Die regnerischen Stunden vor dem Spiel waren dem Stadionrasen deutlich anzumerken. Im mit nur 250 Zuschauern besetzten Exil-Stadion von Stade Lausanne-Ouchy in Nyon wurden die Schritte der Spieler durch ein plätscherndes Geräusch hörbar.

Die Kehrseite: Der nasse Untergrund sorgte für ein schnelles Spiel. Tempo, welches die Wiler bei ihren Kontern clever ausspielten. Bereits nach gut einer Viertelstunde wurden die Ostschweizer ein erstes Mal belohnt. Es war Mergim Brahimi, der sich auf der linken Seite Platz verschaffte und Filip Stojilkovic im gegnerischen Strafraum in Szene setzte. Dieser liess seinem Gegenspieler keine Chance. Nach einem Tunnel am Lausanner Verteidiger stand der Wiler Stürmer alleine vor Goalie João Barroca und versenkte souverän.

Aussenrist-Pass als Torvorlage

Der Führungstreffer gab dem Tabellendritten Sicherheit. Nur acht Minuten später konnten die Äbtestädter auf 2:0 erhöhen. Wieder war es Stojilkovic. Nach einem Fehlpass der Gastgeber schalten die Wiler blitzschnell um. Dominik Schmid brachte den Ball in den Fünfmeter-Raum, wo der Wiler Goalgetter goldrichtig stand und das Spielgerät über die Linie drückte.

Die zweite Halbzeit war vom Spielgeschehen her erneut ausgeglichen. Die Effizienz der Sforza-Truppe nahm aber nicht ab. Mit dem vierten Torschuss erhöhten die Gäste im Colovray auf 3:0. Wer war der Torschütze? Natürlich: Wiederum Stojilkovic. Philipp Muntwiler schickte ihn mit einem Aussenrist-Pass auf die Reise. Der junge Schweizer Nachwuchs-Internationale spielte seine Schnelligkeit aus, umlief Goalie Barroca und traf zum Schlussresultat.


Stojilkovic trifft nur in der Startformation

Drei Tore aus vier Chancen. Das liess sich sehen. Und das von einem Spieler, welcher die Nationalmannschaftspause nicht zur Regeneration brauchen konnte, sondern noch am Dienstag mit der Schweizer U21-Nationalmannschaft in Aserbaidschan auf dem Rasen stand. Nach der Pause wurde er dort von Trainer Mauro Lustrinelli – einst regelmässiger Torschütze beim FC Wil – eingewechselt und feierte schliesslich einen etwas glücklichen 1:0-Erfolg mit seinem Team.

Sichtlich beflügelt von dieser Erfahrung ging Stojilkovic ins Spiel in Nyon. Dabei unterstrich er seine Torgefährlichkeit bei Startelf-Einsätzen. Er traf in dieser Saison bisher „nur“, wenn er von Beginn weg spielte. Mit den zusätzlichen drei Treffern steht er nun mit deutlichem Abstand an der Spitze der vereinsinternen Skorertabelle. Von seinen sieben Saisontoren schoss er vier gegen den Aufsteiger aus der Waadt.

Eine starke Antwort auf das GC-Spiel

Wils Trainer Sforza zeigte sich angetan von der Leistung seines jungen Teams. Vor allem das Zweikampfverhalten und die Effizienz sagten ihm zu. Sforza stellte sein Team nach der Niederlage gegen die Grashoppers in Zürich nicht komplett auf den Kopf und nahm lediglich zwei Veränderungen vor.

Im Interview lobte Sforza den Kampfgeist und sein Sturmjuwel Stojilkovic. Er unterstrich jedoch auch, dass dessen Leistung von der Teamleistung abhängig sei und solche Erfolge nur im Kollektiv generiert werden können.

By Boris Hasler

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Sehen Sie hier, wie Filip Stojilkovic die drei Tore erzielt.

Resultate, Challenge League, 11. Runde:
Stade Lausanne-Ouchy - Wil 0:3
Chiasso - Kriens 0:1
Schaffhausen - Grasshoppers 1:1
Winterthur - Vaduz 1:0
Aarau - Lausanne-Sport 1:3

FC Stade Lausanne-Ouchy - FC Wil 1900 0:3 (0:2)

Colovray: 250 Zuschauer. – Sr: Kanagasingam.

