Dass das Publikum eine vortreffliche Aufführung der drei Ortsvereine erwartete, bestätigte sich mit dem grossen Aufmarsch der Dörfler wie auch Gästen aus der näheren Region. Auch gesellten sich Musikanten aus Nachbarvereinen unter die Anwesenden. Die Kirche füllte sich bis auf letzte Plätze.


Volumenstarker Auftakt

Die akustikstarke Kirche Niederhelfenschwil bot eine herausragende Möglichkeit für die teils volumenstarken Auftritte. Die letzten Minuten vor dem Konzertstart wurde es seitens des Publikums immer stiller in Erwartung des ersten Auftritts der Konzertvereine. Zum ersten Vortrag hatten sich alle drei Vereine aufgestellt.

Die Leitung des Auftaktstückes «Die Welt ist voller Lieder» Komponiert von Peter Brettner und Fritz Kleindiek, oblag dem Gesamtleiter des Konzertes Bernhard Zingg. Im Wechsel kamen die Brassband-Musikanten, der Männerchor und der Johanneschor zum Einsatz, um dann auch gesamthaft für ersten Hörgenuss zu sorgen.

Blumiger Auftritt des Männerchors

Die eher niedrigen Temperaturen hinderten die Mitglieder des Männerchors nicht daran, adrett im weissen Hemd aufzutreten. Die Chorleiterin aus Niederbüren, Gerda Hardegger, sorgte sodann für wärmende Melodien, beginnend mit «Bring mir Blumen, solange ich lebe» von Remo Kessler und Polo Hofer. Von Otto Groll stammte das zweite Stück «Die Glocken von Isola Bella», gefolgt vom «Das Ave-Maria der Berge», gleichfalls von Groll komponiert. Der brillant wirkende Auftritt des Männerchors schloss mit einem Stück der Kastelruther Spatzen: «Morgenrot im Alpstein». 

Der sonst als Kirchenchor wirkende Johanneschor zeigte mit der Aufführung aus der Operette «Im weissen Rössl» mit hervorragendem Gesang was auch noch in ihm steckt. Operettenmusik ist bekanntlich nicht gerade Kirchenmusik nahe. Bei den darin liegenden «Ohrwürmern» wie «Was kann der Siegesmund dafür…» und «Es muss was Wunderbares sein…» war man gleich zum Mitsummen geneigt. Wirksam wurde die Aufführung auch mit der Begleitmusik auf dem Klavier. Chorleiter Bernhard Zingg erhielt wie schon der Männerchor voraus, langanhaltenden Applaus.

Brassband-Qualität erster Güte

Musikdirigent Marcel Eggler hatte sich mit seinen Musikanten auf anspruchsvolle Vorträge vorbereitet. Wirkungsvoll startete deren Auftritt mit «Guardian of my soul» von Darren Shaw. Zum zweiten Beitrag «Hymn for Diana» von Joseph Turrin war mit dem hängenden Xylophon für das echte Erklingen der Glocken des Londoner Westminster gesorgt.

Für einen brillanten Abschluss sorgte die Brassband-Besetzung mit dem Werk «I believe i can fly» von R. Kelly/Jan van Kraeydonck. Langanhaltenden Applaus des Publikums hatten die Musikanten auf sicher.

Zum Abschluss stand noch einmal ein Gesamtauftritt aller drei Formationen an. Sozusagen zu einer friedlichen Weihnachtszeit einstimmend führten sie das Werk «Für den Frieden in der Welt» von Hermann Ophoren auf. Mit standing Ovation bedankte sich das Publikum für die grossartig wirkenden Aufführungen. Grosszügig liessen sich die Aufführenden noch zu einer Zugabe herbei.