Am Dienstagvormittag stellten Renato Wyss, Leiter Technische Betriebe Uzwil und Rita Zahner das Programm der kommenden Spielzeit im Uzwiler Gemeindesaal vor. Rita Zahner zeigte sich überaus erfreut, dass bereits aus dem Programmversand an die Gaskunden rund ein Drittel der Plätze über alle vier Angebote reserviert seien. Wie schon im Vorjahr seien sie vorbereitet für die Aufführungen «Sexbomb» und «Schneewittchen» bei grösserem Ansturm eine Zweitaufführung anbieten zu können. Der Uzwiler Gemeindesaal bietet Platz für rund 600 Personen, für gute Sicht von allen Plätzen aus wird wiederum eine Tribüne installiert. Die Reservationen laufen auf nummerierte Plätze, wie im Programm vermerkt.

Nicht über Bord gehauen
Susanna Wipf, Intendantin des Uzwiler Kulturangebotes, sieht in der getroffenen Wahl der Stücke kein Überborden hinsichtlich Gefühlsverletzungen. Tom Jones mit «Sexbomb» werde keineswegs sexistisch daherkommen und Schneewittchen sei sicher nicht frauenfeindlich. Wipf zeigt sich überzeugt, dass Theater die Kraft innehaben soll, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

Spannende Vorstellungen versprach an der Medieninformation auch Rita Zahner, für die Organisation seitens der Technischen Betriebe verantwortlich. Sie freue sich besonders, dass Uzwil mit «Sexbomb» für einmal mit einer Premiere der «Seberg Showproduktion» aufwarten könne. Gemessen an den bereits reservierten Plätzen, werde sich wohl eine Zweitvorstellung aufdrängen. Begeistern werden sicher auch das «Berliner Kriminal Theater» mit «Fisch zu viert» und die Aufführung «Ein brillanter Mord» des «a.gon Theater München». An der Aufführung Schneewittchen werde sich wohl Jung und Alt erfreuen.

Eine Hommage an Tom Jones
Die erste Aufführung vom 16. November mit «Sexbomb» erscheint nach Intendantin Susanna Wipf auf den ersten Blick provokativ. Die Hintergründe des ihrer Ansicht nach musikalischen-tänzerischen Musicals werde auch biedere Theater- und Musicalfans erfreuen können. Die Hommage an einen der besten Popsänger der aktuellen Zeit, Tom Jones, werde von der erfolgreichen Choreographin und Produzentin Sina Selenky ins Theaterleben gesetzt. Der Erfolg auf der Uzwiler Bühne sei garantiert.

Humorvolle Kriminalkomödie, spannender Triller
Das Berliner Kriminaltheater verführt das Publikum am 26. Januar 2019 mit «Fisch zu viert» in eine rabenschwarze Kriminalkomödie. Jede der drei Schwestern ist im Glauben, als Einzige von ihrem Liebhaber mit einem Walzersong besungen zu werden. Herausragend werde sich die Szene mit dem Fischmenu ergeben, vom Liebhaber serviert, aber von ihm selber verabscheut. Die Kriminalkomödie werde sich in allen Teilen unterhaltsam zeigen.

Mörderischer wird es beim Stück «Ein brillanter Mord» zu und her gehen. Der Triller vom Februar 2019 von James Cawood werde gleich vielfach für wohliges Gruseln sorgen. Das einsame Landhotel in den Bergen, ein dunkler Salon, Schneesturm, kein einziger Gast. Der überraschende Besucher, als Fremder den Weg verloren, macht der idyllischen Zweisamkeit des Hotelbesitzerpaares den Garaus. Eine Menge an Überraschungen werde die Spannung bis zum Schluss halten.

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Schneewittchen wird Jung und Alt erfreuen.

Märchen-Musical auf ganz besondere Art
Am 10. März 2019 ist Schneewittchen und die sieben Zwerge angesagt. Die Mannheimer Musikbühne präsentiert das Werk mit einer Drittklasse der Primarschule an der Kirchstrasse in Niederuzwil, zusammen mit deren Lehrerin Jasmine Jud. Total 15 Kinder sind an der Aufführung im Spiel und Mitsingen dabei. Die allseits bekannte Geschichte der Gebrüder Grimm werde sicher für einen fantastischen Märchensonntag sorgen.

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Ein Kulturbeitrag der Technischen Betriebe
TB-Leiter Renato Wyss stellte bezüglich des angebotenen Kulturprogramms fest, dass das Angebot «Gas gibt Kultur», entstanden aus «100 Jahre Gaswerk Uzwil», der Förderung des kulturellen Lebens gelte. Es bedürfe eines finanziellen Beitrages der Technischen Betriebe, um auch anspruchsvolle Werke aufführen zu können. Renato Wyss: «Dank dem alljährlichen Knaller zum Auftakt, konnten wir bisher beste Belegung der Plätze registrieren». Um den finanziellen Rahmen einhalten zu können, müssten sie zumeist ausländische Aufführungen buchen. Erwünscht wären durchaus auch Schweizer Titel im Programm, welche den Kostenrahmen aktuell sprengen würden.

Nach Dora Hadorn, Kulturministerin im Gemeinderat, könnte das Programm niemals von der Gemeinde aus angeboten werden. Daraus würde sich eine ganz andere Preispolitik ergeben. Dank dem Ursprung aus «100 Jahre Gaswerk Uzwil», sei das Angebot optimal im Budget der Technischen Betriebe eingebaut. Nach Wyss in Budget und Rechnung sind die Beiträge klar ausgewiesen.