Tore: 18. Stojilkovic 0:1. 26. Stojilkovic 0:2. 73. Stojilkovic 0:3.

FC Stade Lausanne-Ouchy: Barocca; Danner, Maniere, Mfuyi, Tavares; Laugeois (79. Dalvand) , Gaillard (60. Perrier); Parapar, Gazzetta, Ndongo (46. Amdouni); Oussou (46. Lahiouel).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rohner (17. Celant), Schmied, Kamberi, Schmid; Muntwiler (82. Ndau), Abedini; Brahimi (60. von Niederhäusern), Fazliu, Duah (70. Krasniqi); Stojilkovic.

Bemerkungen: Stade Lausanne-Ouchy ohne Mutombo, Matri, Delley, Eleouet, Le Pogam (verletzt) und Iseni (nicht im Aufgebot). Wil ohne Beka (gesperrt), Klein, Wörnhard, Schäppi (verletzt), Traber, Bosic und Sejdija (nicht im Aufgebot).– Verwarnungen: 33. Kamberi (Foul). 38. Muntwiler (Foul). - 15. Rohner verletzt ausgeschieden.

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 11/24. 2. Grasshoppers 11/21. 3. Wil 11/20. 4. Winterthur 11/18. 5. Kriens 11/15. 6. Stade Lausanne-Ouchy 11/14. 7. Aarau 11/14. 8. Vaduz 11/12. 9. Schaffhausen 11/12. 10. Chiasso 11/4.

Nächste Spiele (12. Runde):
Freitag, 25. Oktober: Grasshoppers - Vaduz (20.00 Uhr).
Samstag, 26. Oktober: Kriens - Schaffhausen (17.30 Uhr), Winterthur - Chiasso (18.00 Uhr).
Sonntag, 27. Oktober: Wil - Aarau (14.30 Uhr), Lausanne-Sport - Stade Lausanne-Ouchy (15.00 Uhr).

Die Stimmen zum Spiel:

 
Dreifach-Torschütze Filip Stojilkovic und Trainer Ciriaco Sforza zum dritten Auswärtssieg der Saison.

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Der Liveticker:

Ich bedanke ich mich für das Interesse und wünsche noch einen schönen Samstagabend. Bis bald auf hallowil.ch

Weiter geht es für den FC Wil am kommenden Wochenende mit dem Heimspiel gegen den FC Aarau, der ja gestern Abend gegen die anderen Lausanner – den FC Lausanne-Sport – zuhause mit 1:3 verloren hat. Auch vom Spiel gegen die Rüebliländer berichten wir am Sonntag, 27. Oktober, ab 14.30 Uhr wie gewohnt mit einem hallowil.ch-Liveticker.

Schlussfazit: Der FC Wil kommt schliesslich zu einem ungefährdeten Sieg. Die Basis zu diesem Erfolg ist ein effizienter Auftritt in der Offensive und ein gut organisiertes, konsequentes Auftreten in der Defensive. Die grosse Figur ist Filip Stojilkovic, der alle drei Tore erzielt und die Partie im Alleingang entscheidet. Somit haben die Wiler gezeigt, dass die 0:3-Niederlage gegen die Grasshoppers nur ein Ausrutscher war.

Schlusspfiff im Colovray: Der FC Wil gewinnt gegen Stade Lausanne-Ouchy mit 3:0 und rehabilitiert sich für die 0:3-Niederlage vor der Länderspielpause gegen die Grasshoppers.

91. Minute: Ein Dalvand-Schüsschen von der Strafraum-Grenze bringt immerhin etwas Bewegungs-Therapie für Kostadinovic. Der Wiler Goalie taucht ab und hat die Kugel. Sonst ist er unterbeschäftigt. Das dürfte ihm freilich egal sein.

90. Minute: 3 Minuten Zuschlag gibt es noch.

90. Minute: Nochmals die Gastgeber: Ein Amdouni-Kopfball geht aber doch deutlich zwei Meter drüber.

88. Minute: Und dann entsteht tatsächlich so etwas wie Gefahr: Parapar versucht es direkt. Doch die Kugel zischt knapp am rechten Pfosten vorbei.

87. Minute: Stade Lausanne-Ouchy hatte nach der Pause noch keine echte Chance. Vor der Pause waren es zwei Halbchancen. Jetzt gibt es Freistoss für die Gastgeber aus rund 28 Metern, halbrechte Position.

