In drei Gruppen wurden die Vereinsmitglieder auf dem zweistündigen Stadtrundgang nicht nur mit der bewegenden Geschichte der «Rosenstadt» Rapperswil-Jona konfrontiert, sondern auch in malerische Winkel der Altstadt geführt. Ein markantes Ereignis war die Zerstörung der Stadt im Jahr 1350 durch die Truppen des Zürcher Bürgermeisters Rudolf Brun. Nach dem Friedensschluss im Jahr 1352 ging die Stadt für rund hundert Jahre ans Haus Habsburg.

Von Rapperswil ging es mit dem Schiff auf die Insel Ufenau, die seit 965 im Besitz des Benediktinerklosters Einsiedeln ist. Nach dem Mittagessen in der klostereigenen Gaststätte mit den berühmten Felchenknusperli aus dem Zürichsee stand eine weitere Führung auf dem Programm. Die rund elf Hektaren grosse Insel geniesst mit ihrer biologischen Vielfalt, der landschaftlichen Schönheit und den beiden sakralen Bauten aus dem Mittelalter einen in der Schweiz einmaligen Schutz.

Die romanische Kapelle St. Martin aus dem 12. Jahrhundert enthält Wandmalereien, die bis ins 14. Jahrhundert zurück reichen. Die 1141 errichtete ehemalige Pfarrkirche St. Peter und Paul ist ebenfalls ein romanischer Bau, deren wertvollen Wandmalereien aus dem 12. bis 17. Jahrhundert die Wiler Besucher ins Staunen versetzten. Dass die Erhaltung dieser Kunstschätze eine Daueraufgabe ist, erfuhr die Reisegruppe von der renommierten Restauratorin Sylvia Fontana aus erster Hand.

Mit viel zusätzlichem Wissen traten die Vereinsmitglieder von Rapperswil per Bahn die Rückreise an. Freddy Kugler