Nach einem holprigen Start mit einem satten Verlust im ersten Betriebsjahr hat sich der Sportpark Bergholz in den vergangenen Jahren auf finanziell positiv entwickelt – über alle Sparten betrachtet. Doch es gibt ein Sorgenkind: das Restaurant. Seit der Eröffnung im Jahr 2014 mussten für jenes Bereichsergebnis konstant Verluste akzeptiert werden. Ergriffene Massnahmen sowohl auf der Kosten- als auch auf der Ertragsseite haben nicht gefruchtet. «Der Betrieb im Tagesgeschäft ist anspruchsvoll, starken Schwankungen ausgesetzt und entsprechend schwierig zu planen», sagt Marcel Schneller, Geschäftsführer des IGP Sportpark Bergholz.

Um dies zu ändern, sind Fachpersonen herangezogen worden, welche die Situation analysiert haben. Als Konsequenz daraus wurde per 13. April dieses Jahres eine auch für den Gast deutlich spürbare Konzeptänderung vorgenommen: Selbstbedienung statt Teller-Service. Das betrifft das Tagesgeschäft im Restaurant und im Sommer auch auf der Terrasse. «Bei Veranstaltungen, Konferenzen und Banketten werden wir weiterhin servieren», sagt Schneller. Die Umstellung habe zum Ziel, die Kostenbasis langfristig zu verbessern.

An der Kasse und am Buffet

Diese Veränderungen gehen nicht spurlos an den Mitarbeitenden vorbei. Denn diese Massnahme betrifft auch die Personalaufwendungen. Konkrete Zahlen, wie viel eingespart werden soll, gibt Schneller nicht bekannt. Er sagt jedoch: «Es verliert niemand seine Stelle. Die Optimierungen erfolgen einerseits durch die Nutzung von Synergien in der Zusammenarbeit Gastronomie und Empfang/Kasse. Andererseits gibt es teilweise Anpassungen bei den Pensen.» Was konkret heisst: Gewisse Mitarbeitende dürfen weniger lang arbeiten. «Wir wollen auch zusätzliches Potenzial bei Veranstaltungen und Events abrufen und das Personal an anderen Orten einsetzen», sagt Schneller.

In der Gastronomie des IGP Sportpark Bergholz arbeiten je nach Saison bis zu 12 Mitarbeitende in verschiedenen Pensen. In der Hauptsaison während des Sommers kommen zusätzliche Aushilfen dazu.

Angebot bleibt nahezu unverändert

Und was bedeutet die Umstellung für den Restaurant-Benutzer? Das Angebot sei auf das neue Konzept angepasst worden. «Wir führen neu täglich ein Selbstbedienungs-Salatbuffet und ergänzen das Grundangebot mit Tageshits. Wir legen weiterhin grossen Wert auf ein ausgewogenes, breites, gesundes und regionales Angebot zu fairen Preisen und in hoher Qualität», sagt Schneller. Die Karte ist nahezu unverändert geblieben. «Das neue Konzept erlaubt uns, am Abend bis Betriebsschluss warme Snacks anzubieten. Das Angebot wird somit in den Randstunden ausgebaut.»