Seit Menschengedenken gibt es Krieg. Warum? Muss das so sein? Diese und ähnliche Fragen verfolgte Referent Eugen Drewermann am Schlussvortrag des Frühlingsprogramms vom Impulsforum Wil. Er wurde vom Publikum konzentriert verfolgt und mit einem stehenden Applaus am Schluss quittiert. Daran schloss sich eine lebhafte Diskussion.

Der aufgezeigte Weg führe nach Innen. Er verlange eine grundlegende Änderung der gewohnten Perspektive. „Wir müssen aufhören, unsere Sicherheit in Machtentfaltung zu suchen, privat, im persönlichen Umfeld und als Staaten. Macht kann gerade das nicht“, sagte Drewermann. Und weiter: „Wir haben Angst, allein und ausgeschlossen zu sein, nicht so anzukommen wie der andere. Dafür suchen wir Sündenböcke und finden sie in unserem Privatleben wie in der grossen Politik.“ Die Menschheit müsse aufhören mit dem jahrtausendealten Rezept, aus Angstvermeidung Angstverbreitung zu praktizieren. Die heute weltweit von allen grossen Mächten praktizierte Angstverbreitung durch Aufrüstung mit Waffen führe nicht zu mehr Sicherheit, sondern zur Vernichtung der Menschheit.

Erich von Däniken spricht im Oktober

Der Blick war auch bereits vorwärts gerichtet. Schon jetzt lud Organisator Willy Hollenstein zur Eröffnung des kommenden Herbstprogramms des Impulsforums Wil ein. Es wird mit einem Abendvortrag im Cinéwil eröffnet, und zwar am 21. Oktober um 19.30 Uhr mit dem Auftritt des Bestsellerautors Erich von Däniken, diesmal mit dem Titel „50 Jahre Erinnerungen an die Zukunft“. Dabei geht von Däniken mit überraschendem Anschauungsmaterial von der These aus, Besuche aus dem All seien nicht nur möglich, sondern hätten bereits stattgefunden. (pd/red)