Wil: alles klar

Keine Opposition weit und breit für die unaufgeregteste kommunale Vorlage der Region. Die Wiler Stimmbürger mussten die «Kompetenzregelung für die Energie- und Kommunikationssignalbeschaffung» absegnen. Das taten sie auch und zwar mit 86.01 Prozent (Ja: 5108, Nein 831)

Oberbüren: Stimmvolk will Videoüberwachung

Das Referendum gegen eine Reglementsänderung wurde ergriffen: Der Gemeinderat wollte beim Oberstufenzentrum Thurzelg Überwachungskameras installieren und so Vandalenakten vorbeugen. Anstatt sich auf das OZ zu beschränken änderte der Gemeinderat das Reglement dahingehend, dass Videoüberwachungen künftig auf dem ganzen Gemeindegebiet relativ einfach möglich sein werden. Das ging einigen zu weit, sammelten Unterschriften und brachten das Geschäft an die Urne. Das Resultat: Die Oberbürer sind mit der Arbeit des Gemeinderates sehr zufrieden und stimmen der Reglementsänderung mit einer eindeutigen Dreiviertelmehrheit zu (Ja: 1235, Nein: 318).

Flawil: zweimal Ja, einmal Nein

In Flawil standen drei Sachgeschäfte auf der Abstimmungsagenda:

  • Neugestaltung Marktplatz
  • Hochwasserschutzprojekt Dorf- und Tüfibach
  • Neubau Dreifachhalle mit Musikschulzentrum Feld

Im Vorfeld äusserte sich vor allem die CVP Flawil skeptisch gegenüber der Neugestaltung des Marktplatzes und des Hochwasserschutzprojektes und empfahl ein Nein. Die Gegenargumente haben vor allem beim Hochwasserschutzprojekt überzeugt.

So haben sich die Flawiler Stimmberechtigten deutlich für den Neubau einer Dreifachhalle mit Musikschulzentrum im Feld  (Ausführung Holz) ausgesprochen. 

Mit 1677 Ja- gegen 1450 Nein-Stimmen wurde auch der Neugestaltung des Marktplatzes zugestimmt. Damit entsteht im Zentrum von Flawil ein Kulturhaus mit offener Markthalle und Tiefgarage.

Mit 1884 Nein- zu 1205 Ja-Stimmen haben die Flawiler allerdings das Hochwasserschutzprojekt abgelehnt. Der Gemeinderat bedauert diesen Entscheid, wie er in einer Mitteilung schreibt. Die Hochwassergefahr sei nämlich nicht gebannt. Aus Sicht des Rats handle es sich beim Abstimmungsergebnis vor allem um einen Entscheid zur Linienführung. Nun sei klar, dass der Hochwasserschutz des Tüfibach im bisherigen Bachverlauf realisiert werden müsse.