Der 1960 geborene Urs-Antoine Stöckli durchlief Ausbildungen an den Kunstgewerbeschulen von Luzern und Zürich. Seit 1997 arbeitet er als freischaffender Künstler in Hosenruck TG. Er hat bisher an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen. Stöckli bezeichnet sich als «experimenteller Kunstschaffender» und kreiert vor allem Holzskulpturen, Bronze – und Messingplastiken sowie Rauminstallationen.

Das Schaffen von Esther Wiesli aus Wilen TG umfasst eine grosse Vielfältigkeit an Formen und Farben. Ihre Acrylbilder entstehen im Wechsel von Auftragen und Loslassen.

Bildhauer Daniel Isler aus Münchwilen arbeitet vorwiegend mit Naturstein, Marmor und schwarzem Granit. In der Natur und im Alltag sammelt er verschiedene Eindrücke, um den Stein zu veredeln. 

Die Ausstellung dauert vom 16.Mai bis 25.Juli 2021


Geschenk an Gemeinde

Die Villa wurde 1951 vom Industriellenpaar Alfred und Annelies Sutter-Stöttner mit einem oasenartigen Park angelegt. Alfred Sutter verstarb 1976, das Leben seiner Witwe endete 2012. Sie vermachte der Gemeinde testamentarisch ein grosszügiges Legat sowie die Liegenschaft mit Umschwung, der gemäss ihrem Testament Alfred Sutter Park genannt werden soll.

Vielfältiger Betrieb

Seit 2014 kümmert sich der «Verein Villa Sutter und Alfred Sutter Park» um die Umsetzung des letzten Willens der Donatorin. Ihrem Wunsch entsprechend, finden in der Liegenschaft regelmässig Autorenlesungen, Konzerte,  Kunstausstellungen und weitere Events statt.

Auch ein Teil des Parkgeländes wird gelegentlich für kulturelle Zwecke genutzt, beispielsweise für Skulpturenausstellungen, Konzerte und für kunsthandwerkliche Märkte. In den sieben Jahren ihres Betriebes hat sich Villa Sutter in der Region einen klangvollen Namen als aktive Kulturinstitution mit breitem Angebot geschaffen.

Seminar- und Bibliothekräume

Das Untergeschoss sowie die Aussenterrasse wird vom Gastronomenpaar Helene und Erich Berger genutzt. Einer der Räume dient als Seminar- und Kurslokal. Im Obergeschoss hat die Gemeinde- und Schulbibliothek ihr Domizil.

Seit 2017 führt der Murg- und Schwabenweg durch das idyllische Areal, das mit seinen Sitzbänken von Erholungssuchenden geschätzt wird. Es dient mit seinem Waldstück an der Murg auch als Rückzugsort für die Vogelwelt.

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Bruno Wick ist Präsident  des Vereins Villa Sutter und Alfred Sutter Park

Bruno Wick präsidiert den Verein Villa Sutter und Alfred Sutter Park. hallowil hat bei ihm nachgefragt, was die Corona-Monate für die Münchwiler Institution bedeuten:

Herr Wick, die Villa Sutter lädt zu einer neuen Kunstaustellung ein und fährt damit den Betrieb nach den Covid-Einschränkungen wieder vermehrt hoch. Wie sehr ist man in der Villa Sutter derzeit noch eingeschränkt, etwa in der Gastronomie und bei den Veranstaltungen?

Eingeschränkt ist man noch gross. Die Gastronomie in den Innenräumen findet noch nicht statt und auf der Parkterrasse ist man vom Wetter abhängig. *Die kalten Frühlingstage verhindern meistens einen Terrassenbetrieb. Die Planung von Anlässen, wie Vernissagen, Musikanlässen und anderen Veranstaltungen ist fast unmöglich, weil diese nur bei schönem Wetter stattfinden können. Wir haben richtig Mitleid mit den Kunstschaffenden. Sie geben alles um ihre Werke zu präsentieren und am Schluss kann sie niemand besichtigen und es können auch keine Vermittlungen stattfinden.

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hatten die behördlichen Einschränkungen bisher auf den Betrieb der Villa Sutter?

Für die Betreuung der Kunst bekommen die Wirtsleute der Villa Sutter von uns eine Entschädigung. Unter anderem verkaufen sie die Kunstgegenstände mit einer Vermittlungsprovision für den Verein Villa Sutter und Alfred Sutter Park. Diese Einnahmen fehlen uns gänzlich und die Ausgaben laufen trotzdem weiter. Wir müssen alle Anlässe und Ausstellungen vorbereiten, in der Hoffnung, dass sich die behördlichen Auflagen für uns positiv verändern. Wir hoffen auf eine Entschädigung des Kantons Thurgau.

* Das Interview fand vor der Bekanntgabe der neusten Lockerungsschritte durch den Bundesrat statt.