85. Minute: Das Ding hier ist natürlich durch. Die Gastgeber haben resigniert und werden ihre höchste Saison-Niederlage beziehen. Bis jetzt war das ein 0:2 am 11. August … in Wil.

82. Minute: Letzter Wechsel bei den Wilern: Captain Muntwiler ist raus, Ndau dafür drin. Neuer Captain ist von Niederhäusern.

81. Minute: Hier ist die Zuschauerzahl. Halten Sie sich fest: 250 Fans sind dabei. Ja, da fehlt keine Null. Zweihundertfünfzig.

80. Minute: Letzter Wechsel bei den Gastgebern: Laugeois wird ersetzt durch Dalvand.

79. Minute: Weiterhin machen es die Lausanner dem gut stehenden FC Wil einfach. Die Flanken der Gastgeber landen regelmässig irgendwo im nirgendwo.

76. Minute: Mal wieder steht es in einem Wiler Auswärtsspiel 3:0. Die letzte drei Auswärtsspiele des FC Wil: Winterthur - Wil 0:3. Grasshoppers - Wil 3:0. Stade Lausanne-Ouchy - Wil *0:3.

73. Minute: TOOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Stojilkovic zum 0:3. Muntwiler kommt auf der linken Seite an den Ball und lanciert Stojilkovic steil. Dieser umläuft Goalie Barocca und schiebt sicher ins leere Tor. Dritter Treffer des Tages für Stojilkovic. Was für ein Ding.

72. Minute: Sforza traut der Sache scheinbar noch nicht. Lautstark dirigiert er von aussen.

70. Minute: Der FC Wil wechselt nochmals: Duah geht raus und wird durch Krasniqi ersetzt.

68. Minute: Die Lausanner probieren es noch einmal und setzen sich in der Wiler Hälfte fest. Es fehlt aber weiterhin an klaren Chancen - und vor allem am gelungenen letzten Pass.

66. Minute: Die Wiler stehen hinten weiterhin sicher. Gegen vorne gelingt es ihnen seit der Pause aber nicht mehr, Nadelstiche zu setzen.

64. Minute: Für die Lausanner wäre es übrigens erst die zweite Heimniederlage dieser Saison. Leader Lausanne-Sport lief hier mit einer 0:3-Klatsche raus.

61. Minute: Auch SLO wechselt: Gaillard hat Feierabend, Perrier dafür Arbeitsbeginn.

60. Minute: Zweiter Wechsel beim FC Wil: Brahimi geht runter und wird durch von Niederhäusern ersetzt.

59. Minute: Also ist zu vermelden: Der Regen hat wieder aufgehört. Genau: Es tut sich nicht wirklich viel auf dem Feld. Was den Wilern natürlich nur recht sein kann.

57. Minute: Solange es 2:0 steht für die Gäste, fehlt dem Spiel die Würze. Der Aufsteiger scheint momentan nicht wirklich eine Idee zu haben, wie der Rückstand aufgeholt werden könnte.

55. Minute: Die Wiler sind im Verwaltungs-Modus angekommen. Sie sind bedacht, defensiv nichts zuzulassen. Was auch gelingt. Aber eben: Ein 1:2 - und dann sieht das hier wohl ganz anders aus.

49. Minute: Nach einem Muntwiler-Foul nahe des eigenen Strafraums kommt SLO zu einer guten Freistoss-Chance. Doch Amdouni setzt den Ball rund einen halben Meter drüber.

47. Minute: Eine weitere Neuigkeit: Starkregen über Nyon. Vor der Pause war es nur sporadisch nass.

46. Minute: Die beiden Lausanner Wechsel: Oussou machte platz für Lahiouel. Und Ndongo ist nicht mehr dabei und wurde durch Amdouni ersetzt.

46. Minute: Das Spiel ist wieder freigegeben. Die zweite Halbzeit läuft.

Die Mannschaften kommen zurück. Gleich geht es weiter. Bei den Gastgebern wird es einen Doppelwechsel geben.

Pausenfazit: Noch eine Anmerkung zum Thema "es geht über den Kampf": Der FC Wil kam mit vier Fouls durch diese erste Halbzeit. Das sind aber viermal mehr als Stade Lausanne-Ouchy ...

