiratspräsident, bedauerte in seiner Ansprache den Weggang der «vier sehr verdienten Arbeiter im Weinberg des Herrn, die ihre vielen Talente zum Wohl der Gemeinde eingesetzt haben». Ihnen und der ebenfalls zurückgetretenen Pfarreirätin Ursula Gähwiler wünschte Urben alles Gute. 

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Von der Frauengemeinschaft Kirchberg (KFG) bekam Jürgen Kaesler für seine Verdienste um die KFG durch die Präsidentin Sandra Länzlinger ein Abschiedesgeschenk, verbunden mit den besten Wünschen für ihn und seine Familie überreicht. (Bild: pd)

Kirchenpräsident Patrick Loepfe bedankte sich mit Abschiedsgeschenken und verwies auf die «vielen Begabungen», die nun der Kirchgemeinde fehlen würden. Jürgen Kaesler selbst bedankte sich für die zahllose «wunderbaren Begegnungen während der letzten fünf Jahre» und wünschte der Pfarrei, dass sie «ihre Schätze hegen und pflegen» solle. Damit meinte er: «intakte und sehr gut aufgestellte Vereine mit vielen aktiven Menschen, eine wunderbare Tradition, die ihresgleichen sucht, viele aktive Beterinnen und Beter, die um den guten Geist in der Seelsorgeeinheit beten, ein tolles Miteinander zwischen den Räten, ein Super-Team, kurz: eine richtige gute Familie».

Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, um sich noch einmal persönlich von ihrem Pfarreibeauftragten, ihrer Katechetin, ihrem Jugendarbeiter und ihrem Pfarreiratspräsidenten zu verabschieden. (pd/red)

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Nach Kirchenknatsch: Neuer Pfarrer kommt ins Toggenburg (30.6.)

Letztes Jahr ist ein Streit in der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg ausgebrochen, der einen Knall nach dem anderen lieferte (siehe Archivartikel unten). Der Knatsch ging so weit, dass die Seelsorgeeinheit am Ende ohne Seelsorger dastand. Erst Anfang des Jahres schien sich die Situation Schritt für Schritt zu entspannen, weil sich die drei Kirchgemeinden langsam wieder annäherten. Und im März redete man gar von einer Fusion, die angestrebt wird. So vermeldete die Seelsorgeeinheit auf ihrer offiziellen Internetseite: «Es ist klar, dass die Wunden der Konflikte in den vergangenen Monaten noch länger nicht verheilt sind. Der Vorstand freut sich jedoch, dass er einen Weg gefunden hat für eine positive gemeinsame Zukunft. Als zusätzliches Signal darf bezeichnet werden, dass im Zweckverband erste Diskussionen über eine mögliche Fusion der drei Kirchgemeinden geführt werden.»

Nun gibt es ein erstes Zeichen, dass diese angestrebte Fusion tatsächlich möglich sein wird. Denn am Dienstag informiert das Bistum St. Gallen in einer Medienmitteilung, dass Markus Büchel, St. Galler Bischof, Kaplan Maihai Ottappally per 1. März 2021 als neuen Pfarrer vorschlägt. «Dass der Bischof ihn als langjährigen Kaplan mittelfristig in ein Pfarramt berufen würde, war zu erwarten», erklärt das Bistum in der Mitteilung weiter. Die zuständige Findungskommission der Seelsorgeeinheit habe die Entscheidung des Bischofs einstimmig befürwortet. Die Wahl müsse von der Kirchbürgerschaft noch bestätigt werden.

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Er soll der neue Pfarrer der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg werden: Kaplan Maihai Ottappally. (Bild pd)


Noch im Sarganserland tätig

«Ich glaube an eine gute Zukunft, an das Wohlwollen der Menschen, an ein Gelingen des Miteinander», betont Ottappally. Der promovierte Theologe wolle, wie in allen bisherigen priesterlichen Aufgaben als Seelsorger für die Menschen da sein und offen auf sie zugehen. Im Sarganserland kennt man Ottappally so. Der gebürtige Inder ist regelmässig zu Fuss in den Dörfern unterwegs, er freut sich nebst Geplantem auch über spontane Begegnungen und Gespräche mit der Bevölkerung. Die Menschen im mittleren Sarganserland haben ihn herzlich und wohlwollend aufgenommen. «Ich hatte nie das Gefühl ein Fremder zu sein und ich durfte immer auf Unterstützung zählen», sagt Ottappally dankbar. Und er fügt hinzu: «Ich werde die Menschen im Sarganserland vermissen.» Gleichzeitig freue er sich auf die neue Herausforderung im Toggenburg. 

