Behält die FDP in Kirchberg das alleinige Entscheidungsrecht in der Exekutive? Bis anhin war es so, da fünf von neun Gemeinderäten dem Freisinn angehörten. Noch ist aber nicht sicher, ob es dabei bleibt. Denn im ersten Wahlgang der Gesamterneuerungswahlen wurden acht Gemeinderäte gewählt, davon vier von der FDP. Namentlich sind es Gemeindepräsident Roman Habrik (bisher), Schulpräsident Orlando Simeon (bisher) sowie die beiden Gemeinderäte Michael Sutter (bisher) und Silvan Holenstein (neu).

Nicht gewählt im ersten Wahlgang wurde der FDP-Vertreter Linus Calzaferri. Und dies, obwohl er seit 2009 im Gemeinderat politisiert. Er machte 1354 Stimmen, damit zwar das beste Ergebnis der Nicht-Gewählten, verfehlte das Absolute Mehr aber um 32 Stimmen. Calzaferri hat sich entschieden, im zweiten Wahlgang wieder anzutreten und wurde von der FDP einstimmig nominiert. Am 29. November geht es um den neunten und letzten Gemeinderatssitz für die Legislatur 2021-2024. «Der Gemeinderat Kirchberg wurde im ersten Wahlgang stark erneuert. Nun gilt es, dass das Gremium wertvolle Erfahrungen nicht verliert», schreibt die FDP am Mittwochabend in einer Mitteilung. Wer neben Calzaferri noch kandidiert – das Hauptaugenmerk richtet sich auf Reto Hollenstein von der CVP, der rund 130 Stimmen weniger machte als Calzaferri und sich ebenfalls noch Chancen ausrechnen darf – wird spätestens am kommenden Montagabend (5. Oktober) feststehen. Dann endet die Meldefrist für den zweiten Wahlgang.

Für den Schulrat sind vor dem zweiten Wahlgang noch zwei Sitze frei. Die FDP nominiert für jenes Gremium keinen Kandidaten.