Pausenfazit: Die Wiler machen mehr richtig als die Waadtländer. Vor allem machten sie die Tore. Drei Möglichkeiten, zwei Treffer. Stojilkovic ist bisher der grosse Mann. Dabei hätte man meinen können, dass er allenfalls müde auflaufen würde. Immerhin hat er am Dienstagabend noch 45 Minuten mit der Schweizer U21-Nationalmannschaft gespielt … in Aserbeidschan. Die Wiler führen auch, weil sie defensiv gut stehen und kaum etwas zulassen - und weil die Gastgeber im Angriff zu oft die Präzision vermisen lassen. Nur ganz selten wurde es gefährlich vor Kostadinovic. Spielen die Wiler so weiter, gibt das den dritten Auswärtssieg der Saison. Die ersten beiden in Chiasso und Winterthur waren übrigens beide "zu Null" eingefahren worden.

Pausenpfiff im Colovray zu Nyon: Der FC Wil führt gegen Stade Lausanne-Ouchy mit 2:0.

45. Minute: 1 Minute gibt es noch obendrauf.

45. Minute: Die Wiler haben in den vergangenen Minuten das Spielgeschehen wieder besser unter Kontrolle gebracht.

42. Minute: Da schien der Hattrick von Stojilkovic bereits perfekt: Der Wiler Stürmer zieht alleine auf das Tor der Gäste zu, verfehlt dann aber das Gehäuse ganz knapp mit seinem Versuch, die rechte Torecke zu treffen.

39. Minute: Gelb für Muntwiler nach einem gar harten Einsteigen nahe der Seitenaus-Linie. Nachdem er zuletzt für eine Verhältnisse lange nicht mehr verwarnt worden war - nämlich seit der 4. Runde - war nun wieder mal ein Karton fällig. Es ist der fünfte Gelbe in dieser Spielzeit.

35. Minute: Ganz grundlegend ist Stade Lausanne mindestens ebenbürtig. Aber der letzte Pass kommt noch überhaupt nicht bei den Gastgebern.

33. Minute: Die erste Verwarnung des Spiels ist Tatsache: Es trifft Kamberi nach einem Foul an Parapar.

30. Minute: SLO versucht zu reagieren und kommt zu einem Corner von links. Manière erreicht den Ball und kommt zum Kopfball. Doch dieser geht ganz knapp am rechten Pfosten vorbei. Wobei Kostadinovic wohl zur Stelle gewesen wäre.

26. Minute: TOOOOOOOR für den FC Wil durch Stojilkovic zum 0:2. Dieser Treffer hat den Ursprung in einem groben Fehlzuspiel der Lausanner in ihrem Aufbauspiel. Fazliu kommt bei der Mittellinie an den Ball und läuft, ohne angegriffen zu werden. Fazliu hat dann das Auge für Schmid, der über links mitgelaufen ist. Dieser sieht wiederum Stojilkovic in der Mitte, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben braucht. Effizienz pur bei den Gästen.

22. Minute: Dieser Führungstreffer ist natürlich wichtig, zumal der Boden ja wirklich nicht zum Aufholen einlädt. Wieder trifft Stojilkovic früh. Das hat er schon im Hinspiel gegen SLO getan. Damals gar noch früher, nämlich in der 12. Minute. Das war übrigens erst der sechste Wiler Treffer dieser Saison vor der Pause.

18. Minute: TOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Stojilkovic 0:1. Brahimi kommt über links, spielt dann auf Stojilkovic, der in den Strafraum eindringt. Der Wiler Stürmer tunnelt noch einen Verteidiger und schiebt dann gekonnt ins lange, rechte Eck. Fünfter Saisontreffer für den bisher besten Wiler Torschützen in dieser Saison.

16. Minute: Hier ist der notgedrungene Wechsel bei den Wilern: Celant kommt für den verletzten Rohner rein.

15. Minute: Rohner wird in die Kabine begleitet. Es geht nicht mehr. Celant kommt dann gleich ins Spiel. Die Gäste momentan in Unterzahl.

13. Minute: Bei Rohner schaut es übrigens nicht gut aus. Er greift sich an die Adduktoren.

11. Minute: Es sind übrigens noch ein paar Zuschauer gekommen. Auf der Gegentribüne sind es die neun mitgereisten Wiler Fans - und auch neun Fans von Stade Lausanne-Ouchy. Echt jetzt.

