In Bezug auf die Augarten-Kreuzung sieht die Lösung der St. Galler Regierung eine Lichtsignallösung vor, welche nebst einem optimierten Lichtsignal unter anderem eine Erweiterung der Anzahl Fahrspuren vorsieht. Dabei soll der Umbau rund 8.2 Millionen Franken kosten, 2023 starten und bis 2040 für niedrige Wartezeiten sorgen. Daneben gibt es die von den SVP-Vertretern vorgeschlagene Tunnel-Kreisel-Variante, welche seit Jahren während Wahlkämpfen omnipräsent als die Beste aller Lösungen angepriesen wird. Doch fehlen bis heute die notwendigen Fakten. Zentrale Fragen wie beispielsweise die Länge der Unterführung sind ungeklärt. Ebenso das Investitionsvolumen, die Machbarkeit oder die damit einhergehenden Land-Enteignungen.

Kosten-Nutzen abwägen

Angenommen, die Tunnel-Kreisel-Variante kostet 20 Millionen, was unter Berücksichtigung der Durchschnittskosten pro Tunnelkilometer als realistischer Wert herangezogen werden kann, fallen die jährlichen Gesamtkosten bei einer Nutzungsdauer von 25 Jahren im Vergleich zur Lichtsignallösung der Regierung für den Steuerzahler mehr als doppelt so hoch aus. Damit der Nutzen – also die Reduktion der Stauzeit und somit der Staukosten – der Tunnel-Kreisel-Variante im Vergleich zur Lichtsignallösung höher ausfällt, müsste die Tunnel-Kreisel-Variante die gegenwärtige Stauzeit in etwa halbieren. Aus Sicht der FDP Uzwil handelt es sich bei der von der Regierung vorgeschlagenen und vom Gemeinderat Uzwil unterstützen Lichtsignallösung, um eine hinsichtlich Kosten-Nutzen ausgewogene Lösung. Eine Tunnel-Kreisel-Variante hingegen ist eine schwierig umsetzbare Luxuslösung, welche sich der Kanton St. Gallen - trotz Strassenfonds - mit seinem latent strukturellen Defizit schlichtweg nicht leisten kann. (fdp)