Doch welche Persönlichkeit steckt hinter dem künftigen Pfarrer? Ottappally stammt aus einer indischen Bauernfamilie. Seine Eltern legten viel Wert auf gute Bildung aller fünf Geschwister. Heute ist er seiner Mutter und seinem Vater für diese Weitsicht dankbar. «Die Studien in Philosophie und Theologie absolvierte er an indischen Universitäten und im Jahr 2005 feierte er in Kerala seine Priesterweihe», informiert das Bistum St. Gallen weiter. Sein weiterer Weg führte den jungen Seelsorger nach Europa. Von 2007 bis 2012 promovierte Ottappally an der Universität Innsbruck mit einer Dissertation im Bereich Moraltheologie. Während dieser Zeit leistete er Aushilfe in verschiedenen Pfarreien der Diözesen Feldkirch und St. Gallen. Von 2010 bis 2012 war er Kaplan in Andelsbuch/Vorarlberg und seither im Mittleren Sarganserland. Seit dem Jahr 2016 gehört Ottappally dem Diözesanklerus an, das heisst, der Bischof hat ihn inkardiniert – er ist seither Priester für das Bistum St.Gallen.

Toggenburg als dritte Heimat

Ende November soll Ottappally Abschied vom Sarganserland nehmen: Vor Antritt der neuen Aufgabe in der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg per 1. März 2021 werde Ottappally einen Monat lang seine Familie in Indien besuchen und zwei Monate Bildungsurlaub beziehen. In dieser Zeit plane er auch sein Kinderheimprojekt in Indien zu besuchen. Ottappally bleibt über seine Familie und über diese Arbeit mit Indien verbunden. Heimisch fühle er sich jedoch mittlerweile genauso in der Schweiz. «Im Sarganserland habe ich eine zweite Heimat gefunden», blickt der Priester auf die letzten Jahre zurück. Er sei überzeugt, bald auch im Toggenburg heimisch zu werden, «In meiner dritten Heimat», ergänzt er zuversichtlich. 

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Im Sommer tritt Michael Hanke die Stelle als neuer Religionspädagoge und Formverantwortlicher in der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg an.


Auch ein neuer Religionspädagoge

Doch die Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg soll nicht nur einen neuen Pfarrer bekommen. Bereits im Sommer wird Michael Hanke der neue Religionspädagoge und Firmverantwortlicher. Hanke ist 54 Jahre alt, verheiratet und Familienvater. Aufgewachsen in Wittenbach. Er absolvierte eine Lehre als Hochbauzeichner und bildete sich anschliessend zum Jugendarbeiter und Religionspädagogen aus. Nach der Ausbildungszeit erlebte er im städtischen Umfeld von Bern die Anfänge der Firmung 18 und lernte in der Diaspora-Situation den ausserschulischen Religionsunterricht mit seinen Chancen und Herausforderungen kennen. «Danach war er elf Jahre in Appenzell als Religionspädagoge und kirchlicher Jugendarbeiter tätig», heisst es in der Mitteilung. In dieser Zeit bildetet sich Hanke in der Deutschen Gesellschaft für Gruppendynamik und Organisationsentwicklung als Gruppendynamischer Leiter und Berater aus. Als Stellenleiter auf der Animationsstelle für kirchliche Jugendarbeit (akj) Thurland, bildeten die Beratung, Begleitung, Vernetzung, Weiterbildung und die Projektarbeit seine Arbeitsschwerpunkte. Nach fast zwölf Jahren übergab er die Stelle Ende 2019 an seine Nachfolgerin und führte ein Teilpensum als Firmverantwortlicher in der Seelsorgeeinheit Walensee weiter. (pd)

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Pfarreirats-Präsident Otto Noger geht (09.03.2020)

«Das Drama in der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg nimmt kein Ende». Unter diesem Titel hat der Kirchberger Pfarreirats-Präsident Otto Noger am Wochenende einen geharnischten «Offenen Brief» verfasst und diesen an die Kirchenverwaltungen und Pfarreiräte der drei Dörfer sowie an das Bistum St. Gallen geschickt. Dabei wählt er deutliche Worte. «Es besteht weder Einsicht noch die Bereitschaft zu vergeben. Man sucht immer noch die Fehler nur bei den anderen, um das eigene Gesicht zu wahren. Es wird weiterhin in den Pfarreien Stimmung gegen den notwendigen Entscheid des Bistums und gegen alle gemacht, die nicht zu den Verbündeten gehören. Gegen den Bischof wird intrigiert, wie auch gegen die noch Verbleibenden, welche die ganze Arbeit für uns alle machen. Insbesondere fehlt jegliche Selbsteinsicht und auch Achtung gegenüber dem Nächsten», schreibt Noger. Starker Tobak.