7. Minute: Sonst fehlen in dieser Startphase bisher die grossen Aktionen. Es ist ein Abtasten. Und das auf einem sehr tiefen Platz. Man hört richtig, wie die Spieler einsinken. Wie auf einem Sumpf. Das wird hier über den Kampf gehen.

4. Minute: Duah versucht es. Doch da fehlt die Präzision. Kein Problem für Goalie Barocca.

4. Minute. Muntwiler holt einen Fristoss für Wil aus 20 Metern zentral vor dem Tor raus.

3. Miuute: Das bisher auffälligste: Die neue Haarfarbe von Eris Abedini. Wasserstoff-blond.

1. Minute: Auf geht's. Das Spiel ist freigegeben.

So, die Mannschaften sind da. Gleich geht es los mit FC Stade Lausanne-Ouchy gegen FC Wil. Viel Spass.

Um 17 Uhr geht es los. Wir sind gespannt. Und wir fragen uns, ob noch ein paar Zuschauer kommen.

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Für beide Teams ein Auswärtsspiel: Zuschauer gesucht ...

Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Anojen Kanagasingam. Wieder ein Schiedsrichter-Austausch? Nö. Kanagasingam ist als Sohn tamilischer Eltern im Bernbiet aufgewachsen. Für den 25-Jährigen ist es heute das zweite Challenge-League-Spiel. Im ersten Einsatz resultierte Ende August ein 1:0-Sieg in Schaffhausen für … Stade Lausasne-Ouchy.

Bei Stade Lausanne-Ouchy, das ebenfalls in einem 4-2-3-1-System agiert, steht Barocca im Tor. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen Captain Danner, Manière, Mfuyi und Tavares. Die defensiven Mittelfeldspieler sind Laugeois (rechts) und Gaillard. Im offensiven Mittelfeld agieren von rechts nach links Parapar, Gazzetta und Ndongo. Einziger Stürmer ist Oussou.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Der von Ciriaco Sforza trainierte FC Wil beginnt in einem 4-2-3-1-System mit dem Westschweizer Kostadinovic im Tor. In der Verteidigung spielen von rechts nach links Rohner, Schmied, Kamberi und Schmid. Die defensiven Mittelfeldspieler sind Captain Muntwiler (rechts) und Abedini. Im offensiven Mittelfeld laufen auf von rechts her gesehen Brahimi, Fazliu und Duah. Einziger Stürmer ist Stojilkovic. Diese Formation kommt nicht allzu überraschend. Ersatzgoalie Klein, Schäppi, und Wörnhard sind verletzt.

Konzentrieren wir uns auf die Gegenwart. Mittlerweile begegnen sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Drei Punkte trennen die beiden Teams in der Tabelle. Gewinnen die Waadtländer mit mindestens zwei Treffern Differenz, ziehen sie am FC Wil vorbei. Die Äbtestädter wiederum wollen zeigen, dass die sang- und klanglose 0:3-Auswärtsniederlage gegen die Grasshoppers vor der Länderspielpause nur ein Ausrutscher war und mehr in ihnen steckt. Das «Hinspiel» haben die Wiler mit 2:0 gewonnen. In Erinnerung geblieben von jener Partie ist ein Prachts-Treffer, als Filip Stojilkovic einen Distanzschuss aus sicher 25 Metern genau in die hohe Ecke setzte. So was sähen wir auch heute gerne.

Spielort ist ja nicht Lausanne, sondern Nyon. Der Fussballplatz von SLO in Lausanne-Vidy genügt den Anforderungen der Liga nicht – so idyllisch die Lage am See auch sein mag. Für das heutige Spiel hätte allerdings auch jener Rahmen genügt. Denn wegen des trüben Wetters, das heute schon den ganzen Tag in der Romandie vorherrscht, dürfte das Interesse an diesem Spiel äusserst überschaubar bleiben. Den Wilern ist es gewiss recht, dass nicht in Vidy gespielt wird. Denn dort setzte es, gegen SLO, eine der dunkelsten Stunden der Vereinsgeschichte ab. Unter türkischer Führung hatte es vor gut drei Jahren im Cup gegen den damals um zwei Ligen tiefer spielenden Gegner eine peinliche 2:4-Niederlage gegeben.

