15 Personen fanden sich am Sonntagnachmittag in der Jugendmusikschule Frauenfeld ein, wo die drei Goraiko-Ensemblemitglieder Claudia Lüthi (Leiterin), Livia Hess und Carin Neier auf eine sowohl altersmässig wie auch was die allgemeine Trommelerfahrung anbelangte, völlig heterogene Gruppe traf. Von der Primarschülerin bis hin zum Rentner, und vom trommelmässig völlig unbeleckten Laien bis hin zur fortgeschrittenen Taiko-Schülerin war alles dabei. Selbstverständlich wurden vorgängig dabei die 3G-Corona-Regeln alle eingehalten und die Teilnehmenden überprüft.

In einen Blutrausch versetzen

Bei der «Taiko» handelt es sich um die «dicke Trommel», welche so charakteristisch für die japanische Musik und für die Kultur des Inselreiches im Allgemeinen ist. Denn nicht nur bei Ritualen und im Theater kam das Instrument seit jeher zum Einsatz, sondern auch einst bei den Samurais: die japanischen Krieger liessen die grossen Trommeln vor dem Angriff spielen, um die Gegner einerseits mental zu zermürben, und um andererseits die eigenen Kämpfer in einen Blutrausch zu versetzen.

Blutig oder gar tödlich verlief der Sonntagnachmittag zwar mitnichten, verging aber wohl für manche wie im Rausch und vor allem viel zu schnell. Am Ende hatten alle gemeinsam ein Kanon eingeübt und aufgeführt, was auch noch beim abschliessenden japanischen Apéro für viele angeregte Diskussionen und glänzende Augen sorgte.