Die Schulsozialarbeit ist sowohl an den beiden Primarschulen Rickenbach und Wilen, als auch an der Sekundarschule seit Jahren ein fester Bestandteil des schulischen Angebots und hat sich bewährt. An allen drei Standorten wird die Schulsozialarbeit von Claudia Ulmann geleitet, wie es in einer Mitteilung heisst. 

Konzepterweiterung

Eine umfassende Bestandesaufnahme der Schulsozialarbeit an den drei Schulen zeigte im Juni 2021, dass Prävention und Früherkennung ausgebaut und noch besser verankert werden sollen. Die bestehenden Konzepte der Schulsozialarbeit an den drei Schulstandorten wurden deshalb mit einem Stufenkonzept Prävention und mit Umsetzungsstrategien im Bereich Früherkennung/Frühintervention erweitert. Die bisherigen Arbeiten der Schulsozialarbeit im Bereich der Krisenintervention sind angemessen, bleiben erhalten und werden fortgeführt.

Gemeinsame Projektarbeit

Die Projektgruppe, bestehend aus Schulsozialarbeiterin Claudia Ulmann und Vertreterinnen aller drei Schulbehörden (Bernadette Ledergerber, Sekundarschule Ägelsee, Monika Schafroth, Primarschule Wilen sowie Cornelia Rotach und Magdalena Hvalič, Primarschule Rickenbach) hat innerhalb eines halben Jahres das neue Stufenkonzept erarbeitet. Trotz unterschiedlicher Ansprüche und verschiedener Bedürfnisse der beiden Primarschulen in Rickenbach und Wilen ist es gelungen, ein gemeinsames Konzept zu aller Zufriedenheit zu entwickeln.

Modulartiges Angebot

Prävention und Früherkennung haben zum Ziel, psychische Widerstandskraft (Resilienz), ein konstruktives Miteinander, Gemeinschaftsgefühl und Integration sowie körperliche und psychische Gesundheit innerhalb einer lernfördernden Umgebung zu stärken und zu fördern. In Zusammenarbeit aller drei Schulgemeinden ist es gelungen, eine gemeinsame Basis für einen gesunden und kooperativen Schulalltag zu entwickeln. Die entstandenen Synergien im Bereich Prävention und Früherkennung werden von der Schulsozialarbeiterin Claudia Ulmann genutzt. Sie bringt als wichtige Schlüsselperson die Präventionsthemen vom Kindergarten bis zur 3. Sekundarstufe in die Klassenzimmer. Angeboten werden Module zu Partizipation, Gewaltprävention, Suchtprävention, Förderung sozialer Kompetenzen, Medienbildung, Sexualpädagogik und Menschenrechte. Diese dienen in allen Schulen als Leitfaden und fördern eine koordinierte und lückenlose Präventionsarbeit.

Prävention über alle Stufen

Die Ausgestaltung der Präventionsmodule ist so angelegt, dass jedes Kind in Wilen und Rickenbach während seinen elf Schuljahren von allen Themen wiederholt profitieren kann. Prävention ist ein Einüben überfachlicher Kompetenzen wie Selbstreflexion, eigener Werte bewusstwerden, Umgang mit Vielfalt lernen und ist ein fester Bestandteil des Lehrplans. Aber auch die Erziehungsberechtigten und Lehrpersonen werden bei verschiedenen Themen in Form von Elternabenden und Weiterbildungen einbezogen. Die Präventionsmodule werden von der Schulsozialarbeiterin Claudia Ulmann koordiniert und entweder von ihr selbst oder einer externen Fachstelle durchgeführt. Damit sind für die Schulen sinnvolle Informationen und Arbeitsinstrumente geschaffen worden, die von allen mitgestaltet werden.