Die zweiwöchige Länderspielpause ist vorbei. Es gibt wieder heimisches Fussball-Schaffen zu sehen. In der Challenge League steht an diesem Wochenende Runde Nummer 11 an. Für den FC Wil bringt diese das Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy, kurz SLO genannt, mit sich. Herzlich willkommen aus dem Waadtland zu dieser Partie. Simon Dudle tickert für Sie durch den Vorabend.

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Die Vorschau:

Gleich zweimal innerhalb von etwas mehr als einem Monat reist der FC Wil ins Waadtland, um bei einem Lausanner-Klub zu gastieren. Bevor am 22. November ein zweitletzter Auftritt auf der altehrwürdigen Pontaise gegen Aufstiegsaspirant Lausanne-Sport ansteht, geht es am Samstag zuerst gegen die «kleinen» Lausanner. Wobei die Bezeichnung «klein» den bisherigen Leistungen von Stade Lausanne-Ouchy, kurz SLO, nicht gerecht wird.

Der Aufsteiger hat positiv überrascht. Siegt er gegen die Wiler mit mindestens zwei Toren Differenz, liegt er auch noch vor den Ostschweizern. Da die Äbtestädter – trotz der zuletzt dürftigen Leistung bei der 0:3-Niederlage auswärts gegen die Grasshoppers – von einem gelungenen Saisonstart sprechen dürfen, treffen am Genfersee jene beiden Teams aufeinander, welche bisher als einzige in dieser Saison mehr erreicht haben, als man ihnen gemeinhin zugetraut hat.

Die Lausanner:

Was Stade Lausanne-Ouchy in dieser Saison zeigt, ist aller Ehren wert. Zwar gingen von den ersten zehn Meisterschaftsspielen bereits deren vier verloren. Mit etwas mehr Matchglück stünde «SLO» aber noch ohne Niederlage da. Denn alle vier Niederlagen hätten gut und gerne verhindert werden können. Bei den Grasshoppers gab es zum Saisonstart ebenso ein unglückliches 1:2 wie zehn Tage später gegen Winterthur, als der Siegtreffer der Eulachstädter höchst umstritten war. Bei der 0:2-Niederlage auf dem Bergholz machten die Wiler den Sack erst in der 96. Minuten mit dem Treffer zum 2:0 zu. Und die vor der Länderspielpause erlittene 2:3-Niederlage im «Ländle» gegen Vaduz wurde bezogen, obwohl 17:10-Abschlüsse für die Gäste verzeichnet wurden.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Die Mannschaft profitiert einerseits von der Aufstiegseuphorie und von Trainer-Fuchs Andrea Binotto. Zudem hat sie sich geschickt verstärkt. Gekommen sind Spieler wie Marco Delley, Karim Gazzetta, William Le Pogam, Jérémy Manière, Christopher Mfuyi oder Konan Oussou, die allesamt über Erfahrung zumindest in der Challenge League verfügen. Die Mannschaft tritt bereits so gefestigt auf, dass es eine Überraschung wäre, wenn sie doch noch zu einem Abstiegskandidaten würde. Nur ein eigenes Stadion, das den Ansprüchen der Liga genügt, haben die Lausanner noch nicht. Darum findet das samstägliche Spiel im 40 Kilometer entfernten Nyon statt – und zwar im Stade Colovray.

Die Wiler:

Der FC Wil reist nach Lausanne, um zu zeigen, dass der schwache Auftritt bei der 0:3-Auswärtsniederlage gegen die Grasshoppers vor der Länderspiel-Pause nur ein Ausrutscher war. Die Partie gegen «SLO» wird aber auch zeigen, wie reif die junge Mannschaft schon ist – und wie gut die Spieler die Länderspiel-Pause verdaut haben. Filip Stojilkovic und Eris Abedini waren noch am Dienstagabend in U21-Länderspielen in Aserbeidschan und dem Kosovo im Einsatz.

Nach zwei Spitzenspielen vor der Länderspielpause folgt für den FC Wil nun bis zu den nächsten Nati-Spielen eine Phase der Bestätigung. Nach der Partie gegen «SLO» geht es der Reihe nach gegen Aarau, Vaduz und Chiasso. Alle liegen sie hinter dem FC Wil – was auf dem Bergholz mittlerweile doch gewisse Erwartungen weckt.