Die Schlussphase des Derbys hatte es in sich: Zwei späte Tore durch zwei Joker und Chancen auf beiden Seiten. Die Punkteteilung geht in Ordnung, meint Cheftrainer Alex Frei: "Es wäre vermessen zu sagen, es seien zwei verlorene Punkte. Es ist am Schluss wohl ein gerechtes Unentschieden." Die Tore erzielten zwei eingewechselte Spieler: Der ex-Wiler Sämi Ballet für Winterthur und Maren Haile-Selassie für unseren Verein. „Wenn wir am Schluss die Konter besser rausspielen, können wir sogar noch gewinnen“, sagt Lavdim Zumberi, der erstmals nach seinen Blessuren über 90 Minuten mittun konnte. In der Tat hatte Silvio kurz vor dem Ende noch einen Riesen-Möglichkeit zum 2:1, die Winterthurs Goalie aber mit einer starken Parade zunichte machen konnte.

Zürcher Co-Produktion

Nach dem Gegentor durch Sämi Ballet in der 80. Minute reagierte das Wiler Team gut und konnte die Winterthurer noch einmal unter Druck setzen. Alex Frei musste auf die gesperrten Bledian Krasniqi, Valon Fazliu und Serkan Izmirlioglou verzichten, liess zuerst mit einer Viererabwehr, später mit einer Dreierverteidigung spielen. Der Steigerungslauf brachte den gewünschten Erfolg: Die Winterthurer konnten den Ball nicht aus dem Strafraum schlagen, Marcin Dickenmann übernahm, spielte den Pass zur Mitte und dort stand Joker Maren Haile-Selassie goldrichtig – es war sein viertes Saisontor. Die beiden GC- und FCZ-Leihspieler harmonierten prima.

Am Freitag gegen Xamax

Bereits am Freitag kommt es zum nächsten Heimspiel: Dann kommt Super League-Absteiger Xamax Neuenburg, der das Kellerduell gegen Chiasso mit 2:1 gewinnen konnte, nach Wil. Alex Frei zum Spiel gegen Xamax: „Für uns gilt es, die nötigen Punkte zu sammeln, die ersten Rivalen auf Distanz zu halten und den Ligaerhalt irgendwann auch mal rechnerisch zu schaffen. Darum ist das 1:1 gegen Winterthur ein wichtiger Punkt, weil wir wieder einen Zähler gutgemacht haben.“

(FC Wil)