Seit den Jahren der Gründung hat sich das Kulturlokal zu einem Bijou mit regionaler Bedeutung entwickelt. Wie vielfältig die dafür nötigen Aufgaben sind, zeigte Ananda Geissberger, Betriebsleiter und ad Interim auch Präsident des Vereins, in einer eindrücklichen Präsentation.

Ehrenamtliche Kapazitäten ausbauen

Einem kurzen Rückblick auf die Geschichte folgte der Blick hinter die Kulissen. Mit den in den letzten Jahren realisierten Ausbauten erweitern sich auch die Möglichkeiten für das kulturelle Angebot. Angedacht sind Veranstaltungen wie beispielsweise Filmabende, Kurse oder bestimmten aktuellen Themen gewidmete Anlässe während der Woche.

Für die Betreuung der neuen Projekte braucht es indessen auch personelle Kapazitäten. Das wurde bei der Präsentation der vielfältigen Aufgaben deutlich: Es wird notwendig, die personellen Ressourcen des ehrenamtlich arbeitenden Kern- oder eigentlich «Betriebsteams» weiter auszubauen.

Organisatorische Strukturen überarbeiten

Vorgestellt wurde mit einem Organigramm auch die organisatorische Seite des Kulturlokals. Als oberstes Organ amtiert darin die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins, unter dem Jahr vertreten durch den Vereinsvorstand. Bedingt durch den Hinschied von Präsident Roger Wallier sowie den Rückzug des seit der Gründung aktiven Paares Rita und Ralph Geissberger muss dieser an der HV im Frühling 2019 neu bestellt werden. Da beide auch in der Kerngruppe, die den Betrieb operativ leitet, aktiv tätig waren, wurden auch die betrieblichen Abläufe und Aufgaben unter die Lupe genommen und den veränderten Verhältnissen angepasst.

Vorgestellt wurden hunderte kleinere und grössere umfassenden Aufgaben im Hintergrund. In fachliche Teilbereiche gegliedert, bilden sie das organisatorische Rückgrat des Kulturbetriebs. Den Teilbereichen Betrieb, Marketing und Kommunikation, Programm, Facility Management, Finanzen sowie Helferorganisation stehen Verantwortliche vor, die als Kollektiv den Betrieb leiten und die Qualität sicherstellen.

«Kultur für alle. Alle für Kultur.»

Dass der KulturPunkt ein vielseitiges, auf eine breite Basis abgestütztes Programm anbietet und sich breit abgestützt präsentiert, spiegelte sich in den zahlreich erschienenen Gästen an diesem milden Sonntagnachmittag. Welcher Aufwand im Hintergrund dafür jedoch geleistet wird, erstaunte dann doch viele. Das motivierte eine Anzahl Teilnehmer, «Alle für Kultur» wortwörtlich zu nehmen.

Spannendes erfuhren sie auch dazu, wie ein solches Programm mit Künstlern aus aller Welt zustande kommt. Kernstück dieser Vielseitigkeit ist die internationale Vernetzung mit Künstlern und deren Agenten. So pflegt der Programmverantwortliche, Ananda Geissberger, regelmässig Kontakt mit ihnen und besucht auch internationale Events und Musikmessen wie beispielsweise die «Womex», die weltweit grösste Messe für Weltmusik, die vor zwei Wochen in Gran Canaria über die Bühne ging.

Und natürlich noch ein Prost auf das «Geburtstagskind».

Die durchwegs positiven Echos der Besucher bestärkte die Veranstalter in der Zuversicht, auf dem richtigen Weg zu sein. Zudem setzt das Jubiläum eine neue Marke in der Geschichte des KulturPunkts. Angestossen wurde beim abschliessenden Geburtstags-Apéro auch auf das Engagement der Vielen, die das kulturelle Leben in der Region tatkräftig unterstützen sowie in Zukunft mitzutragen bereit sind.

Die Verantwortlichen hoffen, durch ehrenamtliche Arbeit weitere glückliche und erfolgreiche (mindestens) sieben Jahre bereichernden Kulturgenuss für viele zu ermöglichen. «Wer sich vom Kulturvirus nun angesteckt fühlt», schloss Geissberger seinen Vortrag, «darf ihn guten Gewissens an Freunde und Bekannte weitergeben. Denn es gibt immer wieder ein paar spannende Aufgaben für Kulturengagierte.» Kontakt: info@kulturpunkt-flawil.ch