Auslöser des Rundumschlags: In den vergangenen Tagen wurde dem Kirchberger Jugendarbeiter Ermin Schluep gekündigt. «Ohne Absprache mit dem Bistum», wie Noger zu hallowil.ch sagt. «Scheinbar ist man nicht mehr in der Lage, Konflikte sachlich zu lösen und kündigt den letzten noch verbliebenen Angestellten unter dem Vorwand eines Neuanfangs. Dies gleicht jedoch einer Hexenjagd um Geister zu vertreiben, die man selbst gerufen hat», schreibt Noger.

Fusion wird angestrebt

Seit Jahren schwelt im unteren Toggenburg ein Kirchenstreit, der in den vergangenen Monaten neu entflammt ist. Doch die Kirchgemeinden Bazenheid, Gähwil und Kirchberg streben nach den Querelen der vergangenen Monate, welche zum Abgang von vier Mitarbeitenden führten, nun einen Neufanfang an, wie das «Toggenburger Tagblatt» unlängst berichtete. Es soll zu einer Fusion kommen. Laut dem Artikel sei kürzlich der Vorstand des Zweckverbandes neu besetzt worden, weil unter den alten Vorstandsmitgliedern die Zusammenarbeit nicht mehr möglich war.

Für Otto Noger, seit dem Jahr 2008 Pfarreirats-Präsident in Kirchberg, ist das Fass aber überlaufen. «Gerne ermögliche auch ich einen Neuanfang im Pfarreirat Kirchberg und stelle mein Amt an der nächsten Pfarreiversammlung zur Verfügung», schreibt er im Offenen Brief – und tritt nach: «Die Damen und Herren im Zweckverband und der Kirchenverwaltungsräte sollten sich alle selbst betrachten und fragen, ob sie nicht auch ein Teil des Problems sind.»

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Bischof besteht auf Kündigungen (15.1.20)

«Der Bischof wird die bis zum kommenden Sommer bestehende Missio für den Pfarrer, eine Seelsorgerin sowie eine Religionspädagogin nicht verlängern», informiert das Bistum St. Gallen in einer Medienmitteilung. Der vierte Seelsorger werde seine Stelle ebenfalls per Ende Juli diesen Jahres verlassen. Dies wird nun bekannt, nachdem Anfang der Woche die Delegationen aus der Seelsorgeeinheit – darunter Petitionäre sowie Mitglieder von Räten und Vereinen – von Bischof Büchel zu einer Information nach St. Gallen eingeladen wurden.

Doch was ist alles in der Zwischenzeit geschehen, nachdem der Pfarreirat Kirchberg vergangenen November gefordert hatte, dass es nur noch einen Verwaltungsrat gibt? (siehe Artikel unten). Nach Angaben des Bistums St. Gallen gab am 2. Dezember letzten Jahres eine grosse Gruppe aus Bazenheid-Gähwil im Ordinariat 1600 Unterschriften für eine Petition ab. «In den vergangenen Wochen erreichten Bischof Markus Büchel zur Petition und zur allgemeinen Situation diverse Schreiben, die nicht dem Sachverhalt entsprachen», heisst es in der Medienmitteilung weiter. Unter anderem werde dem Bischof vorgeworfen, er hätte den drei Mitarbeitern, die von sich aus demissioniert hatten, «gekündigt». «Das entspricht nicht den Tatsachen», heisst es weiter. Auch die drei Mitarbeiter hätten sich im Zusammenhang mit der Petition nochmals schriftlich an den Bischof gewandt. Ihr Brief sowie auch die Petition zeigten jedoch keinen Weg auf, «um die Situation grundlegend zu entspannen».

Wille für eine Zusammenarbeit fehlte

In der Aussprache – zu der Bischof Büchel am Montag eingeladen hat – habe er betont, dass nur die Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit, also ein Denken und Handeln über die Grenzen der einzelnen Pfarreien hinaus, weiterführe. «Voraussetzung dafür ist die gelingende Zusammenarbeit von Seelsorgern untereinander und mit den verantwortlichen Räten und Gremien», meint das Bistum St. Gallen in ihrer schriftlichen Stellungnahme. Dieser Wille zur Zusammenarbeit habe in der ganzen Auseinandersetzung in den vergangenen Monaten gefehlt. Unterstützende Begleitangebote hätten nicht zum Erfolg geführt. «Im Gegenteil: Sie wurden sogar ausgeschlagen.» In der fair und offen geführten Aussprache Anfang der Woche informierten Bischof Büchel und Generalvikar Guido Scherrer über die lange Geschichte des Konfliktes, die vielen Vermittlungsgespräche und Begleitangebote. «Der Bischof räumte dabei ein, dass auf allen Seiten – auch auf Seiten des Bistums – Fehler gemacht wurden», heisst es weiter.

Administrationsrat Raphael Kühne, der seit dem 1. Januar als Administrationsratspräsident tätig ist, war in den vergangenen Monaten zusätzlich mit den Kirchenverwaltungsratspräsidenten und den Kirchenverwaltungen im Gespräch. «Leider verhinderten auch auf dieser Ebene Spannungen und die Haltungen von Einzelnen eine Versöhnung», wird in der Mitteilung offen informiert, «und einen Neuanfang mit dem gesamten Pastoralteam der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg».

