Mit «Second time» ist die Ausstellung überschrieben, die am Samstagabend vor dem ersten Adventssonntag offiziell eröffnet worden ist. Die beiden Künstlerinnen Irene Müller und Rita Harder wurden dabei von Zinta Oklé, Mitglied des Galerieteams, vorgestellt und ihr Schaffen gewürdigt. Andi Hafner aus Oberuzwil umrahmte die Vernissage am Jazzpiano. Künstlerin Rita Harder ist im Kanton Zug aufgewachsen. Sie zeichnete und malte gern, aber eine künstlerische Ausbildung zu absolvieren blieb ihr verwehrt. Nach einer kaufmännischen Ausbildung hat sie aber immer wieder Kurse besucht, um verschiedene Maltechniken kennenzulernen. Seit 30 Jahren lebt sie in Gossau. Sie arbeitet als Buchhalterin und ist in ihrer Freizeit leidenschaftliche Malerin. Vor 13 Jahren hat sie sich ein eigenes Atelier zugelegt. Dort lebt sie nicht bloss die eigene Kreativität aus, sondern bietet auch Kurse an und organisiert Malferien.

Harders Malerei ist konkret. In der Ausstellung zeigt sie Menschen, Blumen und Landschaften. Sie zeigt auch Bildausschnitte, Blicke auf Einzelheiten. Appenzeller Sennen sind als Gruppen dargestellt, aber auch Details ihrer Tracht sind Motive. Sie lässt sich an Formen inspirieren und probiert neue Techniken und Ausdrucksformen aus. Aktuell experimentiert sie mit Schellacktusche. Diese wird mit einer Pipette auf Aquarellpapier getropft und dann mit einem Pinsel bearbeitet. Auf diese Weise sind im vergangenen Herbst im Engadin abstrakte Landschaften entstanden.

Keramik als Ergänzung

Irene Müller aus St. Gallen hat ihren Wunsch, Töpferin zu werden, in die Tat umgesetzt. Nach der Töpferlehre hat sie sich an der Kunstgewerbeschule weitergebildet. Anfänglich hat sie hauptsächlich Geschirr hergestellt. 1985 hat sie den langgehegten Wunsch nach einer eigenen Töpferei verwirklich. Ihr Wissen hat sie auch an Primarschüler vermittelt. Das Herstellen von Gebrauchsgegenständen wurde durch Kunstobjekte abgelöst. Das Grundgerüst entsteht meist auf der Töpferscheibe. Dann wird weiterbearbeitet, verziert, glasiert und gebrannt. Die aus weissem Ton modellierten Objekte werden im selbstgebauten Rakuofen bei 1000 Grad Celsius gebrannt. Beim Abräuchern entstehen schwarze Farbflecke. Irene Müller lässt sich vor allem durch Menschen und Tiere inspirieren.


Öffnungszeiten: Die Galerie am Gleis an der Bahnhofstrasse 77 in Uzwil ist bis am Samstag, 20. Dezember jeweils freitags von 16 bis 19 Uhr, samstags von 11 bis 15 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.