Trotz eines intensiven und aufregenden ersten Jahres als Bundesrätin liess es sich Karin Keller-Sutter nicht nehmen, am traditionellen Behördenempfang des Ortsbürgerrates, der heuer im Baronenhaus stattfand, zu erscheinen. Für die Bundesrätin, die in Wil, aufgewachsen ist und die sich seit vielen Jahren für Wil einsetzt – auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene – ist der Empfang zu einer richtigen Tradition geworden. Immerhin hat sie seit dem Jahr 1992 den Anlass nur einmal verpasst. Im Gespräch mit hallowil.ch erzählt sie, dass ihr Wil am Herzen liegt und dass sie auch in Zukunft an solchen Veranstaltungen teilnehmen möchte. Sofern es ihr Terminkalender ermögliche. Denn sie und ihr Ehemann Morten Keller sind im Herbst 2018 – noch vor ihrer Wahl in den Bundesrat – in Wil eingebürgert worden und haben diesen Sommer das Ehrenbürgerrecht erhalten.

Im Video-Interview (siehe unten) blickt die Wiler Bundesrätin auf ihr erstes Jahr in Bundesbern zurück und sagt, was sie 2020 beschäftigen wird. KKS möchte sich explizit Zeit nehmen, um auch immer wieder in die Heimat Wil zurückzukehren. Auch Parlamentspräsident Marc Flückiger stand hallowil.ch Red und Antwort. Dabei blickt er auf sein Präsidialjahr zurück. Zudem sagt Flückiger, ob er Stadtpräsident werden möchte, wenn Susanne Hartmann im Sommer in die St. Galler Regierung gewählt wird.

Drei Highlights der Ortsgemeinde

Norbert Hodel, Präsident des Wiler Ortsbürgerrates, freute sich über den hohen Besuch. Es sei eine Ehre Keller-Sutter zum ersten Mal als Bundesrätin am Behördenempfang begrüssen zu dürfen. Hodel nutze die Gelegenheit, um den Anwesenden – unter ihnen waren unter anderem Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, Parlamentspräsident Marc Flückiger, Vizepräsident des Wiler Stadtparlaments Roland M. Bosshart, Schulpräsidentin Jutta Röösli, Kantonsrätin Ursula Egli, Kantonsrat Jigme Shitsetsang, – für ihr Engagement zugunsten der Öffentlichkeit zu danken. «Ich möchte Danke sagen», betonte Hodel mehrere Male, «für ihre Arbeit im Jahr 2019.»

 
«Ich bin Ostschweizerin», sagt Bundesrätin Karin Keller-Sutter im Interview mit hallowil.ch.

Zudem nannte Hodel während der Veranstaltung – die zum Anstossen sowohl auf das vergangene als auch auf das neue Jahr dient – drei Highlights der Ortsgemeinde: So vergrösserte die Ortsgemeinde den Weinberg in Wil um ein 5000 Quadratmeter grosses Grundstück. «Dieses gekaufte Land erlaubt uns, weitere Rebstöcke anzupflanzen», erzählte Hodel. Jeweils zur Hälfte finanzieren die Ortsgemeinde Wil und die politische Gemeinde Wil die neue Wiler Stadtgeschichte, die 2020 erscheinen wird. «Das ist ein weiterer Beitrag, den die Ortsgemeinde an die Wiler Kultur zahlt», sagte Hodel. Ein weiteres Highlight sei der neueingerichtete Raum im Baronenhaus – indem übrigens der Behördenempfang organisiert wurde. Der Raum trägt einen geschichtsträchtigen Namen: Baronengewölbe. «Früher wurde er als Archivraum genutzt», betonte Hodel, «doch wir haben uns entschieden diesen, umzubauen.» Der Raum stehe neu Hochzeitspaaren, die im Baronenhaus heiraten, als Apérolocation zur Verfügung. «Der Raum kann aber auch für Ausstellungen, Vorträge, Firmenanlässe oder externe Gemeinderatssitzungen genutzt werden.»