Kirchenverwaltungen zeigen sich offen

Laut dem Bistum St. Gallen gehen die drei Kirchenverwaltungen einen nächsten Schritt an. «Der Bischof und Bistumsleitung begrüssen es», heisst es, «dass sie sich auf Ebene des Zweckverbandes neu orientieren wollen und bereit sind, gemeinsame Gespräche wiederaufzunehmen». An der Aussprache in St.Gallen bekundeten Vertreter der Kirchenverwaltungsräte die Absicht, eine Vereinigung der drei Kirchgemeinden ernsthaft zu prüfen. Das wiederum wäre für eine künftige Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit ein Vorteil.

Die Bistumsleitung werde die Verantwortlichen des heutigen Zweckverbandes mit den drei Kirchgemeinden Bazenheid, Gähwil und Kirchberg dabei unterstützen, den Neustart ab diesem Sommer mit geeigneten Mitarbeitern anzugehen. «Dies sobald die frei werdenden Stellen ausgeschrieben sind und entsprechende Bewerbungen eingehen.»

Wie geht es im Sommer weiter?

Ein grosses Thema beim St. Galler Bistum ist auch der Schaden, den die öffentlich ausgetragenen Auseinandersetzungen angerichtet haben. «Der Bischof und die Bistumsleitung teilen mit den Gläubigen in den drei Pfarreien diese Sorge», wird in der Mitteilung informiert. Zudem sei ihnen auch bewusst, dass die vier bisherigen Mitarbeiter in ihren Pfarreien gute Arbeit geleisteten hätten und von den Gläubigen geschätzt werden. «Umso bedauerlicher ist es, dass das Miteinander im Team nicht möglich war und nach den schwierigen Ereignissen in den vergangenen Monaten der radikale Schnitt unumgänglich geworden ist.» Der Priester, die zwei Seelsorger und die Religionspädagogin könnten sich jedoch für neue Aufgaben im Bistum bewerben.

Doch wie wird es ab dem 1. August in der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg weitergehen? Laut dem Bistum St. Gallen ist nun der Zweckverband gefordert, die freien Stellen auszuschreiben. Mit der Personalabteilung des Bistums werde schnellstmöglich die Koordination aufgenommen, neue Seelsorger für die pastoralen Aufgaben zu finden. (pd)

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Nur noch ein Verwaltungsrat? (21.11.19):

Die Unstimmigkeiten in der Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg haben sich vom Gesprächsstoff zu einem offenen Konflikt entwickelt. Das Seelsorgeteam hat sich laut dem «Toggenburger Tagblatt» in zwei Gruppen geteilt. Es kam zu einer Unterschriftensammlung für Mitarbeitende der Pfarreien Bazenheid und Gähwil «Das ist löblich. Die öffentliche Kritik am Gegenüber jedoch nicht. Dem Pfarreirat Kirchberg ist unser Pfarreibeauftrager als teamfähiger, aktiver, freundlicher, initiativer, fröhlicher und zuvorkommender Seelsorger bekannt. Wir schätzen ihn als Person und von seiner professionellen Arbeit kann sich gerne jeder in Kirchberg persönlich überzeugen», schreibt der Pfarreirat Kirchberg. Die Rede ist von Seelsorger Jürgen Kaesler.

Mit dem Weg in die Medien oder gar mit einer vorgeschobenen Kündigung sei noch nie ein Personalproblem gelöst worden, heisst es weiter. «Seitens des Pfarreirates Kirchberg wünschen wir uns wieder eine Versachlichung des Themas und ein echter Neuanfang in allen Pfarreien. Ein solch öffentlich ausgetragener Streit hinterlässt viel verbrannte Erde und zerstört Menschen wie auch Familien», so der Pfarreirat Kirchberg weiter.

Probleme am gleichen Tisch bereden

Aus Sicht des Pfarreirates braucht es für einen echten Neuanfang auch eine neue Organisation. Andere und vor allem grössere Kirchgemeinden würden es vormachen: «Die Seelsorgeeinheit Bazenheid-Gähwil-Kirchberg soll nur noch durch einen Kirchenverwaltungsrat geführt werden. Gleich wie im Gemeinderat, sollen die Dörfer in einen gemeinsamen Rat mit gleicher Verteilung eingebunden sein. Dies würde die Organisation stark vereinfachen und allfällige Probleme können am gleichen Tisch gemeinsam gelöst werden. Alle drei Pfarreiräte von Bazenheid, Gähwil und Kirchberg arbeiten ja schon jetzt über den Pastoralrat wertschätzend zusammen», schreibt der Pfarreirat Kirchberg. (pd/sdu)