Nach der Hauptversammlung und einem erfrischenden Umtrunk versammelten sich die Chöre von Degersheim, Flawil, Henau, Jonschwil, Lenggenwil, Niederbüren, Niederuzwil, Niederwil, Oberbüren, Oberuzwil, Wil St. Nikolaus, Wil St. Peter und Zuzwil-Züberwangen in der Wiler Kirche St. Peter.

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Pfarrer Roman Giger freute sich über den Fest-Gottesdienst der Chöre und zählt weiterhin auf  musikalisches Mitgestalten

Musik und Kirche

Der Priester begrüsste strahlend die Sängerschar sowie Dirigenten, Dirigentin, Organisten und Organistin und die vielen Gläubigen. Er freute sich besonders auf die Urauffführung von «Singt und Spielt», in der Christoph Mauerhofer fünf Psalmen für Chor, Sopransolo, Bläserquartett, Pauke und Orgel geschrieben hat. Was währe eine Kirche ohne Musik, fragte er in seiner Predigt und meinte. «Sie wäre arm dran, in der Kirche ist Musik ein Hauptwort». Schon zu König David’s Zeiten seien Psalmen gesungen worden. Musik mache Kirche, gebe ihr ein spezielles Ambiente. Grosse Komponisten wie Mozart, Händel, Bach usw. hätten mit beeindruckenden Werken geprägt und gestaltet. Musik mit ihrer unglaublichen Kraft sei eine Brücke zu Gott, die Nabelschnur zum Himmel. Sie rufe die Gläubigen zusammen, denn vieles werde durch und mit Musik tiefer erfahren. Dazu zitierte er «An die Musik» von Franz Schubert:
Du holde Kunst, in wie viel grauen Stunden, wo mich des Lebens wilder Kreis 
Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden, Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt
Hast du mein Herz zu neuer Lieb' entzunden, hast mich in eine beßre Welt entrückt!
Oft hat ein Seufzer, deiner Harf' entflossen, ein süßer, heiliger Akkord 
Von dir den Himmel neuer Hoffnung mir erschlossen, du holde Kunst, ich danke dir dafür!

Beeindruckende Komposition

Was der junge Komponist Christoph Mauerhofer (*1990) geschaffen hat, ist äusserst beeindruckend, tiefgehend und strahlend. Texte und Melodie ergänzen bzw. verstärken sich, geben den Psalmen eine Tiefe und Wahrheit, eine höchst anspruchsvolle Komposition, sowohl für den Schöpfer als auch die Musizierenden. Die Chöre waren auf der Empore und im Gotteshaus verteilt und sangen gruppenweise die einzelnen Psalmen «Gottes Ruhm wird niemals enden, Bitte um Erbarmen, Geborgen bei Gott, Aufruf zum Dank». Mit grossem Einsatz hat jedes einzelne zum Gelingen des herrlichen Werkes beigetragen. An der Orgel begleiteten Marie-Louise Eberhard Huser, Alwin Waldhoff und Christoph Mauerhofer, sowie die St. Galler Dombläser und der Paukist Eugen Weibel. Die Aufgabe des Dirigierens teilten sich Philipp Frey, Kurt Pius Koller, Christoph Mauerhofer und Esther Wild Bislin. Eindrucksvoll und strahlend erklang die Stimme der Solistin Nicole Bosshard. Mit tosendem Applaus bedankten sich die Zuhörenden für diese wunderschöne Einstimmung in den Sonntag.

Ehrungen

Ebenfalls zum letzten Mal wurden die Ehrungen in dieser Form vorgenommen. 13 Frauen und Männer durften den verdienten Dank für ihre langjährige Treue zur Kirchenmusik entgegennehmen. Die KMV-Präsidentin Hildi Rieser dankte ihnen für den immensen Einsatz und das grosse Engagement im Kichenchor und freute sich auf ein weiteres Zusammensingen. Geehrt wurden:

25 Jahre: Kappeler Hansruedi, Henau; Lehmann Judith, Niederbüren; Helbling Toni, Wolfertswil, Weishaupt       Ursula,  Wolfertswil            
40 Jahre: Schneebeli Elfi, St. Nikolaus Wil; Solère Cécile, St. Nikolaus Wil
50 Jahre: Scheiwiller Anni, Niederbüren; Rieser Hildi, Henau
60 Jahre: Dürr Anny, Niederwil, Keller Maria, Niederwil; Meyerhans Margrit, St. Nikolaus Wil, Koller Bruno, Wil St. Peter
65 Jahre: Anselm Stieger, St. Nikolaus Wil

Gemütliches Zusammensein

Weil es das letzte Mal war, haben die Sängerinnen und Sänger das gemütliche Beisammensein ganz besonders genossen. Bei einem Apéro riche gab es Gelegenheit, im strahlenden Abend den Anlass nochmals revue passieren zu lassen und auch etwas über die Zukunft der Chöre zu diskutieren. Das singen jedenfalls soll für alle weiterhin im Mittelpunkt stehen, ist es doch auch Balsam für die Seele.